John Ralston Saul – kaum bekannter Humanist

Der Kanadier John Ralston Saul war auch mir unbekannt, bis er am 21. Oktober als neuer Chef des Internationalen P.E.N. Clubs durch die Kulturnachrichten ausgerufen wurde. Ich habe dann nachgeforscht, wofür er steht.

Und sieheda, dies ist ein hochkarätiger humanistischer Essayist und Romancier, der dem deutschsprachigen Publikum von den Verlegern zuletzt unterschlagen wurde. Der Markt versagt. Oder will das Publikum wirklich keine Qualität? Weiterlesen „John Ralston Saul – kaum bekannter Humanist“

The great pink bullshit

Millionen leiden an Neurodermitis: Ausschnitt aus der Reportage «Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern». Bild: ARD
Millionen leiden an Neurodermitis: Ausschnitt aus der Reportage «Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern». Bild: ARD

Die „pöhse Pharma-Industrie“ ist  getroffen. Patsch hat es gemacht und da war eine 12 auf der 10ner-Scheibe. Meint man. Man nimmt das echte Leid von Millionen betroffener Menschen, einen öffentlich-rechtlichen Sender, hier die ARD/WDR, noch ein paar Printmedien wie die Süddeutsche und generiert eine Vermarktungskampagne die ihresgleichen sucht.

Der Gegner steht fest. Ich will hier keine Lanze für die Pharma-Industrie brechen, da gibt es genug Ungereimheiten. Aber was  seit Montag in den Medien ist verlangt Aufklärung.
Als die ARD am Montagabend den Dokumentarfilm «Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern» ausstrahlte, konnte niemand wissen, welche Wirkung der Film entfalten würde.

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Esoterisches Sterben ist am schönsten

Nach dem Besuch dieser Schwitzhütte in Arizona starben drei Menschen      * AP
Nach dem Besuch dieser Schwitzhütte in Arizona starben drei Menschen * AP

Von Nina Rehfeld, Sedona – Financial Times Deutschland

In dem kleinen Ort Sedona ist das Geschäft mit dem Seelenheil ein Millionenbusiness. Unter den Schamanen und Heilern tummeln sich aber auch Scharlatane. Jetzt kamen bei einem Ritual drei Menschen ums Leben.

Mariah Carey war schon zur Selbstfindung in Sedona. Genauso wie Mel Gibson und Scarlett Johansson. Auch Politiker aus Washington und Unternehmer aus New York kommen regelmäßig in den Ort in Arizona auf der Suche nach Erleuchtung. „Es sind Leute, die in ihrem Leben finanziell alles erreicht haben und sich darüber definieren. Viele von ihnen, die mit Beginn der Wirtschaftskrise in ein Loch fielen, suchen jetzt nach einem Sinn im Leben“, sagt Juniper Campbell.