»Bringt die Homos einfach um«


Quelle. think outside your box
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think outside your box

Christliche Fundamentalisten sind gekennzeichnet von Intoleranz und Hass gegen all jenes, das nicht dem christlichen Weltbild entspricht. Größtes “Hassobjekt” sind – so scheint es – Schwule und Lesben, welche für klerikal-fundamentalistische Kreise pervers, krank und degeneriert sind, geheilt werden müssen und eine Gefahr für die Gesellschaft und deren Werte und Normen darstellen. Jüngstes Beispiel für diese hasserfüllte Rhetorik liefert erneut die klerikale “Fundi-Seite” kreuz.net mit einem Hassartikel, der vom Obmann der “Christlich-Sozialen Arbeitsgemeinschaft Österreich” aus Waizenkirchen in Öberösterreich ist.

Wie bereits gestern in einem Blogbeitrag ausgeführt, wird die Härte und die Rhetorik der Homo-Gegner beinahe täglich schärfer. Zuletzt sprach die Piusbruderschaft von der “guten alten Zeit” als Homosexualität eine Straftat war und forderte zur Wiederherstellung der christlichen Moral ein Verbot von Homosexualität. Aber auch die Politik – insbesondere in Österreich die christlich-konservative ÖVP – ist nicht gewillt oder fähig, dieser menschenverhetzenden Rhetorik Einhalt zu gebieten und die Gesellschaft durch entsprechende Gesetzgebung zu schützen, und insbesondere Schwulen und Lesben die ihnen längst zusthenden Rechte und vollständige Gleichstellung zu ermöglichen und rechtlich abzusichern.

Der gestern publizierte Artikel auf kreuz.net ist nur der letzte traurige Höhepunkt an homophober Rhetorik dieser klerikal-fundamentalistischen Webseite. Schon zuvor wurde mehrfach auf wahrlich abscheuliche Art und Weise gegen die Gleichstellungsbestrebung homosexuell l(i)ebender Menschen gehetzt. Im nun veröffentlichten Artikel des Obmannes der “Christlich-Sozialen Arbeitsgemeinschaft Österreich” heißt es, dass homosexuelle Menschen versuchen, die heterosexuelle Mehrheit zu erspressen und die Orientierung einer Minderheit nicht das Maß für die öffentliche Ordnung sein kann.

Der Autor begreift offensichtlich nicht, worum es geht bzw. will es in seinem verengten, christlichen Weltbild nicht begreifen oder verstehen. Es geht viel mehr, dass es keine sachliche Rechtfertigung gibt, Menschen mit einer gesunden sexuellen Orientierung, Ihre Rechte vorzuenthalten. Traurigerweise ist es sinnlos, Personen mit sachlichen Argumenten zu versuchen von ihrem Irrglauben zu überzeugen. Zu groß ist die Intoleranz und die Bereitschaft von ihrem verkleinerten Weltbild abzurücken.

Die Sprache von Homo-Gegnern und AktivistInnen für Homo-Rechte wird sich jedenfalls noch weiter verschärfen. Ein ausgeprägter Kulturkampf wird bevorstehen. Der Vorteil scheint derzeit auf Seiten der klerikalen Kreise zu liegen, da diese sich auf die Religionsfreiheit berufen und argumentieren, dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben sie in ihrer Freiheit der Religionsausübung einschränkt. Dass diese Aussagen Humbug zum Quadrat sind, muss nicht wirklich ausgeführt werden, da die rechtliche/gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen die Glaubensgemeinschaften in keinster Weise berührt. Die Bibel kann und darf nicht die Grundlage der Gesetzgebung sein. Dies können/wollen/möchten klerikale Kreise nicht erkennen. Sie können ihre Religion in vollem Umfang in ihrem privaten Rahmen austragen – aber deren Intoleranz kann nicht Maß für das Zusammenleben Andersgläubiger und/oder AtheistInnen sein. Als Atheist möchte ich mich nicht auf ein Buch festlegen, das voll von Intoleranz und längst überholten Ansichten ist. Meine Moral und meine Werte definiere ich für mich selbst und nicht von (angeblich) überlieferten Werten eines (angeblichen) Gottes, den es in meinen Augen nicht gibt.

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6 Comments

  1. wow – wer hätte gedacht, dass die kreuznattern den nullpunkt noch unterschreiten können? aber mit unbeiirtem hitler gott-glauben, schafft man wohl alles.

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  2. Fundis hetzen gegen Homosexuelle, na wenn man sonst keine Probleme hat.
    Oder soll dieser primitive Hass von den eigenen Probleme ablenken?

    Wie heißt hier das Motto: Liebe deinen Nächsten, solange er ist wie DU.

    P.S. Es heißt Oberösterreich nicht Öberösterreich
    (ich weiß, im Originalartikel steht es auch falsch)

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  3. Mir bleibt, ehrlich gesagt, die Spucke weg.
    Müßte sowas nicht eigentlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen?
    Immerhin ist das kein mittelalterlicher Feudalstaat, sondern eine Demokratie. Oder etwa nicht?

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