Kreationisten sind wie Holocaust-Leugner


Richard Dawkins, Quelle: Kath.net
Richard Dawkins, Quelle: Kath.net

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Der 68-jährige atheistische Autor („Der Gotteswahn“) beklagt in seinem neuen Werk den Einfluss der Kreationisten und hofft, dass die Theologen den Schöpfungsglauben bekämpfen

Evolutionskritiker stellt der Oxforder Biologe Prof. Richard Dawkins auf eine Stufe mit Holocaustleugnern. Beide bestritten wissenschaftliche bzw. historische Tatsachen, schreibt er in seinem neuen Buch „The Greatest Show on Earth“ (Die größte Show auf Erden), das am 3. September erscheint. Auszüge hat die Londoner Zeitung Times vorab veröffentlicht.

Der 68-jährige atheistische Bestsellerautor („Der Gotteswahn“) beklagt in seinem neuen Werk den Einfluss der Kreationisten, die für einen biblischen Schöpfungsglauben eintreten und die Evolutionstheorie ablehnen. Mehr als 40 Prozent der US-Amerikaner glaubten nicht, dass der Mensch von Tieren abstamme, so Dawkins, und der Anteil sei in Großbritannien nicht viel geringer. Kreationisten glaubten, dass Gott alles Leben in den letzten 10.000 Jahren geschaffen habe und dass es sich nicht in Tausenden Millionen Jahren durch Evolution entwickelt habe.

Deshalb bezeichne er diese Menschen als „Geschichtsleugner“. Eine kreationistische Lobby setze Naturwissenschaftler und Biologielehrer unter Druck. Diese müssten ihre Zeit damit vergeuden, die Evolution ständig gegen Angriffe etwa von Eltern und ihren einer Gehirnwäsche unterzogenen Kindern zu verteidigen. Sie würden bedroht und fürchteten bisweilen um ihre Arbeitsplätze.

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18 Comments

  1. Keine PR und keine Schlüpfer.

    Was ich meinte: Wählst du dir Marduk als Gott bist du immer in Gefahr, du darfst keinen Fehltritt machen und bist niemals frei im Handeln, weil er dich mit Gewalt bestraft. Einen deutlichen Zug davon hat ‚Elohim‘ im AT.
    Wählst du dir Christus als Gott bist du einfach gerettet und dir kann nichts mehr passieren und du bist absolut frei, weil der für dich immer den Arsch hinhält. Übrigens freier als ohne Gott, weil du dann ja immer selbst Verantwortung tragen musst, keiner da ist, der dich auffängt und du daher Angst vor Fehlern haben musst. Deutlich?
    Mit dieser tollen Allversöhnung kommen wir aber in genau das Problem mit den Schlüpfern. Man darf eben mit der ‚Liebe‘ Gottes nicht seinen ‚Zorn‘ verwerfen. Aber das ist definitiv ein Thema, dass den Rahmen sprengen würde…

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  2. Welche Liebe?
    Ich meine, nach Abzug von PR?

    Oder meintest du die herren Priester, die den Knaben oder mädchen mal fix unter die Schlüpfer griffen?

    ah, so.
    Dann versteh ich es.

    an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

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  3. Ich überspringe mal eure Diskussion:
    „mein Favorit ist und bleibt Marduk, du ungläubiger… Da ER der Einzige ist, der die macht hat, wird jeder Gläubige sich schön wundern, wenn er dereinst vor seinem Richter steht. Und es ist plötzlich ein anderer als erwartet – Marduk war ehrlich, aber auch grausam… und doch gerecht. Wirst schon sehen.
    Findest du albern?“

    Nein. Marduk ist einer der eindrücklichsten Götter. Sehr machtvoll. Bis entdeckt wurde, dass Liebe stärker ist als Gewalt.

    Offenbar wurde ich falsch verstanden: Ich habe niemals behauptet, dass die Brights wollen, dass der Atheismus dominiert (obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass dieser Gedanke vielen gefällt). Was ich meinte war: Auch sie gehen davon aus, dass prinzipiell kein Mensch eine Religion braucht (vgl. solche Titel wie „Wir brauchen keinen Gott“ – damit sind doch nicht nur ein paar Erleuchtete gemeint, sonst wäre es eine Art Sekte; „Das Ende des Glaubens“ – suggeriert, dass der Glauben für alle Menschen (auf kurz oder lang) „am Ende“ ist), also, dass ihr Weltsicht für alle gelten kann. Und in der Verbreitung dieser Botschaft ist gerade diese Seite deutlicher „als liberale Strömungen anderer Religionen“.

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  4. @yerainbow, mir ging es keineswegs um eine „persönliche Schiene“.

    Mir ist klar, dass Du Marduk als eine Art Parodie auf ein babylonisches Gotteswesen siehst, das austauschbar ist. Ich wollte daran nur das Problem deutlich machen, das man mit Gottesdarstellungen immer wieder hat. Und das auch heute nicht nur die Welten spalten. Vielmehr vom wissenschaftlich belegegten/als zukunftsvernünftig erkannten Weg (kreativ weiterführenden=schöpferisch vernünftigen Weg) abhält, vergeisterten Gottesvorstellungen dienen lässt, die zum reinen Selbstzweck eines Kultes werden. (Was dann Dawkins zurecht anprangert.)

    Doch ich denke, dass dieses Problem im Grund bereits früh klar war, als im anfänglichen Monotheismus „geboten“ wurde, jegliches Abbild, ja selbst den Begriff eines unsagbaren schöpferischen Urgrundes zu vermeiden und nur das Wort hervorbringende gelten sollte.

    Auch dass der Begriff dieses Schöpfungs-Wortes/der kreativen=hervorbringenden Vernunft/des Logos oft in recht unsinniger, meist rein dogmatischer Weise genutzt wird, allgemein für den Bibeltext, allenfalls für übersinnliche Eingebungen gilt, man denkt, dass in antiker Metaphysik nur ein junger Jude damit kirchendogmatisch geadelt wurde, ist mir bewusst. Allein schon der Begriff der Vernunft lässt viele Deutungen zu, wird heute meist für nur für das verwendet, was dem kurzfristigen Selbstzweck bzw. dem „Ich“ vernünftig erscheint.

    Doch was spricht dagegen, in einem aufgeklärten Bewusstsein der Geistesgeschichte (nicht als persönliche, unbelegbare Privatreligion) auf naturalistische Weise, in einem nach wissenschaftlicher Welterklärung kreativen Kosmos und noch mehr im evolutionsbiologisch vermittelten Lebenssinn eine alles Leben hervorbringende und optimierenden „schöpferische“ Vernünftigkeit nachzudenken. Hier eine Be-stimmung zu hören, die heute nachweislich die alten Hebräer bzw. Propheten und später die Juden-Griechen als ewiges „Wort“ verstanden , zeitgemäß zum menschlichen Ausdruck brachten?

    Denn wenn es stimmt, dass im Prozess des evolutionären Werdens ein externer Lebenssinn deutlich wird, wie mir beispielsweise Thomas Junker in „Der Darwin-Code“ beibrachte, was bringt dann eine kommunikative Vernunft/ein Logos, den ich nur nach persönlich-humanistischem Belieben ausdiskutieren kann, der noch nicht mal einen Bezug zu meiner biologischen, noch weniger einer natürlich-gesamtheilichen Bestimmung hat und an den sich in der Praxis auch kaum einer hält?

    Wäre es nicht bright, über einen zeitgemäß zu vermittelnden, gemeinsamen, ganz natürlichen Lebenssinn (als kreativen Sinn – in Anknüfung an die Kulturtradition als bestimmendes Wort/schöpferischen Logos) zumindest nachzudenken?

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  5. Gerhard, immer auf die persönliche Schiene auszuweichen, bringt nix.
    Ist mir doch egal, ob Du nun eine eigene Quasi-Religion gründen würdest, oder was Du sonst noch glaubst…
    Das ist ganz allein Deine Angelegenheit.

    Ich hatte gedacht, daß klar zu erkennen ist, daß ich Marduk als Parodie benutze. Natürlich gabs ihn, natürlich war er der mächtigste Gott in der Gegend damals (Babylon), sicher gab es anderswo noch andere, von denen man halt heute nix weiter weiß… hängt von verschiedensten Faktoren ab, was man heute noch weiß oder ob man dazu Zugang findet über die Archäologie etc…

    Was ich zeigen wollte, ist, daß der Gott eigentlich austauschbar ist. Es ist vollkommen schnuppe, wer einen retten soll und wem man sich unterwirft. Das prinzip ist immer dasselbe.

    mit dem Logos, wie Du ihn propagierst, wirst du nie wirklich erfolg haben. Das geht schon mal damit los, daß es zu verworren ist. jeder, der halbwegs wissenschaftlich schreiben kann, schreibt ANDERS.
    außerdem hast du Dir da was ausgedacht, das so nicht haltbar ist.
    Denn wäre es das, könntest du es mit Belegen untermauern, nicht nur mit Behauptungen.
    und falls Du mal was anderes (nicht weniger berechtigtes) über den Logos lesen willst, versuchs mal mit Barbara Walker „Das geheime Wissen der Frauen“.
    Ein Geschichtslexikon. Logos ist aufgeführt. Lies mal und staune.

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  6. @Yerainbow,

    wer Gott, Marduk… zu bestätigen sucht bzw. dann logischerweise abstreiten muss, kann ich selbst hier im Brightsblog sehen.

    Auch wenn ich in jedem Beitrag versuche deutlich zu machen, dass es mir bei der Bezugnahme auf den Logos (auch wenn ich an antike Denkweisen oder urchristiche Bezeichnungen anknüpfen will) nicht um eine persönliche Gotteshypothese geht, sondern das logische Werden wissenschaftlicher Welterklärung, dabei auch evolutionsbiologisch vermittelten Lebenssinn… (mich trotzdem nicht als Pankreationist sehe) wird mir in Bestätigung bisheriger Vorstellungen ständig unterstellt, ich würde einem Gottesdogma dienen.

    Nennt man auch das in der Psychologie „Bestätigungstendenz“?

    Mir ist klar, dass in Bestäigung bisheriger Hypothese von einem historischen Heilspreidiger fast die gesamte theologische Auslegung, bis heute Heerscharen von Hochschullehreren ausgehen, ihren Studenten beibringen, die dies dann für ganz selbstverständlich halten. Und ebenso nimmt folgerichtig auch atheistische Ablehnung an, dass am Anfang des christichen Glaubens ein Heilsprediger war, dem alte Mythen aufgesattelt, Hoheitstitel verliehen wurden… (Weg damit, das hat nichts mit wissenschaftlicher Welterklärung zu tun, ist überholt. Allenfalls gut, fürs persönliche Gemüt ewig Gestriger. Mit einer augekärten geistigen Grundlage, die aus mündigen Menschen in freier Einsicht kreative=schöpfersiche bzw. schöpfungsverantwortliche Gemeinschaftswesen macht, kann das nichts zu tun haben.)

    Doch genau diese Hypothese halte ich – nicht aus persönlichen Gründen, sondern aufgrund geschichtlicher Tatsachen, neuer Textfunde, des kulturgeschichtlichen Umfeldes einer antiken Aufklärungsprozesses, theologischer Erkenntnissse… – für historisch unhaltbar. (Einige Beispiele, die m.E. dazu zwingen, in anderer Weise über den Grund des christlichen Glaubens nachzudenken, als dies derzeit geschieht, sind unter meiner Homepage zu finden.)

    So wenig wie es heute noch haltbar ist (auch wenn dies nicht nur von 6tage-Buchstabenkreationsiten, sondern in abgemilderter Form auch von ID versucht wird zu bestätigen, was Dawkins zurecht verurteilt) dass ein zauberhafter Übermensch Namens Gott für übernatürliche Erscheinungen, das angeblich nicht wissenschaftlich Erklärte … der Macher sein soll, so wenig ist es heute für haltbar, dass es am Anfang des christlichen Glaubens um einen zweibeinigen Guru, Heilsprediger… ging, dem Hocheitstitel verliehen wurden.

    Auch wenn die Griechen keine Gleichberechtigung von Mann und Frau im heutigen Sinne kannten (wie nebenan diskutiert), so muss ich mir doch als geschichtlich aufgeklärter Mensch darüber Gedanken machen, warum bestimmte antike Denkrichtungen damaliger Bildung im Rahmen ihres antik-wissenschaftlich begründeten Monismus im logischen Lebensfluss/Logos das hervorbringede Wort/den einzigen Mittler des monotheistischen unsagbaren EINEN sahen, die Prinzipien natürlichen Werdens dann als wahren Gottessohn (gegenüber menschlichen Mittlern und mystischen Göttergestalten) bezeichneten.

    Wenn der Papst und seine Beipflichter, die längst belegen, dass es beim biblischen Jesus um die „schöpferische Vernunft“ der griechischen Philosophie geht, nur ihre Dogmen bestätigen wollen, aufgrund ihrer Vorprägung im Traum nicht auf die Idee kommen können, diese kreative Vernünftigkeit im natürlich erklärten Prozess nachzudenken, dann kann ich das noch verstehen. Ebenso die Theologen, die in Bestätigung ihrer Vorstellung aufschreien, der Papst hätte sich im Jesusbuch nicht an den historischen gehalten, sondern nur einen biblischen Jesus… (Gleichwohl sie wissen, dass dieser der historische ist.)

    Doch warum auch Naturalisten nur das alte Denken ablehnend bestätigen, sich weigern in der wissenschaftlichen Welterklärung, etwa dem evolutionsbiologisch nachgezeichneten (und damit allen Geschöpfen letztlich gleichen) Lebenssinn mehr nachzudenken, als bisher angenommen, dann völlig außerhalb des naturalistisch erkärten Lebensflusses über gemeinsame Lebensfragen/-aufgaben diskutieren, das kann ich kaum nachvollziehen. Oder handelt es sich auch hier um einen Fall sog. „Bestätigungstendenz“?

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  7. zwischen „anerkannt sein“ und alles andere dominieren zu wollen liegen welten….

    Worum es den Brights wohl viel mehr geht: zeigen, daß es uns gibt.
    Es ist eben nicht wahr, immer einfach vorauszusetzen, daß die meisten Menschen christen sind. Fast alle eigentlich.
    Oder welche Religionen es sonst noch gibt (denkt ja jeder, seine wäre die Wichtigste…..)

    Nein, es gibt auch uns. Glaubensfreiheit im sinne „frei vom Glauben“.

    und dabei sit es schnuppe, welcher Glaube und welche Religion.
    mein Favorit ist und bleibt Marduk, du ungläubiger… Da ER der Einzige ist, der die macht hat, wird jeder Gläubige sich schön wundern, wenn er dereinst vor seinem Richter steht. Und es ist plötzlich ein anderer als erwartet – Marduk war ehrlich, aber auch grausam… und doch gerecht. Wirst schon sehen.

    Findest du albern?
    Siehste…
    und dabei WEISST Du noch niht mal viel über marduk, während ich so einiges weiß über die grad üblichen Großreligionen und noch über paar weitere Sekten.

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  8. Ach, du darfst da nicht Deine eigene Vorstellung hineindeuten…

    hier hat doch mal jemand zitiert, in der irrigen Annahme, es sei von einem christlichen herrn…
    tja, so wirds deutlich…

    ->> Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.
    Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller | Zitat-Nr.: 3377

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  9. Vollkommen richtig, yerainbow, nur eines:

    Glauben ist nicht ‚reine‘ Privatsache. Dann dürfte man auch nicht dagegen argumentieren, weil es ja nunmal Privatsache ist, ob die Toten in den Himmel kommen oder nicht.
    Jeder Mensch muss behaupten, dass seine Weltsicht prinzipiell für alle gelten kann, damit wird es auch zu deren Angelegenheit. Der Atheismus ist in dieser Hinsicht manchmal radikaler als liberale Strömungen anderer Religionen. Muss er ja aber auch sein, wenn er will, dass das naturalistische Weltbild von allen Gesellschaften anerkannt und verstanden wird (vgl. Hauptziel A der Brights).
    Gerade Aheisten machen (dankeswerter Weise) Glauben wieder mehr zu einem gesellschaftlichen Thema.

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  10. Obwohl, wenn ich nochmal nachdenke, es ist derselbe Denkfehler, aber Deine Grundidee unterscheidet sch halt vom etablierten mainstream-Christentum.
    Ansonsten sind die übereinstimmungen größer als die Unterschiede…

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  11. nu ja, GErhard, Dein Denkfehler ist halt ein anderer als der des etablierten Christentums.

    In der Psychologie nennt man das „Bestätigungstendenz“.
    du stellst eine Hypothese auf (Logos, Gott), und versuchst, die zu bestätigen.

    Man kann damit ganz schön in die Irre geraten.
    viel leichter wäre, wenn Du dir einfach eingestehst, daß du den Götterglauben brauchst, aus irgendwelchen Gründen, auch wenns vielleicht nich tlogisch ist.
    und den Rest der Realität nicht damit zu begründen versuchst, sondern die Realität selbst akzeptierst.

    und Deinen Glauben halt als private Angelegenheit betrachtst. ich vermute, dann dürfte sich einiges bei Dir entspannen.
    Du wärest auch nicht dauernd gezwungen, solche kruden Erklärungen zu finden, sondern könntest neue suchen (und fnden).

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  12. @Jonas Amadeus M.,

    selbstverständlich müssen wir aus den Fehler der Vergangenheit lernen. Genau darum geht es mir.

    Denn wenn es zutrifft (was ich seit vielen Jahren aufgrund neuer Textfunde, geschichtlicher sowie theologischer Erkentnisse… auswerte) dass der urchristliche Glaube nicht auf das alte Glaubensgesetz gründet, sondern der kreativen Sinnhaftigkeit/Logik allen Lebensflusses (dem gr. Logos, der zeitgemäß als ewiges Wort der Juden verstanden wurde).

    Was wäre dann problematischer?

    Den Massenmord an Juden zu verleugnen, was nur einige Neonazis glauben.

    Oder weiter in Wissenslücken einen geheimnisvollen Gott/Designer begründen zu wollen aufgrund alter Glaubensgesetze oder selbst jenseits von Buchstaben-kreationistischen Vorstellungen die Wirk-lichkeit Gottes nur als ein groooßes Geheimnis zu sehen, über das es so wenig zu beweisen gibt, wie über Schrödingers Katze (worüber dann im „alten Glauben“ zwischen Atheisten und Kirchentreuen nicht nur in kath. Foren diskutiert wird) statt die offenbare kreative=schöpferische Wirk-lichkeit dort wahrzunehmen, wo die Wissenschaft die Welt erklärt?

    Und wenn es zutrifft, dass es im NT nicht um einen jungen Guru geht, der dem alten Glaubensgesetz entsprungen ist bzw. mit althergebrachten (jüdischen und heidnischen) Hoheitstiteln kirchlich geadelt wurde, sondern der Grund einer Glaubensaufklärung in der griechischen Welterklärung lag, die vom Logos (dem vernünftigen Werden, kreativen=schöpferischen Weltgesetz) ausging, dann können wir daraus auch etwas zur Vermeidung eines neuen Holocaust lernen:

    Nicht das jüdische Volk war für die Verurteilung Jesus und sog. Kreuzigung verantwortlich, sondern ein am Gesetz klebendes Traditions-Verständnis, das nicht die menschlich zu verwirklichende natürliche Logik/Sinnhaftigkeit allen Werdens als schöpferischen Willen wahrnehmen wollte.

    Doch gehört dazu nur der heutige Kirchenglaube?

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  13. Und nein, „der heutige Kreationsmus [ist] nicht als problematischer einzustufen, als das Leugnen des nationalsozialistischen Massenmordes“. Es gilt das Gegenteil

    Es gibt nur einen Weg, diese Frage ein für allemal zu beantworten:
    GOOGLEFIGHT!

    Kreationisten
    16500 results
    Holocaustleugner
    33200 results

    Diese Runde geht also an die Holocaustleugner. Schaltet auch morgen wieder ein, wenn wir die Frage beantworten, ob Vergewaltiger schlimmer sind als Homöopathen.

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  14. @theologie: Schöner Beitrag, aber leider etwas scher zu verstehen.

    Und nein, „der heutige Kreationsmus [ist] nicht als problematischer einzustufen, als das Leugnen des nationalsozialistischen Massenmordes“. Es gilt das Gegenteil,
    denn es ist „für die Optimierung der gemeinsamen Welt“ unabdingbar gerade so drastische Fehler der Vergangenheit zu bedenken.

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  15. Ich kann Dawkins verstehen, wenn er die wissenschaftliche Welterklärung verteidigt und alle Verdrehungen und Vergeisterungen lautstark brandmarkt.

    Doch es erschreckt mich immer wieder, wie „Schöpfungsglaube“ ganz automatisch mit Buchstaben-Kreationsimus gleichgesetzt, jegliches Schöpfungsbewusstsein verdammt wird.

    Doch leert man damit nicht das Kind mit der banalen, mystischen Brühe aus?

    Verhindert man so nicht darüber nachzudenken, warum die Evolution bzw. die ihr zugrunde liegende Logik/kreative Vernünftigkeit (in der mir Evolutionsbiologen wie Thomas Junker einen externen Lebenssinn erklären) die einzige Offenbarung ist? Warum der Dawkins oft unterstellte Deismus bzw. seine Begeisterung für das natürliche Geschehen dem urchrisltichen Glauben aufgrund des griechischen Logos allen Lebensflusses weit mehr entspricht, als Buchstaben-Kreationismus oder blindes Gottvertrauen, das nicht auf das lebendige Wort/Vernunft, sondern auf Traditionsglaube, Buchstaben bzw. Vor-gesetzte Texte gründet?

    Wenn es zutreffen würde (was ich denke), dass das lebendig-offenbarende kreative=schöpferische Wort in der wissenschaftlichen Welterklärung zu verstehen ist und damit der „schöpferische“ Wille in dem deutlich wird, was für die Optimierung der gemeinsamen Welt, den evolutionären Weiterfluss sozialer Kult-Wesen als vernünftig erklärt wird, wäre dann der heutige Kreationsmus nicht als problematischer einzustufen, als das Leugnen des nationalsozialistischen Massenmordes?

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  16. @Arnd, überrascht mich nicht, Benny hat seinen Frieden mit Darwin gemacht und mit ihm seine ganze Gemeinde. Den Kreationismus den Dawkins meint, richtet sich wohl gegen die evangelikalen Fundamentalisten, die den Kreationismus nicht nur akzeptieren sondern auch noch leben.

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  17. @Arnd: Wieso? Denkst du Katholiken sind auch Kreationisten? Die haben schon was dagegen.

    „… und hofft, dass die Theologen den Schöpfungsglauben bekämpfen.“
    Sehr sinnvolle Hoffnung, leider sind Äußerungen in die Richtung nicht laut genug. Aber Kreationismus ist für die meisten (kirchlich ausgebildeten) Theologen reiner Unsinn. Daher hat man wohl das Gefühl nicht viel dazu sagen zu müssen.

    Ich persönlich finde den Vergleich zu hart. Zwar kann man Holocaust-Leugner und Kreationisten als Geschichtsleugner bezeichnen, aber die wirklich krasse Menschenverachtung, die den ersteren anhaftet, lässt es nicht zu die beiden Gruppen zu Vergleichen.
    Das ist ein bisschen so, als würde ein Christ sagen: Hinduisten und Atheisten leugnen, dass es genau einen Gott gibt, deswegen sind sie „auf einer Stufe“.
    So betrachtet merkt man, dass es dem Autor darum geht zu sagen, wie schlimm er das Verhalten der „kreationistischen Lobby“ findet. Dem schließe ich mich absolut an.

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