Impfchaos mit Haftungsfreistellung


Der nächste Woche anstehende Beginn der H1N1-Impfaktion könnte zum größten Flop in der Geschichte der des bundesdeutschen Gesundheitswesens werden. Denn die bekannt gewordenen Doppelstandards zwischen Politkaste und Bevölkerung bringen die Wacheren dagegen auf.

Die bei diesem „größten Feldversuch der modernen Medizingeschichte“ (Jens Berger) zu erwartenden starken gesundheitlichen Nebenwirkungen bei fehlender gefühlter Notwendigkeit werden viele Menschen zurecht dem Impfen fernbleiben lassen.

Wenn man sich die bekanntgewordenen Details der Verträge zwischen der Bundesregierung und den beteiligten Pharma-Konzernen anschaut, dann kann einem das Essen hochkommen. Ein Milliarden-Geschäft bei dem in puncto Nebenwirkungen Haftungsausschluss (!) für die Hersteller eingeräumt wurde, das  empört zutiefst. Ganz schlimm ist dabei, dass eine Vielzahl der Presse-Medien diese Besonderheit nicht kritisch herausstellen.

Nachdem mittlerweile viele Hausärzte sich skeptisch zu einer eigenen Teilnahme an diesem Aktionismus äußerten, sprang ausgerechnet Angela Merkel in die Glaubwürdigkeits-Lücke. Mit der Ankündigung, dass sie sich privat das Serum fürs gemeine Volk spritzen lassen würde, zeigte sie wiedermal Instinkt.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Montgomery machte Schlagzeilen, indem er der Bundesregierung dringend empfahl, die nebenwirkungsärmere Serumvariante, die derzeit für Regierungsbeamte und Bundeswehr reserviert ist, doch lieber für Schwangere und Kinder freizugegeben.

Doch in der vor allem medizinischen Komplexität des Themas, nämlich der Unabsehbarkeit der eintretenden Erkrankungsfolgen der Impfung, lauert noch mancher Trugschluss.  Einen empfehlenswert umfassenden, gut recherchierten Bericht findet sich heute beim Spiegelfechter-Blog von Jens Berger.

Auf drei frappierende Argumente in seinem Text möchte ich besonders hinweisen. Er hält das angeblich nebenwirkungsärmere Medikament des Pharmakonzerns Baxter für durchaus nicht so vorteilhaft: die „vermeintliche Überlegenheit von Celvapan ist daher ein Trugschluss“.

Die vermeintlich neutralen staatlichen Stellen sind seiner Erkenntnis nach von der Pharmaindustrie unterwandert. Das gilt für die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Institutes ebenso wie für die europäische Zulassungsbehörde EMEA.

Volkswirtschaftlich rechnet sich laut Berger dieser Rückgriff auf privatwirtschaftliche Konzerne im Gesundheitswesen überhaupt nicht: „Ein konventionell hergestellter Impfstoff, der zwar fast die dreieinhalbfache Menge an Antigenen beinhalten würde, aber keine Adjuvantien, wäre somit für Staat und Krankenkassen deutlich günstiger und würde beim Patienten deutlich weniger Nebenwirkungen hervorrufen.“ Das macht nachdenklich.