Putsch-Kardinal in Deutschland willkommen!


Rodríguez Maradiaga, Quelle: direkte Aktion.de

Direkte Aktion

Der Vorsitzende der hondurianischen Bischofskonferenz und Unterstützer des blutigen Militärputsches im mittelamerikanischen Landes weilt auf Einladung der katholishen Kirche in NRW. Eingeladen wurde er vom Bistum Münster, wie Radio Utopie berichtet. Unterstütz wird der Besuch von der CDU.

Demokratische Kräfte in Deutschland und Honduras haben mit Sorge auf die Einladung des honduranischen Kardinals Oscar Rodríguez Maradiaga nach Deutschland reagiert. Der Vorsitzende der honduranischen Bischofskonferenz steht in seinem Heimatland als einer der bekanntesten Fürsprecher des Putschregimes in massiver Kritik. Wie nun bekannt wurde, traf Rodríguez Maradiaga, der auch der katholischen Organisation Caritas International vorsteht, bereits am Freitag in Nordrhein-Westfalen ein.

Rodríguez Maradiaga wurde vom Bistum Münster eingeladen, informierte der CDU-Kulturdezernent der Stadt Duisburg, Karl Janssen. Nach Angaben der Internetseite des Bistums Münster trat der regimenahe Kardinal am Samstag als Festredner beim Neujahrsempfang des Diözesenkomitees der Katholiken im Bistum Münster auf. Am Montag soll Rodríguez Maradiaga von den Stadtspitzen in Duisburg und Recklinghausen empfangen werden und sich in die Goldenen Bücher beider Rathäuser eintragen.

Unterstützt wurde die Reise von einer “Deutsch Honduranischen Gesellschaft”. Der Verein wurde laut Selbstdarstellung im Jahr 2000 gegründet und hat unter anderem die “Ansiedlung deutscher Unternehmen in Honduras” zum Ziel. Dem Vorstand gehören der CDU-Politiker Janssen uns seine Ehefrau an.

Deutliche Kritik übte an der Einladung die honduranische Abgeordnete Silvia Ayala. “Kardinal Rodríguez ist leider nicht der beste Vertreter der christlichen Doktrin”, sagte die Vertreterin der honduranischen Partei Demokratische Vereinigung (UD), die den Putsch gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung von Honduras am 28. Juni 2009 verurteilt.

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