Schwierige Zivilcourage


Die brutale, tödliche Prügelattacke am Münchner S-Bahnhof Solln fördert bei der Aufarbeitung manches zu Tage. Gänzlich unbekannt war mir der stichhaltig klingende Zusammenhang mit gar nicht weit zurückliegenden Gerichtsurteilen in der bayrischen Landeshauptstadt. Auf diesen Konnex machte dankenswerterweise Peter Mühlbauer in der Telepolis von Dienstag (22. September) aufmerksam: Münchner Urteile gegen Zivilcourage. Auf einige notwendige Gedanken jenseits des Kosten-Nutzen-Kalküls kommt Jörg Lau im Essay „Pathos des Eigensinns – Zivilcourage und Heldentum“ aus der aktuellen Merkur-Doppelnummer September/Oktober 2009.  

Update: Über die unbedingt sinnvolle Abgrenzung zwischen dem ins Rechtsextreme oder Archaische offenen Pathos-Gerede von Helden und der Zivilcourage im Alltag sinniert Christian Semlers taz-Miniessay „Über das neue Bild vom Heroischen – Mut zur Courage“ vom 18. Sept., den ich erst kürzlich gefunden habe. Es geht durchaus handfest um Assoziationsräume und reflektierten Sprachgebrauch respektive Wortwahl.

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