Das K(C)ern bei S(G)enf


Quelle: rappelkopf.at
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rappelkopf – Österreichs exquisites Satiremagazin

Von Mario Herger

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) gab heute bekannt, dass 2010 die Mitgliedschaft Österreichs beim europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf gekündigt wird. Stattdessen sollen die freigewordenen Forschungsmittel in andere Projekte gesteckt werden. Die heimische Forscherelite wurde von dieser Ankündigung aus dem politischen Schlaf gebeamt.

In einer von Hahn in Auftrag gegebenen internen Studie zur Evaluierung der internationalen Forschungskooperationen kamen die Studienersteller zum Schluss, dass die Beteiligung an CERN zu wenig „bang for the buck“ liefert. Die 20 Millionen Euro pro Jahr an Beteiligung repräsentieren 70% des Budgets für internationale Mitgliedschaften, und die könnten in Zeiten der Budgetkrise attraktiver eingesetzt werden, so Hahn. „Wegen ein paar hundert wissenschaftlicher Papiere 20 Mille ausgeben, zahlt sich nicht aus. Das kann man durch Abschreiben billiger haben“, meinte der Plagiatsexperte Hahn.

Hahn, der namentlich nicht genannt werden wollenden Eingeweihten zufolge „zu deppert“ gewesen sei um sein Jus-Studium zu derpacken, schaffte gemäss Medienwissenschaftler Stefan Weber nicht einmal sein Philosophiestudium ohne kräftiges Abschreiben und kreatives Zitieren. Selbst diese in manchen Teilen weitgehend abgekupferte Abschlussarbeit war laut Weber „absolut schlampig“ gewesen. Die nun vorliegende, interne Studie weise eine ähnlichen Tendenz auf. So wird mehrmals von KERN anstelle von CERN gesprochen, auch wird der Standort des Forschungszentrum einmal mit Genf, Senf, Bern, Würstel und Ougadougu angegeben.

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