Merkels Kabinett-Artistik


Wie die Kohl-Elevin Merkel es geschafft hat, ihren voraussichtlich schärfsten Konkurrenten um die nächste Kanzler-Kandidatur auszutricksen, macht durchaus grinsen. Karl Theodor zu Guttenberg ausgerechnet auf den undankbarsten Posten im BundesKarussell verfrachtet zu haben, als künftiger BundesMilitärMinister, das ist schon ein Ding!

Majestät Merkel (CC-by.2.0. von wahlkampf09)
Majestät Merkel (CC-by.2.0. von wahlkampf09)

Über ihre Reaktion auf eine Rückfrage in der Bundespressekonferenz zur schier unglaublichen Weiterbeschäftigung des bisherigen RüstungsMinisters Franz Josef Jung gibt es auch hübsche Berichte. Dass dieser restlos überfordert wirkende Pechvogel weiterhin auf satte Minister-Pensionen sparen darf, hat er einzig dem langen Arm des unbeliebten Hessen Roland Koch zu danken.  Als dessen Horchposten ist er im Kabinett installiert.

Tja, und dann das Überraschungs-Ei Wolfgang Schäuble als Finanz-Zerberus. Einem niederländischen Reporter, Rob Savelberg,  blieb zu tun, wofür es in Old Germoney keine deutschen Kollegen  zu geben scheint. Er hat vorgemacht, wie man in der Bundespressekonferenz kritische Fragen stellt: „Frau Merkel, Wie kann man nur so jemanden zum Finanzminister machen?

Das entsprechende YouTube-Video dürfte mindestens in den nächsten Tagen zu den meistgesehenen gehören.

Update 26. Okt. : Der Berlin-Korrespondent der niederländischen Tageszeitung „De Telegraaf“, Rob Savelberg, hat seinen Artikel von der Pressekonferenz längst dort veröffentlicht. Auf dem Blog TooMuchInformation ist er in Übersetzung aus dem Niederländischen unter „Merkel ‘not amused’ über kritische Frage“  zu lesen.