Der Plakatekrieg


In Zukunft frei von religiösem und atheistischen Plakaten: In Berner ÖV gilt ein Werbeverbot für «explizit gläubigen und ungläubigen Gruppierungen». (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)
In Zukunft frei von religiösem und atheistischen Plakaten: In Berner ÖV gilt ein Werbeverbot für «explizit gläubigen und ungläubigen Gruppierungen». (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

Gottes Wort muss draussen bleiben

Die Berner Verkehrsbetriebe verbannen Gott aus ihren Fahrzeugen. Bernmobil verbietet ab sofort alle Arten von religiöser Werbung. Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz jubelt.

20min.ch

Jahrelang inserierte die evangelisch-reformierte Monatszeitung «saemann» und deren Nachfolger «reformiert.» in öffentlichen Verkehrtsbetrieben in Bern. Jetzt ist damit aber Schluss, schreibt «reformiert.» in seiner Mai-Ausgabe. Die Kampagne «Ogottogott! Die Kirche am Ende. Am Ende die Kirche?» ist sowohl von Bernmobil wie auch von zahlreichen anderen abgelehnt worden, heisst es weiter.

Heftige Debatte Anfang 2009

«Die Direktion hat aufgrund der heftigen Debatte um atheistische Werbung entschieden, zukünftig in den Fahrzeugen keinerlei Werbung mit religiösem Inhalt mehr zuzulassen», bestätigt Bernmobil-Sprecherin Annegret Hewlett das Verbot und eine Meldung der Berner Tageszeitung «Der Bund». Die Allgemeine Plakategesellschaft (APG) habe den Auftrag erhalten, «jegliche Werbeanfragen mit explizit religiösem oder explizit atheistischem Inhalt abzulehnen», so Hewlett auf Anfrage von 20 Minuten Online. Der Grund für das neue Verbot sei die heftige Debatte im Februar um die angekündigte «Wahrscheinlich gibt es keinen Gott»-Kampagne der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS).

«Das ist ein Sieg gegen die religiöse Aufrüstung»

Obwohl die Plakate mit der Aufschrift «Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Kein Grund zur Sorge – Geniess das Leben» nur in Aussicht gestellt wurden, gingen Drohungen gegen die FVS und Verkehrsbetriebe ein. In der Folge kündigten die Verkehrsbetriebe von Zürich, Bern, Genf und Luzern an, die Plakate nicht in ihren ÖVs auszuhängen (20 Minuten Online berichtete). Nun hat man in Bern den Bogen weitergespannt: «Wir können nicht den einen etwas verbieten und es den anderen erlauben», begründet Bernmobil-Sprecherin Hewlett das neue Gesamtverbot für «religiöse Werbung». Es sei ein Entscheid für die Gleichberechtigung gewesen.

weiterlesen

1 Comment

  1. Hab mich schon lange nicht mehr bei den Bright bedankt, fällt mir grad mal ein.

    Also:

    Danke Brights.

    Ja, ich weiss, very sad….

    …aber ich kann ja nich den ganzen Tag nur rumheulen 😉

    Liken

Kommentare sind geschlossen.