Keine atheistische Werbung in Luzern


Plakat der Atheisten in der Schweiz Quelle: geniess-das-leben.ch
Plakat der Atheisten in der Schweiz Quelle: geniess-das-leben.ch

„pro“-Medienmagazin

In der Schweiz wollen Atheisten nun mit einer Plakat-Kampagne Zweifel an der Existenz Gottes streuen. Es ist nicht die erste Aktion dieser Art: bereits in Großbritannien, den USA und Deutschland hatten Atheisten mit Schriftzügen auf Bussen gegen Gott geworben.

Weil sich die öffentlichen Verkehrsbetriebe in der Schweiz allerdings geweigert hatten, ihre Busse mit der religionskritischen Botschaft zu beschriften, weicht der Initiator, die Freidenker-Vereinigung (FVS), auf Plakatwände aus. Ähnlich wie in Deutschland lautet die Botschaft: „Da ist wahrscheinlich kein Gott – also sorg dich nicht, geniess das Leben“. Ziel ist es, 250 Plakate vom 26. Oktober bis zum 6. November möglichst flächendecken in der Schweiz zu verbreiten, wie die Atheisten auf ihrer Aktions-Homepage „geniess-das-leben.ch“ berichten.

Luzern: Plakate unerwünscht

Einzig die Stadt Luzern weigert sich bisher, die Aktion zu genehmigen. Rico de Bona, Christdemokrat und Leiter für Stadtraum und Veranstaltungen, hat die Plakatierung untersagt: „Plakate einer Organisation, die zum Kirchenaustritt animiert, werden hier nicht geduldet“. Vertreter der Sozialdemokratischen Partei im Stadtrat sehen darin einen Verstoß gegen die Gleichbehandlung von Weltanschauungen, da pro-religiöse Werbung schließlich seit Jahren zu sehen sei. Wie die Tageszeitung „20 Minuten“ berichtet, gehören dazu zum Beispiel Plakate der „Agentur C“, auf denen Bibelzitate zu lesen sind. Ein Verbot der Atheisten-Plakate könnte einen Präzedenzfall schaffen, um sämtliche Werbung für Religionen zu verbieten.

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3 Comments

  1. Toleranz wird von denen gefordert, welche alles andere als tolerant sind. Es ist höchste Zeit, dass die atheistische Mehrheit sich in die Diskussion einmischt!
    Die Haltung von Herr Rico de Bona überrascht nicht. Luzern hat es bis Heute nicht geschafft sich laizistisch zu organisieren.

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  2. Dieses Plakat wird die ohnehin schon vorgefasste Meinung, Atheisten seien skrupelose Hedonisten noch unterstützen.

    „Es gibt (höchstwahrscheinlich) keinen Gott. Werte sind Menschlich.“
    oder eine abgewandelte Form:
    „Es gibt (höchstwarhscheinlich) keinen Gott. Wir brauchen menschliche Ethik, keine religiösen Moral.“

    ist um ein VIELFACHES besser.

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