Schöpfung und Biologie im Einklang


Dr. Hansjörg Hemminger referierte im Gemeindehaus in Münsingen. Foto: Ralf Ott
Dr. Hansjörg Hemminger referierte im Gemeindehaus in Münsingen. Foto: Ralf Ott

Von Ralf Ottsüdwest-aktiv

Können Christen die Evolution akzeptieren? Nach der Vorstellung der „Kreationisten“ liegt die Wahrheit allein in der Schöpfungsgeschichte. Das Thema beleuchtete unlängst Dr. Hansjörg Hemminger.

Es ist ein Thema, das viele Menschen auch in den Kirchengemeinden auf der Alb bewegt, betonte Dr. Hansjörg Hemminger bei seinem Vortrag im evangelischen Gemeindehaus eingangs. „Dennoch handelt es sich um eine Minderheit in der Landeskirche“, sagte der Referent von der Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen.

Vertreter des klassischen Kreationismus nehmen allein das Erste Buch Mose, also die Schöpfungsgeschichte, zum Maßstab. Demnach ist die Erde zwischen 6000 und 10 000 Jahre alt und wurde durch Gott in sechs Tagen erschaffen. „Alle Arten der Lebewesen wurde damals so geschaffen, wie wir sie heute noch kennen“, verdeutlichte Hemminger. Für Veränderungen und Weiterentwicklungen gibt es keinen Raum, mithin werden die Aussagen der Evolutionstheorie abgelehnt. Dahinter steckt die Idee der Kreationisten, nur so die Autorität der Bibel sichern zu können, erläuterte Hemminger weiter.

Dagegen habe die evangelische Landeskirche kein Problem mit den Naturwissenschaften. Aus den heute geltenden Erkenntnissen lasse sich weder ein Beweis für noch gegen den christlichen Glauben ableiten. Das Erste Buch Mose sei demnach als Ausdruck der antiken Sprachwelt zu verstehen und Ausdruck des damaligen naturwissenschaftlichen Verständnisses.

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