Klerus und Kindesmissbrauch – „Es ist ein doppeltes Tabu“


© 2009 shutterstock
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Alessandro Vantini besuchte als Kind eine Taubstummen-Schule der katholischen Kirche in Verona. Dort wurde er nach eigener Darstellung über Jahre hinweg von Geistlichen sexuell misshandelt.
Seinem Klassenkameraden Gianni Bisoli erging es nicht anders, er soll sogar vom damaligen Bischof von Verona missbraucht worden sein. Beide Opfer haben jahrzehntelang ihre schrecklichen Erfahrungen verheimlicht. Erst heute – im Alter von 59 beziehungsweise 60 Jahren – sind sie zu einem öffentlichen Statement bereit.

„Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr an Depressionen gelitten“, so Vantini, der die Taubstummen-Schule 13 Jahre lang besuchte. „Meine Frau hat mich darin bestärkt, die Sache publik zu machen, und mir wurde damit ein riesiges Gewicht von den Schultern genommen.“

„Die Priester hätten mich verprügelt“

Auf die Frage, warum er das nicht früher getan hat, lässt Vantini über seinen Gebärdensprachen-Dolmetscher mitteilen: „Wie hätte ich meinem Vater erzählen können, dass ich Sex mit einem Priester habe. Die Priester hätten mich verprügelt.“

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