Kopftuchsteuer


Diese Dame aus der Provinz Drenthe müsste wohl Wilders  Kopftuchsteuer zahlen. (© Theo - Wikimedia CC)
Diese Dame aus der Provinz Drenthe müsste wohl Wilders ' Kopftuchsteuer zahlen. (© Theo - Wikimedia CC)

Geert Wilders – der große Blonde fordert Kopftuchsteuern

Wiener Zeitung

Der rechtspopulistische niederländische Politiker Geert Wilders hat im Parlament eine „Kopftuchsteuer“ von 1.000 Euro pro Jahr gefordert.

Wilders, dessen Partei PVV auch immer wieder ein Einwanderungsverbot für Muslime verlangt, machte seinen neuen Vorschlag am Mittwoch während der Budgetdebatte.

„Jede Frau, die ein Kopftuch tragen will, soll zunächst eine Lizenz beantragen müssen“, sagte Wilders. Ziel sei es, muslimische Frauen vom Tragen der Kopfbedeckung abzubringen.

Nicht bedacht haben dürfte Wilders, dass die Besteuerung wohl auch viele christliche Bewohnerinnen im sogenannten Bijbelgordel (Bibelgürtel) treffen würde. Hut oder Kopftuch sind für die Mitglieder der traditionellen niederländischen Kirchen zumindest am Sonntag Pflicht.

9 Comments

  1. Huch ?! Den Artikel habe ich ja ganz vergessen …
    Macht nichts ! Denn die Kopftuchsteuer wurde längst durch eine Ethiksteuer ersetzt, die moralisch noch eine Ecke „schöner“ dasteht.
    Wärend die Kopftuchsteuer ganz simpel mit einem Kopftuchführerschein eingespart werden kann, in der eine Berechtigung zum Tragen eines gewebten Stoffes auf den Haaren eingefordert wird, haben Christen schon längst die nächste Dimension für sich entdeckt. Dort soll man entweder Kirchensteuer zahlen, und wer nicht im selben Verein mitspielen möchte, der zahlt eben eine Ethiksteuer. Geld hin oder Geld her… hauptsache das Geld fließt.

    YeRainbows Idee mit der Schuh-Steuer greifft bekanntlich nur im Irak. Dort werden Politiker gerne mit müffelnde Tretern beworfen. Das Wiedereinsammeln und reinigen des Wurfplatzes geschieht auf Staatskosten. Hier würde eine Schuh-Steuer vielleicht funktionieren. Dann darf jeder Einwohner Schuhe ganz nach belieben durch die Gegend schleudern.

    Aber Kopftücher ? Darf eine Kopftuchsteuerzahlerin dann ganz nach belieben Kopftücher an Hauswände tackern ? Oder was soll mit dieser Steuer finanziert werden ?!
    Ach ja … das Egobedürfnis eines Herrn Wilders 🙂 .

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  2. warum nicht gleich (ich bin wie ich bin) steuern jeder der nicht so ist wie es gern Geerti Wilders haben will muss eine dicke fette strafe zahlen

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  3. >>Nicht bedacht haben dürfte Wilders, dass die Besteuerung wohl auch viele christliche Bewohnerinnen im sogenannten Bijbelgordel (Bibelgürtel) treffen würde. Hut oder Kopftuch sind für die Mitglieder der traditionellen niederländischen Kirchen zumindest am Sonntag Pflicht<<
    Nein, nein, das hatten wir doch schon in Deutschland wegen dem Kopftuchverbot für Lehrerinnen.
    Man fragt speziell nach dem islamischen Kopftuch und selbst wenn ein Gericht Gleichberechtigung aller Religionen anmahnt, zählt nur das Urteil für/gegen Muslime. Solange kein Gegenkläger kommt und das Verbot auch für Christen fordert- und das wird kein anständiger Mensch tun- sind mal wieder nur die Muuslime betroffen.

    Ich weiß ja nicht, wie es mit den Finanzen in den Niederlanden steht, aber der deutsche Staatshaushalt ist nicht gut dran. Big Brother and Friend USA ist auch extrem verschuldet. Wie wäre es-aus freundschaftlichen Gründen- eine Besteuerung auf alle nicht-amerikanischen Produkte einzuführen? Da klingelts im Geldsäckchen – oder auch nicht 😉

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  4. „Jede Frau, die ein Kopftuch tragen will, soll zunächst eine Lizenz beantragen müssen“, sagte Wilders. (..)

    Am besten mit einem Führerschein Trageschein vorweisbar, wenn die Polizeikontrolle das dicht gewebte Haarnetz in’s Verdachtsauge rückt.

    Nicht bedacht haben dürfte Wilders, dass die Besteuerung wohl auch viele christliche Bewohnerinnen im sogenannten Bijbelgordel (Bibelgürtel) treffen würde. Hut oder Kopftuch sind für die Mitglieder der traditionellen niederländischen Kirchen zumindest am Sonntag Pflicht.

    Ihm geht’s ja nicht um die „Kopfbedeckung“ aus Stoff, sondern um die muslimische Symbolik. Simpler Islam-Hass auf unterstem Niveau, vergleichbar mit dem „Judenstern“ wenige Kilometer von Geerts Gebiet entfernt. Wir kennen dies seit über einen halben Jahrhundert. Geert ist noch jung, er lernt noch 😛 .

    Mit solchen Parolem schiebt sich Geert immer tiefer in den Sumpf. Und eines Tages wird er dort komplett von der Bildfläche verschwinden. Solange die Muslime „brav“ sind, also nichts kriminelles anstellen und sich an die dortigen Gesetze halten, dürfte sich die „Ich-mag-kein-Stoff-auf-Haare“ Problematik rein theoretisch in Luft auflösen. Doch wenn er weiterhin seinen salzigen Finger auf die Wunde drückt, werden Menschen aufschreien. Und ausserdem … die Anzahl der Kriminalitäten lassen sich durch die lizenzierten Kopftücher aller anschein nach kaum mindern, denn einen Zusammenhang zwischen verknoteten Fetzen aus Stoff, welche auf den Haaren liegt und einem Islam-Prediger bzw. predigende Frau, welche irgendwelche Hasstiraden gegen die westliche Welt runterschmettert, konnte man selbst mit dem Elektronenmikroskop nicht finden. Und erst recht waren die Formeln, die eine Gravitation des Kopftuches auf solche Hasslehren nachweisen konnten, allesammt so zwischen Seelenäther und weichklingendes Granderwasser zu finden 😉 .

    Glückwunsch an Geert… seine 15 Minuten Ruhm sind ihm sicher… auch wenn die Lächerlichkeit hier haushoch gewonnen hat 😀 .

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  5. Wie wär’s mit einer Steuer für das Tragen von Kleidung allgemein? Etwas Freizügigkeit kann ja nicht schaden… 😉

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