Italienische Abkehr vom Christentum


Diesen Sonntag (25. Oktober) begehen viele Italiener einen Nationalen Tag des Laizismus und der Nichtreligösen Bürger im Land, „wo die Zitronen blühn“. Schon letztes Jahr gab es diesen Aktionstag und viele Hunderte schickten ihre Einschreiben ab. Ist es nicht schön, hierzulande mal nicht nur von „Berlusconi“ oder Mafia zu hören, wenn es um Italien geht?

Banner des nichtreligiösen Selbstbewusstseins Italiens
Banner des nichtreligiösen Selbstbewusstseins Italiens

Den Nichtreligösen, Agnostikern oder Atheisten Italiens geht es noch ärger als ihren deutschen Pendants. Im Gastgeber-Land des „Heiligen Stuhls“, regiert von einem Demokratieverächter, werden Minderheiten rigoros missachtet und ausgeblendet.

Weil man laut Vorgaben des Vatikans angeblich seine Zugehörigkeit zum Katholizismus gar nicht freiwillig aufgeben kann, werden auch von staatlicher Seite sämtliche ehemaligen Kirchenmitglieder weiterhin statistisch als „römisch-katholisch“ mitgezählt. Einmal getauft – auf „ewig“ vereinnahmt.

Wie der laufende Rechtstreit des Freiburger Kirchenrechtlers Hartmut Zapp ausgeht, der sich bei seinem amtlichen Austritt aus der römisch-katholischen Kirchensteuerpflicht auf eben diese Klausel beruft, darauf sind viele in Deutschland weiterhin sehr gespannt.

Die italienische Bürgerrechtsbewegung „Unione degli Atei e degli Agnostici Razionalisti“ (UAAR) machte in den letzten Tagen in vielen Städten Infostände und Aktionen, um auf die traditionell fehlende Anerkennung der „Freidenker“ und ihrer Gleichberechtigung aufmerksam zu machen.

Mit einer eigenen Sbattezzo-Website machte dieser Verein, der den deutschen Säkularen im IBKA, gbs oder bfg entspricht, für seinen Aktionstag Rückenwind. Im Humanistischen Pressedienst (hpd.de) wurde die Sache im gesamten deutschen Sprachraum bekannt gemacht.