Adam als grunzender Blödian


Den Apfel essen oder nicht? Adam trifft Lutz, die teuflische Schlange. Foto: Ludwig Galerie
Den Apfel essen oder nicht? Adam trifft Lutz, die teuflische Schlange. Foto: Ludwig Galerie

Von Bettina Jäger Halterner Zeitung.de

Comiczeichner Ralf König zeigt den „Eros der Nasen“

Ralf König? Das ist doch der mit den Knollennasen. Der den „Bewegten Mann“ gezeichnet hat. Das stimmt. Aber König ist auch der Künstler, der sich in den letzten Jahren mutig mit Christentum, Islam und den „Mohammed-Karikaturen“ auseinander gesetzt hat.

„Eros der Nasen“ heißt seine Ausstellung in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen – die überhaupt erste Schau, die ein Museum dem heute 49-Jährigen widmet. Überfällig nannte Direktorin Christine Vogt gestern eine Werkschau des „wichtigsten deutschen Comiczeichners“. Währenddessen staunte Ralf König  über das Schloss Oberhausen: „Das ist ja so seriös und mondän hier.“

Poppig bunte Gemälde

Um so lustiger wirkt, was den Betrachter erwartet. Poppig bunte Gemälde zum Beispiel und eine köstlich komische Installation zum Thema Paradies. Aber eben auch die Comicserie „Prototyp“, die die Schöpfungsgeschichte neu erzählt. Da kommt Adam als grunzender Blödian zur Welt, der keine Lust auf Eva hat: „Und wenn ich meine Rippe lieber behalten hätte?“ Erst der Apfel macht ihn schlau. Und während Gott bekennt: „Erkenntnis ist mir da aus Versehen reingeraten“, fragt sich Adam schon „Warum fiel der Apfel? Wegen der Gravitation.“ Dass sich dieser Adam im Laufe des Comics zum Atheisten wandelt, trug Ralf König böse Kritik ein. Die FAZ wurde anlässlich eines Vorabdrucks mit Leserbriefen bombardiert („Blasphemie“).

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3 Comments

  1. Ich bin inzwischen zur Erkenntnis gelangt, Adam hat Tirolerdeutsch gesprochen.

    Der Tiroler Ötzi lebte nach diversen Datierungen mit 46 Lebensjahren um 3300 v.C. als Zeitgenosse von Adam, Kain und Abel. Er war Hirte, in Leder und Pelz von Kühen und Schafen gekleidet, ausgerüstet mit Kupferaxt, Kupfermesser, Pfeilen mit Steinspitzen, einem Bogen, Feuer mit Feuerstein und Holzkohle in Ahornblättern. Die Kleidung enthielt Samen erster Kulturpflanzen. Die mtDNA Gensequenzen einer Darmprobe weisen ihn als Haplotyp der K-Linie aus und nicht etwa als kleinasiatischen Menschen.

    Folglich war der Ötzi der überlebende Sohn von Adam, sein Bruder hat ihn von hinten mit einem Pfeil ermordet. Als Tiroler haben ganz sicher Tirolerdeutsch gesprochen.

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  2. Welche Sprache hat Adam denn gesprochen, Hebräisch war es ganz sicher nicht. Auch hat er etwa 10 Millionen Tierarten einen Namen gegeben, alles ohne Schrift und ohne Namen für diese Tiere in irgend einer der vielen alten Sprachen.

    Althebräisch haben die Hapiru (Hebräer), bekannt und in über 50 historischen Dokumenten beklagt als Strauchdiebe und wilde Räuberbanden, um 1000 v.C. von den Phöniziern kopiert. Zur eigenen Sprachentwicklung reichte es im Kopf offenbar nicht.

    Wäre schon interessant Adams Spreche von berufener christlicher Seite zu erfahren und nicht nur das Geschei von Protest und Diskriminierung

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