Die Verdunstung katholischer Werte

Die hasserfüllten Augen des Herrn Mixa, Quelle:HFR.

Von Matthias Drobinskisueddeutsche.de

Verheiratete Männer ins Priesteramt: Mit dieser Idee legt ZdK-Präsident Alois Glück einmal mehr den Finger in eine tiefe Wunde. Bischof Mixa reagiert diesmal jedoch besonders empört.

Es war ein Satz nur in einem Interview, der Alois Glück ersten Ärger in seiner Funktion als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) einbrachte. Er könne sich vorstellen, sagte er, dass sogenannte Viri Probati, also bewährte, verheiratete Männer, zum Priester geweiht werden.

Die Idee ist tausendmal vorgebracht und ebenso oft von den Kirchengewaltigen verworfen worden; diesmal aber reagierte der Augsburger Bischof Walter Mixa besonders gereizt. „Angesichts eines zunehmend aggressiven Atheismus und der Verdunstung menschlicher Werte in unserer Gesellschaft“ solle Glück andere Sorgen haben, „als eine Debatte über den Zölibat vom Zaun zu brechen,“ schimpfte er.

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Wahl Dodo des Monats November 2009

Dodo des Monats November 2009

Folgende Kandidaten stellen sich zur Wahl für den Dodo des Monats November 2009:

  1. Erzdiözese Dublin, „Wohlwollender Missbrauch“.
  2. Margot Käßmann, „Achtung für religiöse Gefühle“.
  3. 3sat – transkommuniziert mit dem Jenseits.
  4. Walter Mixa, „Katholischer Rechtsbruch“.
  5. Roland Schwab, „Kein Glaube an die Evolution“.
  6. Rainer Hagencord, „Theologische Zoologie“.
  7. Joachim Meisner, „Hassprediger Meisner und die Wissenschaft“.

Die Wahl zum Dodo des Monats November 2009 läuft bis zum 04.12.2009 18:00. Danach abgegeben Stimmen können nicht mehr gezählt werden. Der Gewinner des Preises wir in einer Laudatio am 05.12.2009, hier auch dem Blog, gewürdigt.

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Warum gibt es Sexualität?

Von Martin KochND

US-Forscher nähern sich einem der großen Rätsel der Biologie

Charles Darwin war nicht nur ein genialer, sondern auch ein bescheidener Forscher. Gelang es ihm nicht, ein Problem im Rahmen seiner Evolutionstheorie zu lösen, gestand er dies freimütig ein. Ein solches Problem stellte sich ihm 1862 in Gestalt der sexuellen Fortpflanzung. Als er bei der Suche nach den letzten Ursachen für deren Vorherrschaft in der Natur nicht so recht vorankam, notierte er: »Die ganze Angelegenheit liegt bisher völlig im Dunkeln.«

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Scientology und das Lovebombing

Quelle: mephisto 97.6

Scientology-Aussteiger Wilfried Handl im Interview

mephisto 97.6

Tom Cruise und John Travolta sind wohl die bekanntesten Mitglieder von Scientology. Doch obwohl sich die Sekte gerne mit Stars schmückt, sind es gerade in Europa die Gegner und Kritiker, die das öffentliche Bild von Scientology prägen. Wie Wilfried Handl, der nach 28 Jahren aus der Sekte austrat und nun aktiv gegen sie wirbt.

Scientology – Religion oder gefährliche Sekte?

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Wohlwollender Missbrauch

Der Kindesmissbrauch wurde von oben gedeckt: Opfer bei einer Anhörung im Mai 2009. (Bild: Reuters)

Irische Kirche vertuschte Missbrauch

Pädophile Priester in Dublin von der Hierarchie geschützt

Die Führung der katholischen Erzdiözese Dublin hat während Jahrzehnten den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester vertuscht. Die irische Polizei schwieg oftmals auch.

Martin Alioth, Dublin – NZZ

Am Donnerstag hat der irische Justizminister Dermot Ahern einen 700-seitigen Bericht über den Umgang der katholischen Erzbischöfe von Dublin mit pädophilen Priestern in der Diözese veröffentlicht. Daraus geht klar hervor, dass die Kirchenführung im Zeitraum zwischen 1975 und 2004 systematisch ihre Priester vor strafrechtlichen Konsequenzen schützte und sie bei erwiesener Pädophilie sogar noch beförderte. Der Kontakt dieser Priester mit Kindern wurde nicht unterbunden.

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Design ohne Designer

Flagellenmotor, Quelle: Ach Du lieber Darwin!

Gastbeitrag von Hansjörg Hemminger auf Ach Du lieber Darwin! Dem Blog von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder

Podiumsdiskussion „Design ohne Designer?“ am 24. November 2009 im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart

Die Podiumsdiskussion im Stuttgarter Schloss Rosenstein 150 Jahre nach Erscheinen von Darwins Hauptwerk „On the Origin of Species…“ hatte einen passenden Rahmen. Dort befindet sich die Ausstellung „Der Fluss des Lebens“, in der Darwins Werk und die heutige Evolutionstheorie vorgestellt werden [1]. Unter dem an der Decke aufgehängten Modell eines Finnwals versammelten sich neun Diskutanten und mehrere hundert Zuhörerinnen und Zuhörer, für die der Saal schnell zu klein wurde. Professor Martin Blum (Universität Hohenheim) eröffnete die Diskussion mit einem Überblick über die Erfolgsgeschichte der Evolutionstheorie seit Darwin und stellte klar, dass er (anders als die Vertreter eines „intelligenten Designs“ und einige darwinistische Extremisten) diese Geschichte nicht als einen Angriff auf religiöse Überzeugungen wahrnehmen könne. Er zitierte den Christen und ehemaligen Leiter den „Human Genome Projects“ Francis Collins mit dem Wort, dass es keine seriösen biologischen Forscher mehr gebe, die Zweifel an der Evolutionstheorie hätten.

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Schulverweigerer müssen zahlen

"Kinder brauchen ein festes Wertegerüst, um die Zukunft bewältigen zu können": Ein Paar aus Hessen wird auch vorbestraft seine Kinder weiter zu Hause unterrichten. (Foto: dpa)

süddeutsche.de

„Wir halten an Glauben und Gewissen fest“: Ein Paar, das seine sieben Kinder aus religiösen Gründen zu Hause unterrichtet, ist jetzt verurteilt worden. In die Schule werden die Kinder auch künftig nicht gehen.

Er argumentierte geschliffen, schaute interessiert durch seine Goldrandbrille – und ist seit Mittwoch doch vorbestraft: Weil ein 48 Jahre alter Hesse seine sieben Kinder aus religiösen Gründen nicht zur Schule schickte, hat das Landgericht Kassel den Vater und und seine fünf Jahre jüngere Ehefrau zu einer Geldstrafe von jeweils 60 Euro verurteilt.

Der juristische Streit schwelt seit Jahren und hat mit dem Kasseler Urteil gewiss keinen Abschluss gefunden. Die christlichen Fundamentalisten aus dem Örtchen Archfeld bei Eschwege weigern sich beharrlich, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Seit sie den Ältesten schon im ersten Jahr aus der Klasse geholt haben, unterrichten sie alle Kinder zu Hause. Der Publizist hat dafür sogar den Beruf an den Nagel gehängt, die neunköpfige Familie lebt von Kindergeld und Nachhilfestunden.

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Aldi Mater

Papst CD, Quelle:Deutscher Kulturrat

(nmz/kiz) -Essen

Papst-Fans können die erste Musik-CD mit der Stimme von Benedikt XVI. schon einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung beim Discounter Aldi Nord kaufen: Bereits am Donnerstag ist die CD «Alma Mater», die neu komponierte Orchestermusik mit gregorianischen Chorälen sowie Gebeten und dem Gesang des Papstes verbindet, in jeder Filiale von Aldi Nord erhältlich.

Dafür wurde nach Angaben der von der Plattenfirma Universal beauftragten PR-Agentur eine «Special-Edition» produziert: Sie beinhaltet neben dem Musik-Album auch eine DVD mit der Entstehungsgeschichte des Musikprojekts. Von jeder verkauften CD in Deutschland geht ein Euro an die Hilfsorganisation «Ein Herz für Kinder».

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Dämonen des Krieges

In Portal, Georgia wohnen weniger 600 Menschen © Jennifer Percy

Ich glaube, du hast einen Dämon

Von Jennifer PercyDie Zeit

Der Elitesoldat Dan Johnson kam traumatisiert aus Afghanistan zurück. Aber er glaubt, er war von einem Dämonen besessen.

In Portal, im Bundesstaat Georgia, weisen Schilder an staubigen Straßen auf andere staubige Straßen hin. In der Dorfmitte steht die Portal Church of God.  Sie sieht aus wie ein farbloser Pizza Hut. Daneben streckt sich ein blauer Wasserturm fünfzig Fuß in die Höhe. „Portal“ steht darauf. Bei der letzten Volkszählung 2002 fand man hier 562 Menschen. Jeder besitzt eine Pistole.

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Wahn und Wissenschaft

Mehr als 200'000 Büffel, Ziegen, Hühner und Tauben werden geschlachtet: Massentieropfer in Nepal. Bild: Keystone

Von Ingolf BossenzND

Ein hinduistisches Fest begann am Dienstag im Süden Nepals. Wenn es morgen zu Ende geht, werden die Gläubigen etwa eine viertel Million Tiere wie Büffel, Ziegen, Schafe und auch Vögel geopfert, also abgeschlachtet haben. In dieser Woche feiern zudem die Muslime das sogenannte Opferfest, anlässlich dessen weltweit – auch mitten in Europa – Schafe, Ziegen, Rinder ohne vorherige Betäubung geschlachtet werden. So will es das religiöse Ritual. Der Wahn, lebende Wesen irgendwelchen Gottheiten zu »opfern«, betrifft heute – von bizarren Ausnahmen abgesehen – »nur noch« Tiere.

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Vatikanische Beliebigkeit

Perkovic, Foto: http://www.wikipedia.org

opinio.de

Der Heilige Vater empfängt den umstrittenen koatischen Sänger Perkovic!

Anläßlich einer Generalaudienz hat der Papst den kroatischen Sänger Perkovic samt Familie empfangen, der im Verdacht steht, mit seinen Blut- und- Ehre – Songs Gewalt zu verherrlichen und Rassenhass zu schüren. Die Begegnung verlief harmonisch ab, der Gast überbrachte dem Heiligen Vater Geschenke, nämlich CD’s mit seinen Liedern, die er stilgerecht in einer weißen Ledermappe überreichte.

Wieder nur eine Panne oder steckt mehr dahinter ?

Ein Staat, der mit Gewalt konfrontiert ist, drückt es diplomatisch aus, bezeichnet diese Begegnung als unglücklich und auch als falsches Signal, das in die Welt, die eigentlich friedlich sein sollte, hinaus gesendet wird. Brüskiert fühlt sich zunächst einmal Israel !

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Achtung für religiöse Gefühle

Margot Käßmann, Quelle: Uni Göttingen
Margot Käßmann, Quelle: Uni Göttingen

Hannover (epd)

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, fordert mehr Achtung vor religiösen Gefühlen. Diese sollten nicht aus purer Lust an Provokation verletzt werden, sagte sie am Donnerstagabend bei der Aufzeichnung der evangelischen Fernseh-Talkshow «Tacheles» in der hannoverschen Marktkirche zum Thema «Religion und Meinungsfreiheit». Gleichwohl müsse sich die Religion der Kritik einer Gesellschaft stellen.

Sie erlebe, dass in der deutschen Öffentlichkeit oft mehr Rücksicht auf andere Religionen genommen werde als auf das Christentum, sagte Käßmann. Die hannoversche Landesbischöfin forderte auch von islamischen Ländern mehr Respekt vor den Christen. Ebenso wie Muslime in Deutschland Achtung verlangen könnten, müsse das auch für andere Religionen in den muslimischen Ländern gelten. «Ich möchte dann auch ohne Kopftuch in diese Länder reisen können.»

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Die Gottesidee

Der Biologe Prof. Siegfried Scherer ist überzeugt: "Gott kann man weder naturwissenschaftlich beweisen noch widerlegen." Quelle: privat

Happy birthday, Evolutionstheorie – Interview mit einem Kritiker

„pro“-Medienmagazin

pro: Hat Darwin Gott ermordet?

Scherer: Charles Darwin hat sich als junger Mann zum christlichen Glauben bekannt. Zweifel an der Wahrheit des Christentums wurden unter anderem durch Diskussionen mit atheistischen Intellektuellen sowie durch Missstände in der anglikanischen Kirche geweckt. Als seine Lieblingstochter Annie im Alter von 10 Jahren an einer schweren Krankheit starb, war dies wohl der letzte Nagel in den Sarg seines Glaubens an einen gütigen und gerechten Gott. Soweit man das wissen kann, starb Darwin als Agnostiker.

Darwin war ein genialer Wissenschaftler

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3sat – transkommuniziert mit dem Jenseits

Quelle: 3sat

3sat

Kommunikation mit dem Jenseits

Friedrich Jürgenson gilt als der Entdecker des Stimmenphänomens. 1959 machte der Künstler, Opernsänger und Vogelstimmenforscher Aufnahmen von Vögeln. Dabei vernahm er nicht nur Vogelgeräusche, sondern auch menschliche Stimmen, die ihn mit seinem Namen riefen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1987 entwickelte Jürgenson Aufnahmegeräte, sammelte Stimmkontakte und schrieb mehrere Bücher zu den „Jenseitsstimmen“.

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Gottesgerüchte eines Theologen

Robert Spaemann

Rheinischer Merkur

„Wie ein Kino ohne Projektor“

Nietzsches Übermensch ist wieder da – in den Werken eines Peter Sloterdijk und Richard Dawkins. Robert Spaemann hält ihnen sein Menschen- und Gottesbild entgegen. Ein Gespräch mit dem Philosophen.

Rheinischer Merkur: Daimler wirbt mit dem Slogan: „Mercedes denkt und der Mensch lenkt.“ Früher hieß es: „Der Mensch denkt und Gott lenkt.“ Wie erklären Sie sich diese Rollenverschiebung?

 

Darwin und die »Affenfrage«

Seriöser Schweiger: Charles Darwin (12.2.1809–19.4.1882 / Foto vermutlich aus dem Jahr 1874)

Vor 150 Jahren erschien das epochemachende Buch »Die Entstehung der Arten« des bedeutendsten Naturforschers des 19. Jahrhunderts. Teil 1: Wer ist unser nächster (tierischer) Verwandter?

Von Volker Schurig – junge Welt

Mit dem Namen Charles Darwin sind in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen verbunden: sein 200. Geburtstag am 12.Februar 2009 und der 150. Jahrestag der Veröffentlichung seines bahnbrechenden Buches »On the origin of species by means of natural selection, or the preservation of favoured races in the struggle for life«. »Die Entstehung der Arten«, wie der Band in der deutschen Übersetzung heißt, erschien am 24. November 1859 mit einer Auflage von zunächst nur 1500 Exemplaren. Die Lebendigkeit der bald einsetzenden Diskussionen um die biologische Evolutionstheorie zeigt sich an der Auflagenfolge: 1860 erscheint die 2., 1861 die 3., 1866 die 4., 1869 die 5. und 1872 die 6. Auflage. Weiterlesen „Darwin und die »Affenfrage«“

Sarrazin und die Gebetsräume

Von Malte Lehming Der Tagesspiegel

Was Sarrazin und Buschkowsky sagen, was dänische Karikaturisten zeichnen oder in einer Oper in Berlin zur Aufführung kommen soll, all das gehört zur Diskussionskultur einer kritischen Öffentlichkeit. Doch es gilt ebenso ein weiteres Grundrecht

Solche Schlagzeilen lassen den Erregungspegel zuverlässig nach oben schnellen: „Thilo Sarrazin kritisiert misslungene Integration“ oder „muslimischer Gebetsraum in öffentlicher Schule“ oder „Heinz Buschkowsky hält Multikulti für gescheitert“ oder „Deutsche Türken wollen türkisch bleiben“. Grob vereinfachend stehen sich im darauf folgenden Streit zwei Lager gegenüber. Das Pro-Sarrazin-anti-Gebetsraum-Lager behauptet, der Islam sei eine rückständige, emanzipationsfeindliche und latent gewalttätige Religion, die den Westen unterwandern und dessen Werte verdrängen will. Das Pro-Gebetsraum-anti-Sarrazin-Lager sieht in Europa eine volksverhetzende Islamophobie auf dem Vormarsch, die an dunkle Zeiten der deutschen Geschichte erinnert und Ausländerfeindschaft schürt. Beide Lager berufen sich auf ein Menschenrecht: die Sarrazinis auf die Meinungsfreiheit, die Gebetsräumis auf die Religionsfreiheit.

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Der Mensch: das einzige, religiöse Tier

Gefangengehaltener Orang-Utan
Gefangengehaltener Orang-Utan

Evolutionstag 2009

Am 24. November jeden Jahres, dem Tag der Erstveröffentlichung von Charles Darwins The Origin of Species (dt. „Die Entstehung der Arten“), ist „Evolutionstag“. In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer: 2009 ist das Darwinjahr, in dem sich der Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie zum 200. Mal jährt, und darüberhinaus erschien The Origin of Species vor genau 150 Jahren, am 24. November 1859.

Die Tatsache der Evolution kratzt natürlich an der religiösen Lehre der Gottesebenbildlichkeit „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ 1. Mose 1,26f. LUT).

Sie nagt zugleich am allgegenwärtigen Speziesismus (der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art, analog zu Rassismus oder Sexismus).

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Gott als Ingenieur?

Am "Tag der Philosophie" am Gymnasium in Bad Laasphe wurde viel diskutiert, um Denkanstöße zu geben.

Von Laura Mock – Der Westen

„Schöpfung und/oder Evolution? – Charles Darwins Einfluss auf unser Weltbild” – mit dieser Fragestellung haben sich heute am Tag(19.11.09) der Philosophie die Bad Laaspher Gymnasiasten beschäftigt.

Der Philosophische Tag zum Thema „Darwin und seine Folgen” ermöglichte der Fachschaft Philosophie des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe, sich vorzustellen und auf philosophische Fragestellungen aufmerksam zu machen. Mit Blick auf das Charles Darwin-Jubiläumsjahr rückte die Schule den berühmten Naturforscher in den Mittelpunkt des von der UNESCO ausgerufenen „Welttags der Philosophie”. Zu Ehren von Charles Darwin wird in diesem Jahr sogar ein Doppeljubiläum gefeiert: sein 200. Geburtstag sowie der 150. Jahrestag des Erscheinens seines Werks „Über die Entstehung der Arten”.

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Literat Atiq Rahimi: afghanisches Innenleben

Aus Nachrichten-Meldungen, Studien und Reportagen bekommt man Aufschluss über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Land. Über das Innenleben der handelnden Protagonisten hingegen gibt erst die Literatur genauere Einblicke. Zumal wenn sie den im zutiefst islamisch geprägten Afghanistan aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendeten Frauen eine Stimme verleiht. Weiterlesen „Literat Atiq Rahimi: afghanisches Innenleben“