Lingua Tertii Imperii bei der FAZ


Islam abschaffen, Quelle: PS Luxemburg
Islam abschaffen, Quelle: PS Luxemburg, zum vergößern ins Bild klicken

Von einem Leser der FAZ aus Luxemburg, ein Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland und an den Zentralrat der Muslime:

Sehr geehrter Zentralrat der Juden, sehr geehrter Zentralrat der Muslime, sehr geehrte muslimische Vereine und Verbände,

die sehr bekannte deutsche Zeitung FAZ schrieb Freitag 28.08.09 einen Artikel über das Fasten im Ramadan und dessen Risiken. Dazu schrieb ein Leser der FAZ, dass man das Problem „lösen“ kann wenn man den Islam ganz abschafft. Man würde dadurch den Terrorismus verringern usw.

Siehe Auszug des Beitrags. Original als Anhang beigefügt.

“Eine weitere Möglichkeit, das Problem zu beheben, wäre, den ganzen Islam abzuschaffen.
Das würde weitere Probleme lösen
: U.a. den Terrorismus verringern; die zwischenstaatliche Beziehungen verbessern (Iran), wenn nicht dauernd vernünftigen Regeln dieser unselige Glaube entgegen stehen würde; die Verlogenheit vermindern.“

Ich darf anmerken, dass in Deutschland vorher Hitler auf die Idee kam das Judentum abzuschaffen… Auch um Probleme zu „lösen“. Es hieß „Endlösung“ glaube ich.

Das schlimmste ist nicht, dass solches Nazi-Gedankengut nach 1945 und nach dem Holocaust immer noch existiert. Das schlimmste ist, dass es von einer der Top 3 Tageszeitungen in Deutschland als ganz unbedenklich eingestuft wird und für Millionen von Lesern publiziert werden. Tatsächlich werden alle Lesermeinungen von der Redaktion vorher gründlich geprüft und werden erst bei Unbedenklichkeit publiziert.

Siehe Auszug den Richtlinien zu Lesermeinungen. Original als Anhang beigefügt.

„Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen“

Richtlinien FAZ
Richtlinien FAZ


Demnach ist laut der FAZ den Islam abzuschaffen um Probleme wie Diabetes und Terrorismus zu lösen“ nicht rassistisch, nicht verleumderirisch, nicht unseriös sondern Sachbezogen. Sonst hätte die Redaktion der FAZ den Beitrag laut FAZ Richtlinien nicht publiziert.

Ein zweiter Leser schreibt

“Tags fasten und abends „fressen“ wie die Scheunendrescher. Frei nach Obelix: die spinnen die Moslems.“

Ich darf erinnern das „Fressen“ ein Begriff für die Tierwelt ist. Auch diese Aussage wird als nicht rassistisch, nicht verleumderirisch, nicht unseriös sondern Sachbezogen von der Redaktion der FAZ eingestuft. Sonst hätte die Redaktion der FAZ diesen Beitrag laut Richtlinien auch nicht publiziert. Anscheint hat es System bei der Redaktion der FAZ.

Moslems Fressen
Moslems Fressen

Wie gesagt: das Schlimmste ist nicht die Existenz von Nazi-Gedankengut, sondern dass einer der Top deutschen etablierten Zeitungen solche Beiträge auf deren Plattform nach gründliche Prüfung bewusst publiziert und somit Millionen von Deutschen, Österreichern und Schweizern vermittelt solche Meinungen sind völlig unbedenklich. Wie gesagt: die Idee eine Religion abzuschaffen um Probleme zu „lösen“ gab es schon vor 1945, und wir kennen die Folgen.

Solange Muslime tatenlos bleiben(reden und nur reden), oder überzogen reagieren (Koffer in der Bahn), werden sie zu Recht Bürger zweiter Klasser bleiben. Deswegen empfehle ich Euch, Eure Bürgerrechte wahrzunehmen und Strafantrag zu stellen. Ersten gegen den Verfasser des Artikels mit der „Abschaffung des Islams um Problems zu lösen“. Zweitens gegen die Redaktion der Faz, die solches Gedankengut nach gründlicher Prüfung bewusst verbreitet. Es sind die Paragraphen § 185 StGB, § 186. StGB und § 187 StGB.

Ich glaube dazu sind Verbände und Vereine da: um Bürgerrechte wahrzunehmen, Bürgerrechte zu verteidigen und Bürgerrechte durchzusetzen.

Ich bin Luxemburger und kann kein Strafantrag an Eure Stelle stellen. Ich werde aber die Sponsoren von der FAZ damit konfrontieren. Vielleicht wollen die mit solches Gedankengut auch nix zu tun haben und üben Druck auf die Redaktion aus.

Ich werde auch ausländische Fernsehsender (CNN, BBC, Aljazeera, El Arabia)  und ausländiche Botschaften (Quatar, Dubai und Saudi Arabien) die Auszüge der Artikel mailen. Es wäre für die interessant zu wissen was in etablierten deutschen Zeitungen im Monat Ramadan über Muslime und „Lösungen“ zu lesen ist.

Euere rechtstaatlichen Bürgerrechte müsste Ihr wahrnehmen, sonst ändert sich nix für Euch. Wenn sich nix ändert, übernehmen dann Terroristen und Militär das Ganze. Und dabei gehen wir ALLE als Kollateralschaden drauf. Also bitte tut was !

18 Comments

  1. @ Max Headroom:

    „…Also der Hieb auf das Wischiwaschi finde ich gemein…“

    Mein Zitat hieß:
    „…Ein WischiWaschi wie: „Wir kämpfen doch nur für Frauen und Homosexuelle und ansonsten kann jeder glauben was er will“ ist einfach unredlich, weil es nicht stimmt!…“

    Missverstanden! Die Betonung liegt auf „nur“. Du hast in Deinem Kommentar den Eindruck vermittelt, als könne man nur für das Gute und Schöne kämpfen, für die Frauen, für die Gedemütigten usw. Tatsächlich muss man natürlich den religiösen Tätern in den Arm fallen, diese begehen schließlich die Diskriminierungen, so muss zwangsläufig auch gegen (!) religiöse Überzeugungen vorgegangen werden. Es kann eben nicht jeder seinen Glauben leben wie er will.

    Selbstverständlich würde ich niemals in Abrede stellen, dass sich areligiöse Menschen mindestens genauso stark für positive und soziale Zwecke einsetzen wie Gläubige. Im Gegenteil, es gibt genug Studien, welche die moralische und soziale Kompetenz von Atheisten beweisen.

    Jetzt ist aber wirklich OFF! 😉

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  2. och ich lerne geraade eine genügende anzahl von Menschen kennen, die richtig fromm sind oder waren.
    Die zeugen Jehovas – sagt Dir das was, tischl?

    soll ich mal erzählen, was die so berichten? Die leben wirklich nach der Bibel (und wie sich zeigt, ist das für s Individuum ziemlich ungesund, am ungesündesten für die hineingeborenen Kinder)…
    Ich nenne sowas massiven machtmißbrauch und Einschränkung der persönlichen Rechte.

    andere mögen es „richtig fromm“ nennen…

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  3. @tischl

    Wir drehen uns im Kreis, Du solltest einsehen, dass gerade die Definition von „…über die Stränge schlagen…“ von den Brights oder allgemein der Aufklärung bestimmt wurde. (..) Du setzt also diese Gesellschaftsform als die bestmöglichste und wünschenswerteste voraus und erwartest, dass alle sich an diese anpassen.

    Frei nach Darwin … das bestangepasste setzt sich durch. Ja, Du hast recht. Ich sehe diese Gesellschaftsform als eine bessere Form als die Theokratie an und erwarte, dass sich alle daran anpassen sollen, die diese Form genießen und von ihr profitieren wollen. Wäre ein Freiheitsverlust und die bedingungslose „Liebe“ an der Bibel besser, hätten wir längst die Theokratie unter der Führung eines (bekannten) Kirchenmannes… oder zumindest hätten wir sie beibehalten 😉 .

    Obwohl wir Fahrzeuge bauen, die mit mehreren hundert km/h fahren können, muten wir uns selbst Beschränkungen zu, nämlich die Geschwindigkeitsbeschränkung. Möge dies aus der Sicht eines Formel 1 Fahrers „unoptimal“ erscheinen, so muss er sich daran halten, damit die Gesellschaft fairer/sicherer behandelt wird als ohne diese künstliche Beschränkung. Und auch die Geschwindigkeitsbeschränkung stammte nicht von einem Gott, sondern von einem Sterblichen. Dennoch kannst Du Dir sicher sein… Brights wollen die „Religion“ (das Automobil) nicht abschaffen, sondern die Formel 1 Fahrer auf die Rennstrecken beschränken, damit auf den Straßen Autos UND Fahrräder in einem gewissen Rahmen frei fahren dürfen. Das Recht, in jeder Bude eine Garage hinstellen zu dürfen, bleibt. Aber wenn jemand nur einen Fahrradstellplatz haben möchte, dem wird keine Garage aufgezwungen, den er mitbezahlen muss. Und so setzen scih Brights unter anderem gegen staatliche Zuschüsse gegenüber den Jesus-Vereinen ein, auch wenn es in den Augen von Jesus-Freunden eine ungerechte Sache sein könnte und ihr christliches Weltbild dadurch Risse bekommt. Weshalb ein Atheist oder ein Muslim den Lohn eines Militärpfarrers bezahlen sollte, ist in einem säkularem Staat eine passende Frage, die mir immer noch nicht überzeugend genug beantwortet wurde. 😉 .

    Ein wirklich frommer, religiöser Mensch wird aber eine weltliche Führung niemals annehmen können, da sein oberster Maßstab Gott und dessen Verheißung ist. (..) Es ist für ihn die Entmachtung seines Gottes, die Abschaffung seines bisherigen Weltbildes und -verständnisses.

    Ein wirklich frommer und religiöser Mensch wird dann wohl oder übel entweder aus Deutschland auswandern und sich einen Wohnsitz in einer religiös-geführtem Land suchen müssen, wo er seine Religion in jeglicher Größe ausüben kann und darf, oder er wird hierzulande die Religion in einem (stringenteren) Rahmen ebenfalls ausführen. Er kann sicherlich nicht das (weltliche) Gesetz, unter welches er sich gestellt hat, ignorieren und frei nach belieben sich seine eigene religiöse Gesetzesgebung ausdenken. Dafür haben wir die Demokratie erfunden… und sie hat sich eben dahin entwickelt, dass sich die unterschiedlichsten Religionen in einem gewissen Rahmen dort austümmeln können. Die Brights wollen dies nicht abschaffen, denn dies war Deine ursprüngliche Annahme 😉 .

    Es geht mir nur darum, zu zeigen, dass die Umsetzung von scheinbar harmlosen Formulierungen (..) für wirklich gläubige Religionsanhänger, zu massiven Verwerfungen in ihrer bisherigen Lebenswirklichkeit führt, welche diese als Forderung nach Abschaffung ihrer Religion empfinden und dies nicht zu unrecht. Nur ein klares Verstehen der religiösen Seite kann helfen ängstliche oder aggressive Reaktionen zu vermeiden.

    Keine Angst, dies habe ich verstanden 😉 . Aber nicht nur wir müssen darauf acht geben, sonder auch Brieftaubenzüchter, Rennwagenfahrer, Computerspieler, Filmemacher und eben auch Religionspraktikenausüber 😉 . Gemäß der Vielfalt an unterschiedlichsten – ebenfalls gesetzlich gesicherten – Religionen, Hobbies und Berufen, müssen wir Einschränkungen in Kauf nehmen. Auch Brights können nicht frei durch die Gegend pöbeln und feucht-fröhlich alles Beleidigen, was nicht bis auf 3 auf den Bäumen flüchtet, auch wenn gewisse radikale Militäratheisten dies so gerne wünschen würden… Jedenfalls erzählen das die Händefalter so 😉 .
    Doch wenn ich auf der religiösen Seite klar verstehe, dass sie durch einen Exorzismus einen tiefbösen Geist aus dem hilflosen Körper eines schwachen Gläubigen beseitigen möchten … sollte ich dann meinen klaren Verstand abschalten ? Wenn ein Exorzist oder ein frommer Gläubiger unter Einschränkung dann aber die gesammte Abschaffung der Religion(en) versteht, dann muss ich zurecht fragen, ob er diese zwei Wörter unserer deutschen Sprache gut genug kennt 😉 .
    Wir verfolgen keine Christen, wir jagen sie nicht zum Teufel oder sonstwo hin, sondern wir wollen nur, dass der Aberglaube sich nicht in die Angelegenheiten anderer Leute einmischt, die damit nichts zu tun haben wollen. Wenn Du mir nachweisen kannst, dass Brights die Religionen in unserem Lande komplett abschaffen wollen, dann wäre ich Dir dankbar. Das individuelle Geisteranbeter es vielleicht so empfinden, dafür kann aber ein Brighterianer nichts.

    Ein WischiWaschi wie (..) ist einfach unredlich, weil es nicht stimmt! Der demokratische Rechtsstaat mutet den Gläubigen extremen Verzicht zu! Zu recht!

    Also der Hieb auf das Wischiwaschi finde ich gemein 😛 . Vor allem die Behauptung, dass es nicht stimmt. Könntest Du eine passende Belegung bieten, die diese Aussage falsifiziert ? Eine Studie ? Zumindest die Weltformel ?
    Just kiddin‘ 😉 .
    Doch leider stimmt es, wenn auch nicht uneingeschränkt und mit absolutem Wahrheitsanspruch. Genug „Brights“ setzen sich für die Rechte sogenannter „benachteiligter“ Mitmenschen ein. Zum Beispiel hat die kath. Religion gewisse „Wege“, mit bestimmten Sexualformen klarzukommen. In wie fern würden diese Menschen in einem religiös geführten Staat die selben Freiheiten und Rechte besitzen, die sie heute haben ? Und wer unterstützt sie bei ihren Zielen ? Die evangelikale Allianz ? 🙂 . AFAIK ist das Bright-sein kein eingetragener Verein mit einem Vereinsausweis, sondern eher ist ein Begriff wie „Gay“, der eine bestimmte Weltsicht darstellt. Und das sich homosexuelle und ungläubige Mitmenschen für gewisse Ziele einsetzen, dies kannst Du sicherlich nicht übersehen haben, oder ? 😉

    Ansonsten kannst Du dir sicher sein… ja, der Staat mutet wirklich (zu recht) Verzicht zu. Aber wir achten darauf, dass dieser Verzicht und dieses Recht nicht von gewissen Glaubensformen „durchhöhlt“ wird und somit eine der religiösen Praktiken überhand nimmt und sich in das Privatleben anderer Menschen einmischt. Egal wie unendlich überirdisch Gottes Authorität für den Gläubigen ist: es ist und bleibt in dieser Staatsform seine ganz private Sache, ob er die Hände faltet und zu seinem einzigem Herrn und Meister betet oder ob er sich eine Woche lang auf einen religiösen Diätplan halten möchte. Kein Bright wird ihn davon abhalten. Doch die Brights mischen sich ein, wenn dieser Mensch sein Privathobby auf andere Mitmenschen projizieren möchte, und sei es sein Kind. Wenn das Leben in Gefahr ist, schaltet sich der Staat ein und ihm ist der religiöse Glaube der Person letztendlich völlig egal. Sie richtet sich nicht nach Jesus leben, Mohammeds Schriften oder sonstiger Dokumente von irgendwelchen Propheten. Ich bin ebenfalls froh in einem der unreligiösesten Länder der Erde zu leben, aber auch hier gibt es noch genug Arbeit. Du weisst, die Bischöfe lassen uns einfach nicht zur Ruhe kommen 🙂 .

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  4. @Max Headroom:

    „…Die Brights bekämpfen nicht die Religionen, sondern nur die (gläubigen) Menschen, die über die Stränge schlagen und ihre eigene spezifische Geisterpraktiken über der restlichen Gesellschaft überstülpen wollen…“

    Wir drehen uns im Kreis, Du solltest einsehen, dass gerade die Definition von „…über die Stränge schlagen…“ von den Brights oder allgemein der Aufklärung bestimmt wurde. Aus deren Sicht, maßen sich die Religionen etwas an, was ihnen nicht zusteht. Nur aus der Sicht einer aufgeklärten, säkularisierten, demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft „schlagen sie über die Stränge“. Du setzt also diese Gesellschaftsform als die bestmöglichste und wünschenswerteste voraus und erwartest, dass alle sich an diese anpassen.

    Da wir hier glücklicherweise in einem der areligiösesten Länder der Welt leben, kennen die meisten gar keinen frommen Menschen mehr persönlich. Man darf sich darunter nicht seinen evangelischen Pfarrer oder den katholischen Religionslehrer vorstellen, dies sind zumeist halbwegs aufgeklärte Menschen, welche das Gewaltmonopol des Staates bedingungslos anerkennen.

    Ein wirklich frommer, religiöser Mensch wird aber eine weltliche Führung niemals annehmen können, da sein oberster Maßstab Gott und dessen Verheißung ist. Die Forderung, seinen Glauben in privat und öffentlich bzw. Freizeit und Beruf aufzuteilen wird für ihn nicht akzeptabel sein, da Gottes Gesetz, immer und überall, über dem Gesetz der Menschen steht.

    Man darf nicht unterschätzen, was die Forderung, die religiösen Gesetze den rechtsstaatlichen zu unterwerfen, für einen orthodox gläubigen Menschen bedeutet. Es ist für ihn die Entmachtung seines Gottes, die Abschaffung seines bisherigen Weltbildes und -verständnisses. Auch in seinem Gotteshaus gilt jetzt das weltliche Recht, kein Glaubender darf dort z.B. seine Frau schlagen o.ä. selbst wenn dies von seiner Religion gefordert wird.

    Es geht mir nur darum, zu zeigen, dass die Umsetzung von scheinbar harmlosen Formulierungen wie:

    „…Glaube ist Privatsache und gehört in die Kirche, dass kann jeder handhaben wie er will…“

    für wirklich gläubige Religionsanhänger, zu massiven Verwerfungen in ihrer bisherigen Lebenswirklichkeit führt, welche diese als Forderung nach Abschaffung ihrer Religion empfinden und dies nicht zu unrecht. Nur ein klares Verstehen der religiösen Seite kann helfen ängstliche oder aggressive Reaktionen zu vermeiden.

    Ein WischiWaschi wie: „Wir kämpfen doch nur für Frauen und Homosexuelle und ansonsten kann jeder glauben was er will“ ist einfach unredlich, weil es nicht stimmt! Der demokratische Rechtsstaat mutet den Gläubigen extremen Verzicht zu! Zu recht!

    „…Off. Habe nix mehr hinzuzufügen…“

    dto.
    Ufff 😉

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  5. nee, Mäx, ich bin einfach nicht drauf eingegangen, ob tischl nun ein Bright wäre oder nicht… mir doch schnuppe – ist doch seine Sache.
    Genauso wie mir schnuppe ist, ob er schwul oder hetero ist. Auch seine Sache. Muß doch er selbst rausfinden…

    und, nee, natürlich beinhaltet Atheismus an sich nicht, die Gläubigen von ihren religionen zu erretten. Kann man auch nicht, wie Stalins und Ulbrichts Versuche gezeigt haben. Ich war in rußland…. dort ist man inzwischen auf dem Weg zurück ins Mittelalter. Langfristig war die Religionsbefreiung wohl ein Fehlschlag.
    Ich hab ja auch ne ahnung, warum….

    Bright zu sein ist doch nur ne Möglichkeit.
    eine gute, wie ich finde, wenn man sein Hirn bissl effektiv benutzt. Aber der Besitz eines fähigen Hirns verpflichtet noch lange nicht zu seinem Gebrauch…
    schön wärs ja.
    Ist noch ein weiter Weg bis dahin.

    Wer seine Feen und Elfen und seinen Abendgebetsgott dringend braucht – also ich nehms ihm nicht weg.
    Nur wer anderen Schwierigkeiten damit macht, dem nehm ich es ziemlich übel.

    Ich weiß, ich weiß. Vor 200 Jahren hätte ich für meine Gottlosigkeit gebrannt.
    Und daß es nicht mehr so ist, verdanke ich nicht den Gläubigen, ganz gewiß nicht.
    Das verdanke ich leuten ähnlich wie… Brights.

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  6. @yerainbow
    Da bist Du ein wenig aus den Gleisen gerutscht 😉 Die Frage lautet nicht, ob tischl ein Bright ist oder nicht, sondern ob Brights für die Abschaffung der Religionen kämpfen. Und ? Bist Du auch täglich auf der Straße und unterstützt den „Kampf“ gegen den Buddhismus, Islam und Christentum, wo immer er sich zeigt ? 😉 . Also ich habe meine Kampftruppe schon aufgestellt. Da hätten wir das Einhorn, die Teekanne Russels, den Feuerbach auf einem Feuerross und eine ganze Menge Bücher von Dawkins über Hitchens zu Onfrey. Allen vorann, Ghostbusters. Ich bin gut für einen „Kampf“ gegen den Glauben gerüstet. Bin ich nun endlich ein „ordnungsgemäß“ ausgerüstetes Brights-Mitglied und darf in den „Krieg“ gegen die Religionen ? 😛 .
    Jeder darf an seine Götter glauben oder seine eigenen Göttern absagen. Das deutsche Gesetz hat mit dem persönlichen Götterglauben nichts am Hut. Es sind die Händefalter, die einem hier das Leben schwer machen. Denn die „modellieren“ sich ihre Welt nach ihren ethischen und moralischen Richtlinien zusammen, und dagegen „kämpfen“ die Brights 😉 .

    @tischl
    Das hast Du richtig erkannt. Ein Bright verlangt, dass es eine klar erkennbare Trennung zwischen Staatsform und Gesellschaftlichem Leben und der Ausübung religiöser Praktiken gibt. Ich will ganz normal in einem Supermarkt einkaufen gehen, und nicht erstmal vorher einen „Geistertest“ bestehen, ob meine Seele schon genug ausgependelt wurde 😉 . Das Gesetz gibt vor, was erlaubt ist und was nicht. Bei denen zuhause, bzw. in spezialisierten Glaubenshäuser (Kirche, Moschee, Tempel, …), werden die allgemeine Liebe, der absolute Wahrheitsanspruch, die Unfehlbarkeit des Papstes, die unendliche Güte des Allahs oder die Wiedergeburt durch das Rad des Lebens in aller Perfektion durchlebt. Man ist unter sich und man hat sich auf die ganz speziellen Eigenschaften dieser einen eigenen Religionsform arrangiert. Freunde unter Freunden. Genauso, wie Comic-Fans sich auf Conventions treffen und Bootsbauer dann auf der Bootsmesse. Dort können sie in aller Ruhe fachsimpeln, ihre eigenen Geister bis zum Erbrechen anbeten und wenn sie wollen auch nackt um ein Boot hüpfen. Dort sind sie unter sich und dort gehen sie sprichwörtlich keinem auf den Nerv. Sie dürfen ihre Religion ausüben und „stören“ keinen mit ihren Ritualen.

    Wenn aber eine der Geisterformen den Anspruch erheben möchte, sich in der neutralen Gesellschaft als „besonders passend“ hinzustellen, dann wird diese Praxis von den Brights zumeist angegriffen. Es steht nicht im Gesetz geschrieben, dass Allah, Shiwa, Zeus oder JHWH ausdrücklich für unsere alltägliche Arbeit da zu sein haben müssen. Es wird vom Gesetz nicht unterstützt, dass man „im Namen des Satans“ Gräber ausbuddeln darf. Und es wird im Gesetz auch nicht erwähnt, dass die Seele bei einer „Missachtung“ religiöser Praktiken in einem dafür ausgelegten Feuerplatz durch spezialisierte Brandmeister und ganz nach dem Ritual eines Wüstengottes des nahen Ostens, verbrannt werden soll. Das Gesetz duldet die Religionen, aber sie ist nicht religiös. Es ist keine explizite „christliche“ Staatsform, wonach sich andersgläubige richten sollten, mit Kreuzen in den Schulen, Vaterunser beim betreten des Bürgerhauses und einem Knicks bei der Ankunft der Bundeskanzlerin 😉 .

    Und nun die Frage: Will ein Bright die Religionen abschaffen ? Kämpft er für eine „Vernichtung“ sämtlicher Gebetspraktiken an jeglichen Ort der Gesellschaft ?
    Schau Dich um. Die Brights kämpfen für Homosexuelle, die öffentlich von Gläubigen unterdrückt und beleidigt werden. Sie kämpfen für Frauen, denen ihr eigener Körper aufgrund gewisser Geistervorstellungen „enteignet“ werden und sie kämpfen für die Vielfalt der Religionen und ihren Mitglieder, auf das sie privat und störungsfrei ihre Geistergötter anbeten dürfen, ohne anderen „auf den Sack“ gehen zu dürfen. Die Brights bekämpfen nicht die Religionen, sondern nur die (gläubigen) Menschen, die über die Stränge schlagen und ihre eigene spezifische Geisterpraktiken über der restlichen Gesellschaft überstülpen wollen. Sei es der Religionsunterricht, Antisemitismus, Eosterik-„Medizin“, die Stammzellenfrage oder das freie Betreten von Flugzeugen mit Piloten, die in ihrer Privatzeit Superhelden huldigen. Sowas wie die religiöse Form des Chaos Computer Clubs, die ebenfalls für bestimmte Ziele (wie den Datenschutz) „kämpfen“ 😉 . Ein deutscher Staatsbürger zu sein bedeutet nicht, sich allsonntaglich in die Kirche begeben zu müssen, weil die Bundeskanzlerin ebenfalls an Geister glaubt. Damit Religionen sich hier nicht in das Staatssystem einmischen und es brav voneinander getrennt bleibt, beäugen gewisse Menschen die Außerungen und Entscheidungen von öffentlichen Personen wie die Bischöfe, Päpste und anderen (Frei-)Kirchengänger.

    @Topic
    Off. Habe nix mehr hinzuzufügen 🙂 .

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  7. Fanz einfach tischl.

    du bist kein Bright. vielleicht bist du ein Sympathisant, vielleicht ein interessierter Mitdiskutierer.
    Aber ein Bright eher nicht.

    Und die Gefahr, daß Du Deine elfen und Götter verlierst, ist doch auch ziemlich gering, oder wie siehst du das?

    jedenfalls ist es auch nicht Pflicht, Bright zu sein.
    Kein Bright zu sein ist doch auch kein Problem. Das mindert Dich als Mensch kein bißchen…
    es sagt nur was aus über Deine Vorstellungswelt. Und die gehört Dir.

    so lange Du nix illegales tust.
    oder mich zu überreden versuchst. Überredung würde ich bis zu einem gewissen Grad noch ertragen, aber mich zum glauben bringen zu wollen würde mich nerven. Und da würde unser Gespräch dann auch enden.
    mehr nicht.
    mir genügt, daß ich selbst entscheiden darf. Gab mal ne Zeit, da durfte man leider nicht. Daß das vorbei ist, verdanke ich nicht den religiösen Institutionen.

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  8. @Max Headroom:

    „…Das ist sein Hobby. Aber sein eigenes pivates Hobby hat in Deinen Wünschen und Zielen nichts zu suchen. Du kannst als Pilot in Deiner ureigenen Freizeit von mir aus ruhig tausende von Supermann-Comics lesen und Du kannst in Deinem Hobbykeller auch tausende von Supermann-Filme horten…“

    Das bedeutet: ein Bright verlangt von einem Gläubigen, dass er den absoluten Wahrheitsanspruch seiner Religion verwirft, die Regelung aller Lebensbereiche durch seine Religion gemäß Gottes Wort abschafft. Dazu noch seine Religion zur Privatsache macht und sie dann auch noch einer allgemeinen säkularen Gesetzgebung unterordnet. Er wird also gezwungen eine Macht anzuerkennen, die höher steht als sein Glauben.

    Was bleibt da von der ursprünglichen Religion noch? Nichts mehr! Ein bisschen religiöse Folklore vielleicht, wie sie in Deutschlands christlichen Kirchen seit Jahrzehnten üblich ist.

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  9. @tischl

    Lassen wir die Brights selbst sprechen: (..)

    Möchte ich eine Person mit einem derartigen Weltbild werden, muss ich meine tradierten, religiösen Vorstellungen „abschaffen“. Setze ich mich für die obige Definition ein, bin ich logischerweise in Konkurrenz zur Religion, da ich die Existenz Gottes leugne. Da ohne Gott oder das Göttliche bekanntermaßen keine Religion auskommt, fordere ich mit der Leugnung Gottes, wenn auch indirekt, deren Abschaffung.

    Beinahe korrekt 😉 . Möchtest DU ein „Bright“ werden, dann musst DU dieses „unreligiöse Weltbild“ FÜR DICH akzeptieren. DU musst DICH dann von DEINEN tradierten, religiösen Vorstellungen trennen. DU musst wahrlich diese Vorstellungen „abschaffen“, und zwar in DEINEM Geiste und völlig freiwillig, ohne jeglichen Zwang oder gar Drohung !

    Das heisst, dass wenn Du gerne ein Pilot werden möchtest, Du dich von den erzählten Supermann-Geschichten trennen müsstest – und zwar wärend der Ausübung Deines Berufes. Das Du allerdings die Comic-Produktion „abschaffen“ möchtest, steht nirgends geschrieben ! Kein Pilot geht auf die Barrikaden, weil ein Nachbar Supermann-Comics sammelt. Das ist sein Hobby. Aber sein eigenes pivates Hobby hat in Deinen Wünschen und Zielen nichts zu suchen. Du kannst als Pilot in Deiner ureigenen Freizeit von mir aus ruhig tausende von Supermann-Comics lesen und Du kannst in Deinem Hobbykeller auch tausende von Supermann-Filme horten. Es ist Dein ganz privater Raum und dort habe ich nichts – aber auch gar nichts – uneingeladet zu suchen ! Aber das ein Gast beim Einstieg in Deiner Maschine zuerst blau-gelbe Strampelanzüge mit angenähten Umhängen anziehen muss, weil es Dir „Glück“ bringt und Du ohne eine Maschine voller Strampelanzüge nicht starten kannst, kann kritisiert werden. Erst recht wenn das Gesetz vorsieht, dass Gäste keine Strampelanzüge anziehen müssen. Die Vorstellung, mit einem Sonntagsbesuch kommt man in den Himmel, ist privat. Jeder kann dies für sich selbst entscheiden. Jeder hat die Wahl in die Kirche zu gehen … oder auch nicht. In unserer Gesellschaft gibt es aber genug Menschen die behaupten, dass „Ungläubige“ ein wenig anders sind als der Rest der Händefalter. Dazu gesellen sich die homosexuellen Mitmenschen, die in deren Augen „falsch gepolt“ sind, die Andersgläubigen, die ihre Tradizionen am besten ausserhalb Deutschlands auszuüben haben, da wir ja bekanntlich „christlich“ sind, usw. usf.

    Diese teilw. sehr penetrante Einmischung in die Privatssphäre und in den „Hobbykeller“ vieler Mitmenschen ist ein schmerzhafter Dorn im Augen eines Brights. Nicht die Religion an sich … die ist mit ihren Engeln, Dämonenwelten, Weinzauberern usw. schon abstrus genug und ganz und gar nicht ernst zu nehmen 😉 . Somit ist es einem Bright auch egal, ob Obama in seiner Freizeit an Elfen glaubt oder ob Herrn Bosbach mit seiner Familie 3 mal am Tag das Vaterunser rauf- und runterbetet. Allerdings fordert ein Bright zu sich selbst die „Abschaffung“ der Religion. Wenn Du mit einem Gott genausowenig anzufangen weisst, wie ich, dann haben wir beide was gemeinsam. Allerdings wirst Du mir wohl sicherlich kaum zusprechen, wenn ich „als Bright“ mit einem Baseballschläger bewaffnet in Kirchen rumpöbeln würde, oder ? 😉 . Diese „Einmischung in die Privatssphäre“ eines Gläubigen ist nicht gerade ganz im Sinne der Brighterianern 😛 .

    Der FAZ-Schreiber stellt sich vor, dass er die „Problemlösung“ parat hätte: den heiligen Gral der Religionskriege (Islam) abschaffen ! Seine Argumentation ist – gelinde gesagt – sehr sehr schwach und weit mehr als nur „unausgereift“. Es kann so einfach nicht funktionieren, das beweist alleine die Geschichte.
    Das ärgerliche ist hierbei die Reaktion des offenen Briefes an den Zentralräten. Dort wird ein Zusammenhang zwischen „unausgegorenem Kommentar“ und der „Endlösung“ des Dritten Reiches aufgebaut, und hier kann man, so wie Du es richtig sagtest, eine wahrer Interpretationswille als Erklärung herhalten. Nicht jedes Problem, was „gelöst“ sein will, hat mit der perversen Judenvernichtung der Nazis zu tun. Ansonsten hätte R.Dawkins ja nur noch rassistische Hetze am Leib 😉

    Die Paragrapherei des Briefeschreibers hat hierbei AFAIK keinen Belang. Die „Beleidigung“ kann ich nirgends finden. Eine „Problemlösung“ klingt nicht gerade nach „Beleidigung“. Jemanden einen Vogel zeigen oder ihn „Ars*hloch“ titulieren, das nenne ich eine Beleidigung. Aber die „Abschaffung einer Religion“ ist genausowenig eine Beleidigung wie die eine „Entfernung des Brustkrebs“. Und schon sind wir beim nächsten Paragraphen, der „üblen Nachrede“. Die Frage lautet… wer oder was hier hier übel nachgeredet ? Der Kommentator behauptet, dass sich mit der Wegverpuffung des Islams auch der Terrorismus weghexen ließe und dass die Verlogenheit abnehme. Behauptungen, die IMHO unhaltsam sind. Die Gründe für einen terroristischen Anschlag sind so vielfältig wie die Gründe, an unsichtbare Zauberwesen zu glauben. Religion ist nur eine davon. Schwerwiegender ist die Tatsache, dass die Händefalter als Moral bzw. gar Ethikvorbilder in vielen Fällen nicht konsequent genug zugreiffen und den (Massen-)Mördern eher eine Legitimation für ihre Taten liefern. Doch sie sind in vielen Fällen nicht die Auslöser der Taten. Wenn in einem Land eine Besatzungsmacht einmarschiert, und man sich mit TNT dagegen „wehrt“, dann hat der Zaubergeist in den Wolken nichts damit zu tun. Es sei denn, der Imam/Priester/Rabbi/Schaman/… sagt ausdrücklich ncihts zu den menschenvernichtenden Maßnahmen. Oder … noch besser … beziehen sich auf ihre Glaubensschrift, um den Mördern noch eine ethische Begründung zu ihren Taten zu liefern. Wie war das nochmals mit Hitler und seiner Judenvernichtung ? Hat er da nicht im Sinne der Kirchen gehandelt, als er die „Christusmörder“ systematisch und wahrlich industriell in gigantischem Maß umbrachte ? Wie sahen die beispiellosen Reaktionen der Kirche(n) aus ? An welcher Stelle gingen die Päpste, Bischöfe und Priester an die Front und stellten sich den Kanonenkugeln im Weg ? Stattdessen pragte ein „Gott Mit Uns“ an den Nazis und die treibende Kraft wurde durch das Netzwerk der Bibelumblätter „in Sicherheit“ gebracht… nachdem sie unzählige Mensche auf bestialische Art vernichteten.
    (Sorry… ein wenig zu gefühlsbetont 😉 )
    Zuletzt kommt die Verleumdung hinzu, welche ich zur üblen Nachrede dazurechne, da sie auf denselben wackeligen Beinen steht. Der Kommentator hat die Religion als Ziel angesehen, nicht die Religionsausüber oder gar einen ganz bestimmten davon. Wie von mir vorher geschrieben … das klingt für mich wie „angepisst sein“, und weniger nach einer geplanten Terror-Beleidigung mit übler Nachrede und gezielter Verleumdung des Adressaten 😉 . Es ist die selbe freie Meinungsäußerung wie es die Kommentatoren auf kath.net und anderen Sozaltreffpunktnetzwerke ausüben. Mit Paragraphenkanonen auf Kommentatorenspatzen zu schiessen, haben wir nun wirklich nicht nötig 🙂 .

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  10. @tischl, nein und nochmals nein. Du meinst doch nicht etwa, dass die Definition der Brights irgendjemanden überzeugt, von seinem Glauben zu lassen.
    Den Brights geht es in erster Linie darum, dass ungläubige Menschen, egal welcher Kultur, gesellschaftlich wahrgenommen werden. Sicherlich hat die Bewegung in den USA andere Präferenzen als z.B. in Deutschland oder in Frankreich. In Deutschland wäre ja mal eine strikte Trennung von Staat und Kirche zu verwirklichen.
    Institutioneller Glaube, mit all seinen komplexen gesellschaftlich-sozialen Verflechtung gilt es zu bekämpfen. Ansonsten wollen wir niemanden seinen Glauben nehmen. Glaube ist Privatsache und gehört in die Kirche, dass kann jeder handhaben wie er will. Ich will mich aber nicht von Politikern vetreten sehen die auf die Frage, welches ist das wichtigste Buch in ihrem Leben? antworten, Die Bibel. Wie es bei Herrn Bosbach auf der HP zu lesen ist.
    Wenn alle Menschen gleich sind, dann sind es auch die Ungläubigen oder Pantheisten usw.

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  11. @nickpol:

    Lassen wir die Brights selbst sprechen:

    „…Ein Bright ist eine Person mit einem naturalistischen Weltbild, frei von Übernatürlichem. Wir Brights glauben nicht an Geister, Elfen oder den Osterhasen – oder an Gott….“

    Möchte ich eine Person mit einem derartigen Weltbild werden, muss ich meine tradierten, religiösen Vorstellungen „abschaffen“. Setze ich mich für die obige Definition ein, bin ich logischerweise in Konkurrenz zur Religion, da ich die Existenz Gottes leugne. Da ohne Gott oder das Göttliche bekanntermaßen keine Religion auskommt, fordere ich mit der Leugnung Gottes, wenn auch indirekt, deren Abschaffung.

    Quelle:
    https://brightsblog.wordpress.com/bright-stuff/#TheBrightStuff

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  12. Auch ich denke, dass dieser Leser ein wenig zu viel Fantasie in’s Spiel gebracht hat.
    Es ist eine Tatsache der deutschen Sprache, dass man Probleme löst. Man beendet sie nicht, man schafft sie nicht ab und man schließt keine Probleme weg. Man löst sie.
    Einen Bezug von „Problemlösung“ zu einer rassistischen Äußerung hin aufzubauen, sehe ich hier reichlich aus den Haaren herbeigezogen. Hätte der FAZ-Kommentator „Man sollte alle Juden Moslems (a.) töten, b.) vergasen, c.) vernichten, d.) …)“ geschrieben, so wäre eine Aufforderung zur Straftat und somit ein klarer Fall für das Gericht erkennbar. Doch hier wünscht sich jemand einfach die Abschaffung eines Motivationsgrundes zum Händefalten, und nicht die gewaltsame Ermordung der Anhängerschaft. Es ist immer noch ein Unterschied, ob man die „Idee“ doof findet, oder ob man dessen Fans zur Hölle/Himmel schicken möchte.

    Der gesammte Kommentar kann man einfach nicht ernst nehmen 😉 . Den Islam abschaffen oder per Knopfdruck auf Stumm zu stellen, würde weder den Blutdruck senken, Diabetes aufhalten oder den Terrorismus in Luft auflösen. Ganz im Gegenteil. Die „Unterdrückten“ werden sich im Untergrund sammeln und dann von dort entweder mit gewissen „lauten und knalligen“ Argumente auf sich aufmerksam machen, oder sie gehen den Dalai-Lama-Weg und werden von anderen Orten des Planeten Erde dann auf die „Befreiung ihrer Religion“ appellieren. Die Musik verschwindet nicht, nur die Melodie ändert sich. Und dies kann man aber auch ohne solche rabiate Methoden erreichen wie die „Abschaffung“ einer Religion.

    Wie sollte dies denn überhaupt geschehen ? Erziehungsheime ? Umerziehungskammern ? Massenhypnose ? Drogen ? ???

    Der Schreiber war IMHO einfach „angepisst“ und hat sich einfach die Auflösung der „Religion“ per Zauberstab gewünscht. Das war’s. Darunter schreibt er ja, von mir auf’s Christentum umgemünzt: Sie predigen Wasser und trinken stattdessen Wein 😉 .
    Ihm gefällt also die „Maske“ nicht, die diese Gläubige dabei tragen. Nicht mehr und nicht weniger. Und dabei hat er das Recht, sich äußern zu dürfen, solange er sich in gewissen Bahnen bewegt. Und seien wir mal ehrlich… wieviel „Endlösung“ und „Drittes Reich“ steckt nun in diesem Kommentar ?

    Ich gehe davon aus, dass der luxenburgerische User hier ein wenig zuviele Geister gesehen hat. Er hat ein wenig zuviel hineininterpretiert. Womöglich gerade erst eine Dokumentation über Hitler gesehen und ihm schwirrten die Bilder im Kopf. Dann kann es schnell passieren, dass man selbst in der Ampel eine kommunistische Flagge („ROT!“) sehen kann. Mustererkennung in Perfektion 😉 .

    @tischl
    Nein, Brights wollen genausowenig die Religion abschaffen, wie die Frauenrechtlerinnen die männliche Hormone abschaffen wollen 🙂 .

    Es gehört sich z.Bsp. nicht, als „religionsloser“ Mensch die Entscheidungen von kirchlichen Institutionen mittragen zu dürfen, die ohne gegenseitige Zustimmung entstanden sind. Dieser „Gegenseite“ ein Gesicht zu geben, das ist eine der Punkte der Brights. Oder die Betonung, dass wir eine säkulare Gesellschaft sind und somit die Kirche sich genausowenig in unsere Politik einmischen darf, wie die Politik der Regierung sich in die Angelegenheit der Kirche einmischt. usw.

    Das einzigste, was ich im Moment gerne „abschaffen“ würde, wäre diese komische und unsichtbare Barriere, die sich sofort um die Religionen aufbaut, damit sie als „unbefleckbar“ durchgehen können. Da klebt soviel Blut drann, dass sie eigentlich in einem Meer von Blut untergehen müssten. Stattdessen bilden die „schönen Gedanken“ von Religionen – ihre „Erlösungsideen“ – den Rettungsring, auf dem sie schwimmen. Und je uninformiert und nichtaufgeklärt die Menschen sind, desto dicker ist dieser Rettungsring. Die Brighterianer wollen diesen Rettungsring nicht platzen lassen, sondern den Leuten z.Bsp. die rettende Küste zeigen, auf das sie selbst auf das rumschwimmen in Blutmeeren verzichten können 😛 .

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  13. tischl:

    Bisher kämpften die Atheisten/Brights doch dafür, die Religionen abzuschaffen, ist das jetzt nicht mehr der Fall?

    Die Brights kämpfen nicht dafür die Religionen abzuschaffen. Woher du diesen Unsinn hast, sei dir belassen. Atheisten sind eine Untermenge bei den Brights. Was die Brights wollen und was sie sind steht hier im Blog, findest du unter „Die Brights“ und „Brights-Stuff“.

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  14. (Zitat Leserbrief FAZ) „…Eine weitere Möglichkeit, das Problem zu beheben, wäre, den ganzen Islam abzuschaffen…“

    „…Wie gesagt: die Idee eine Religion abzuschaffen um Probleme zu „lösen“ gab es schon vor 1945, und wir kennen die Folgen…“

    Bisher kämpften die Atheisten/Brights doch dafür, die Religionen abzuschaffen, ist das jetzt nicht mehr der Fall?

    (Zitat Leserbrief FAZ) „…Das würde weitere Probleme lösen:..“

    „…Ich darf anmerken, dass in Deutschland vorher Hitler auf die Idee kam das Judentum abzuschaffen… Auch um Probleme zu „lösen“. Es hieß „Endlösung“ glaube ich…“

    „…Das schlimmste ist nicht, dass solches Nazi-Gedankengut nach 1945 und nach dem Holocaust immer noch existiert…“

    Jeder der den Ausdruck „Problem lösen“ benutzt, ist also, da Hitler auch das Wort „lösen“ benutzt hat ein Nationalsozialist und meint damit „Endlösung“ und ist somit für die totale Ausrottung der islamischen Bevölkerung?

    Dies ist eine Interpretation, welche mit dem Text nicht das Geringste zu tun hat. Das ganze „…Nazi-Gedankengut…“ wurde nachträglich hineininterpretiert. Der Leserbriefschreiber argumentiert eindeutig gegen die Religion und nicht gegen deren Anhänger, von einem geforderten Völkermord („…Endlösung…“), wie der Autor spekuliert, ganz zu schweigen.

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  15. och, der Unterschied zwischen den Absichten A.H.s und anderen Leuten ist leiht zu erkennen.

    AH ging es weder um Religion noch um religiöse praktiken. Die waren dem nicht wichtig. Nicht nur das, „wer Jude ist, bestimme ich“, sagte er mal. Ihm ging es um die Vermögen dieser Menschen, und um den blutdurst, den er bei seinen eigenen Leuten immer schön anheizen wollte.

    und daher hat er nicht ne religiös begründete praktik abschaffen wollen, sondern die menschen selbst.

    Ich sehe da einen fundamentalen Unterschied.
    Und, nun ja, für mich ist der Ramadan nix. Ich red keinem menschen rein, wie er zu essen haben etc pp.
    Aber wer einen Monat im Jahr aus religiösen Gründen nicht arbeitsfähig ist, der muß halt mit den Konsequenzen leben.

    ursache-> folge.

    und, nun ja, die „Abschaffung“ einer Religion (oder aller…) ist ne innenpolitische Sache der jeweiligen Gläubigen. Ich kann denen zwar sagen, was ich davon halte, aber ihre Entscheidungen sind ihre eigene Sache.
    Nicht meine.
    Darüber dürfen die Religiösen gern mal nachdenken.

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  16. Lieber Leser der FAZ,

    haben Sie eigentlich auch die FAZ über die Kommentare informiert? Eine Stellungnahme wäre sehr interessant, bzw. wenn nicht, kann man nicht zwingend
    ausschließen, dass die Freischaltung vielleicht doch ein Versehen war.

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  17. Wo ist jetzt das Problem? Ich verstehe es nicht? Muss ich jetzt den Gebrauch meiner deutschen Muttersprache einstellen, weil viele Worte davon in »Mein Kampf« vorkommen und sich Berufsbetroffene darüber erregen könnten?

    *kopfschüttel*

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