Frontal 21 – Ermittlungen eingestellt


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"Frontal 21"-Reportage: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein Quelle: ZDF/pro

Die Staatsanwaltschaft Rheinland-Pfalz hat ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Redakteure des ZDF eingestellt. Darstellungen in dem Beitrag „Sterben für Jesus“, der in der „Frontal 21“-Ausgabe Anfang August ausgestrahlt worden war, seien strafrechtlich nicht relevant.

Medienmagazin „pro“

Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hatte am 4. August eine Reportage ausgestrahlt, die seitdem immer wieder für Diskussionen sorgt: Reporter hatten zum Teil mit versteckter Kamera über evangelikale Mission berichtet. Insbesondere in der Anmoderation des Beitrages wurden christliche Missionare mit Islamisten verglichen. Beide Gruppen seien bereit, für Gott zu sterben.

Scharfe Kritik an dem Beitrag übten nicht nur zahlreiche Zuschauer, auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sprach Anfang September in einer Stellungnahme von einem besonders markanten Beispiel für eine mediale Berichterstattung, „die notwendige Unterscheidungen vermissen lässt und sich fragwürdiger journalistischer Mittel bedient“. Und auch der Fernsehrat des ZDF übte Kritik: Die Anmoderation etwa bezeichnete das Gremium als „misslungen“.

Beschwerde gegen Einstellung

Neben Programmbeschwerden gegen den Beitrag stellte Karl-Heinz Schröder, ehrenamtlicher Geschäftsführer eines kirchlichen Regionalverbandes in Hannoversch-Münden, Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die Reporter des „Frontal 21“-Beitrages. Am 28. August leitete die Staatsanwaltschaft in Mainz die Ermittlungen ein.

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