Piusbrüder im Aufwind


Quelle. nh24
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Bei Prozession Liberalismus und Feminismus gegeißelt – Algermissen sieht keine „Provokation“.

Mit 600 Teilnehmern hat die traditionalistische
Piusbruderschaft gerechnet, zur Prozession zu Beginn der Nationalwallfahrt in Fulda sind heute nach Polizeiangaben mindestens 700 Menschen gekommen. Die Schlagzeilen um vom Vatikan nicht anerkannte Priester- und Kirchenweihen haben der umstrittenen Gemeinschaft offenbar nicht geschadet. «Wir sind in diesem Jahr ziemlich bekannt geworden», sagt Pater Johannes Reinartz aus Schwammberg/Sulgen im Schwarzwald. Der Vorbeter der über vierstündigen Prozession durch Fulda sieht in seiner rund 90 Gläubige umfassenden Gemeinde in jüngster Zeit öfter neue Gesichter. «Es gibt immer wieder Leute, die sagen, wir haben von euch bis jetzt noch nichts gehört», fügt Reinartz hinzu.

Nach Angaben von Pater Andreas Mählmann vom deutschen Distrikt der Piusbruderschaft in Stuttgart ist das kein Einzelfall: «Ich würde sagen, wir haben eine leichte Zunahme bundesweit.» Genau beziffern könne er dies aber nicht. Es gebe sehr viele Katholiken, die unzufrieden seien mit der Art und Weise, wie heutzutage die Lithurgie gefeiert werde. «Diese ist zu viel auf den Menschen gerichtet und zu wenig auf Gott», sagt Mählmann. Die Verbindung zu Gott sei in der Messe viel wichtiger, als sich selbst zu feiern. Damit begründet die Piusbruderschaft auch, dass sich ihre Priester bei der Messe nur mit dem Rücken zu den Gläubigen wenden.

Zum Hochamt am Abend, der Gebetsnacht und der Messe am Sonntag werden in Fulda mehr als 1000 Menschen aus ganz Deutschland erwartet. Unter den Anhängern der Bruderschaft ist Herbert Hug aus dem Schwarzwald. Er begründet seine Hinwendung zu der konservativ-traditionalistischen Priestervereinigung mit der traditionellen Art der Messfeier. Diese habe er in seiner Jugend erlebt und nach dem zweiten vatikanischen Konzil nach langer Zeit in der Piusbruderschaft wieder gefunden. «Das war dann wie der Himmel auf Erden», sagt Hug. Die lateinische Liturgie bereite ihm keine Schwierigkeiten, auch spreche ihn die Ausrichtung der Traditionalisten an. Die katholische Kirche lasse sich zu sehr auf den Zeitgeist ein, sagt Hug. Er fügt hinzu: «Was man immer mehr merkt, ist, dass in der Amtskirche die Gebote Gottes nicht mehr gefordert werden.»

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3 Comments

  1. Hm, mal überlegen… hat mir meine Freundin E, eine afrikanische Katholikin (ihr Glaube wäre dem Pabst des Teufels, aber er kennt sie zu seinem glück nicht) aus ihrer Bibel vorgelesen.
    Da ich hier im ausland lebe, bin ich nicht ganz sicher, ob ihc es richtig übersetzt habe, aber ich entsinne mich dunkel, in meiner eigenen (luth.) Bibel stand es wohl auch so oder ähnlich.

    st letztlich wohl nur ein bildhaftes Wort für das, was man da sehen kann… aber merke – Wahrnehmung ist unvolllkommen.

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  2. „Die Planteten sind nicht mehr am Himmelskristall angeheftet, und die Menschen kümmern sich zu sehr um ihren eigenen Kram.“
    Das war Deine Info am 07.09.2009 zum Thema „Piusbrüder im Aufwind“.
    Hab da eine Frage, die mich interessiert. Wie kommst Du auf den Begriff Himmelskristall? Was Du schriebst klingt für mich logisch, nur wissen wenige, was der Himmelskristall bedeutet. Schreib mal bitte, wüde mich sehr freuen …

    Danke
    Raik

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  3. Wundert sich noch wer?

    Natürlich sind die Menschen nicht mehr brav. Und die Sonne dreht sich nicht mehr um die Erde (hat sie s je?).
    Die Planteten sind nicht mehr am Himmelskristall angeheftet, und die Menschen kümmern sich zu sehr um ihren eigenen Kram.

    Hm, tun sie das? Noch nicht gut genug, möcht ich meinen. Fehlt noch bissl an der Übung. Haben ja auch erst grad damit angefangen.

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