In Österreich künftig Zentralrat der Konfessionsfreien


Glückliches Österreich! Das kleine Nachbarland im Südosten bringt säkulare Fortschritte auf den Weg, die in der Schweiz und Deutschland bislang noch auf sich warten lassen. Mit der Schaffung eines Zentralrats der Konfessionsfreien (ZdKF) entsteht in der Alpenrepublik endlich ein Gegengewicht zu den Religions-Privilegien. Außerdem gibt es ab nun einen sachgerechten Ansprechpartner für Medien und Staat, der für die statistisch 1,8 Millionen nichtreligiösen, freien Österreicher sprechen wird.

Heinz Oberhummer, 2007 (CC-by-sa/3.0/de by Ohu1)
Heinz Oberhummer, 2007 (CC-by-sa/3.0/de by OHu1)

Wie der Humanistische Pressedienst am 6. Januar 2010 berichtete, hat sich der ZdKF bereits am 22. Dezember in Wien konstituiert. Als Trägervereine haben sich die AgnostikerInnen und AtheistInnen für ein säkulares Österreich (AG-Athe), die Allianz für Humanismus und Atheismus (AHA) und der Österreichische Freidenkerbund zusammengefunden. Weiteren säkularen Gruppen steht die Mitarbeit weit offen.

Der neue Dachverein hat sich zum Ersten Vorsitzenden und Sprecher den renommierten Physik-Professor der TU Wien Heinz Oberhummer (68) gewählt. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er mit seinem Buch „Kann das alles Zufall sein?“ bekannt, das einige Buch-Preise erhielt.  Im Ruhestand nun tourt er als Teil des Kabarett-Trios „Science Busters“ durch Österreich und erklärt auf humorige Weise Phänomene wie „katholische Blutwunder“ wissenschaftlich.