Wer glaubt wird selig (4)


Wenn nun aber „Wer’s glaubt wird selig“ drüber stehen würde, wäre es nahezu witzlos. Denn es entspräche genau dem Üblichen. Da lauerte dann wiedermal so ein Klugscheißer, der einem voraussehbar mit „Ätsch“ und „Hab ich’s dir nicht gesagt!“ nerven will.  „He thinks he is the cat’s meow.“

Von Dieter Nuhrs exzellentem gleichnamigem Kabarett-Programm soll hier nicht die Rede sein. Und auch nicht von der seltsamen Bibelstelle, die das Kathnet  aufgebrezelt hat. Deutlich hübscher ist die Aufbereitung auf der Website „Wer weiß was“.

Über die Koinzidenz von „glauben“ und „wetten“ ein andermal. Aber wer weiß schon so lameng, dass „selig“ meistens „tot und begraben“ bedeutet. „Die toten Seelen“ (Seele -> selig, wenn im Himmel) ist ein Roman von Nikolai Gogol, der die Betrügereien seiner Epoche auf die Schüppe nimmt. Nur bei den Katholen muss man extra „selig gesprochen“ werden, um wirklich etwas zu gelten.