Avatar – it’s a fuckin‘ lie!


Quelle: en.wikipedia.org

Von Schrottgewitter

Was soll man sagen? Wow, fett, geile Action… und? Der erste Gedanke, der mir nach diesem cineastischen 3D-Genuss durch die Birne schoss: „Avatar“ propagiert falsches Bewusstsein erster Güte. Ein Streifen für zivilisationsmüde Lohas-Jünger, die ihre Birkenstocks längst durch trendbewusste „Ganter“ Running-Schuhe ersetzt haben und sich – wie es der Titel des Films schon verrät, wie Game-Kiddies in ihre Online-Welt – in die Parallelwelt ihrer Yoga-Gruppen, Bio-Märkte und Öko-Reihenhäuser flüchten.

Der zweite Gedanke: „Avatar“ ist ein kläglicher Moralisierungsversuch des Pöbels und der Tatsachenmenschen, die jenen bei ihrem Versuch, sich die Welt zu eigen zu machen, stets noch als Zugpferd vor ihren Karren zu spannen verstanden. Im Subtext ist Camerons neuestes Werk aber nichts anderes als eine bildgewaltige Großoffensive der Lohas-Srategen, dem Yankee-Ethos nun das Zugpferd auszuspannen und selbst Hand an die ansonsten blind durch die Geschichte stolpernden Massen zu legen, um mit ihnen im Dienste ihres spiritistischen Humbugs einen Reibach zu machen. Hinter dem Ganzen steht eine milliardenschwere Industrie, die den Gestank ihrer geschäftsmännischen Verschlagenheit mit dem Duft ihrer importierten Räucherstäbchen aus Fernost zu übertünchen versucht.

„Avatar“ gebietet seinen Konsumenten gegen eine als Feind des „Life of Health and Sustainability“ angeprangerte Wirtschaftsordnung und deren Vertreter los zuschlagen, welche im Grunde jedoch nichts anderes tun, als die ökonomischen Nischen zu besetzen, die die Lohas-Multis gerne selbst für sich besetzt hielten. Dass es dabei weniger um einen spirituellen Firlefanz, als vielmehr um die „Rückeroberung“ der Nischen geht, von wo aus einem das wankelmütige Volk die Bio-Bananen wie Cheeseburger aus den Pfoten reisst, wird von Cameron und Co. in Volksmärchen wie „Avatar“ geschickt unter den Teppich gekehrt.

Mit der gleichen Legitimation schicken denn auch im Film die Na’vis die Besatzer dorthin zurück, wo sie herkamen und nehmen sich, was laut „Naturgesetz“ seit je her das ihre war. Der Totalität dieser natürlichen Ordnung können sich Mensch und Na’vi offensichtlich genauso wenig entziehen, wie die Bildgewalt des 3D-Kinos am Konsumenten das „richtige“ Kaufverhalten forcieren soll.

Was „gut“ und „recht“ ist muss siegen, wie es die pauschale schwarz-weiß Malerei dieses trotz seiner 3-Dimensionalität unheimlich eindimensional daherkommende Hippie-Gewitter verlangt. In der natürlichen Ordnung der Dinge ist für jeden einen Platz, außer für die Parasiten, die „Fremdkörper“, die nicht im Einklang mit der natürlichen Ordnung der Dinge zu leben verstehen. Und wo das Naturgesetz allein nicht ausreichend ist, um die „Schädlinge“ zum Auswandern aus einer ansonsten heilen Welt zu bewegen, da kann man ihnen auch schon mal nach Belieben den Schädel einschlagen, um dem Naturgesetz zu seinem Recht zu verhelfen.

In diesem Sinne strotzt „Avatar“ nur so vor kleinbürgerlichem Ressentiment, das strategisch für die Etablierung einer neuen Macht im Lande profitabel gemacht wird. Goebbels hätte daran durchaus sein Gefallen gefunden, so bildgewaltig und ausgefeilt, mit Pauken und Trompeten den Massen das „rechte“ Leben in den Verstand gehämmert wird.

Erschreckender Weise scheint sogar – wenngleich unbewusst, was dennoch eine hinreichende Bedingung ist – die Message von „Avatar“ von der nazistisch-esoterischen Ideologie des „Volkskörpers“ kaum verschieden zu sein; soll sich doch die tiefere Einheit von Individuum, Blut und Boden als das „vernünftigere“ Überlebensprojekt gegenüber dem sinnlosen Raffen der Yankee-Imperialisten erweisen. Dabei weiß auch das Szenario eines von hellhäutigen Europäern unterjochten, offensichtlich im Zeichen des „Wassermannzeitalters“ mutierten Indianervolkes den Verdacht der Faschismus-Liebäugelei nicht aufzuheben

Tatsächlich kann ich mich recht gut daran erinnern, wie ein „Native“ in seinem Verkaufsstand inmitten des Monument Valley – nachdem er erfahren hatte, dass ich „Deutscher“ bin – damit hausieren ging, dass sein Volk einen Menschen wie Hitler bräuchte, der es endlich vom Joch der europäischen Fremdherrschaft befreien werde. Von einem ähnlichen Führermythos weiß Cameron zu berichten, der anstatt einen arbeitslosen Maler aus Österreich, einen an den Rollstuhl gefesselten ehemaligen GI als den Befreier urwüchsiger „Kultur“ vom Fremdkörper ausländischer Hochfinanz vorstellig macht.

Wie es den „Native“ im Monument Valley im Übrigen nicht daran hindern sollte, im nächsten Atemzug seine „Kultur“ an denselben Mann zu verkaufen, der zuvor noch als ihr unrechtmäßiger Okkupant tituliert worden war, genauso scheinen Cameron und Co. nicht davor zurück zu schrecken, den Zuschauern eine Alternative zum Bestehenden vorzugaukeln, die sich gleichzeitig in den kulturindustriellen Betrieb der angeprangerten Yankee-Ökonomie einzureihen weiß. Grundsätzlich scheint da die Zivilisation der Besatzer nur das maschinenhafte Abbild, die Verlängerung der göttlichen Entität namens „Eywa“ zu sein, die den Na’vi das selbe unerbittliche Gesetz der Anpassung und des Survival of the Fittest diktiert.

Das wird auch der Grund sein, warum sich Streifen a la „Avatar“ bestens mit der sophistizierten Barbarei und ihren systemimmanenten Krisen vertragen. Streifen wie dieser sind der ideologische Kitt, der den „Volkskörper“ in Zeiten der Krisen auf Brechen und Biegen zusammenhält.

23 Comments

  1. Gerade in der »Times Online« gelesen, das die geplante Spielzeit von »Avatar« gekürzt wurde von den Zensoren. Statt bis Ende Februar läuft der Film nur noch bis Ende der Woche in China. Gründe: Der Film zieht wahnsinnig viele Leute an, trotz des kalten Wetters. 1) Will man Platz schaffen für den bald startenden großen staatstragenden »Konfuzius«-BioPic-Film; 2) Haben viele Chinesen die Story des Filmes auf die Lage im eigenen Land bezogen, wo immer wieder Bewohner wegen Landentwicklungsprojekten ziemlich ruppig umgesiedelt werden.
    QUELLE:
    http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/film/article6992685.ece

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  2. @Trinculo

    In letzter Zeit sind eine Menge Filme herausgekommen, derer Story auch nicht anspruchsvoller ist als die von Avatar.

    In letzter Zeit ? Du meinst sicherlich … „Hauptsächlich“ 😉 . Hollywood-Kino ist ja nichst anderes als auf Zelluloid gebannte Bildfantasie. Ob es Herzschmalz a la „EMail für dich“ oder um Sozialkritik wie in „Rambo“ handelt … Hollywood ist kein Platz für Dokumentarfilmer 😉 .

    Trotzdem wurde über diese in diversen Blogs nicht annähend so viel gemeckert wie über Avatar.

    Der Film kratzt Bereiche an, die der letzte James Bond nicht konnte. Bereiche, die man ansonsten aus der Kindheit kannte. Aus der traumhaften Welt von „Die Schlümpfe“, wo die lieben blauhätigen Freunde ebenfalls von gigantischen mechanikliebende magieliebende Industrielle Zauberer bedroht wurde 😉 . Man merkt, das die ziemlich winzigen Schlümpfe bei Cameron einen relativ großen Eindruck hinterlassen haben. Und presst man „Schlümpfe auf Steroid“ in eine 3D-Kamera, würde exakt dasselbe rauskommen was Cameron fabriziert hat. Doch weiterhin frage ich mich kopfschüttelnd, an welcher Stelle des Films Goebbels seinen Spaß gehabt haben sollte 😛 .

    Mir hat der Film gefallen. Was wohl auch ein meiner Erwartungshaltung lag. (..) Es ist einfach nur ein Film. Ein Fanatsy-Film. Ein Märchen. Da sollte man nun wirklich nicht zu viel hineininterpretieren.

    Exakt ! Der Film ist ein Film. Eine Idee, die mit Schauspielern und Tricktechnik zu einem Bild wurde. Einem bewegtem Bild. Avatar ist keine Dokumentation, keine Gebrauchsanweisung und keine Religion. Es ist ein Science Fiction und Fantasy Film. Bei dem Herrn der Ringe wurde ja auch nicht die Diktatur des mythosliebendem Hitler in das Ringelreich hineininterpretiert. Spätestens bei der blauen Hautfarbe sollte man sich von der Bilderflut verzaubern lassen. Genauso wie man sich damals von den herrlichen Bildern und der Tricktechnik um Klamms Helm verzaubern ließ.

    Aber man muss aufpassen … bei einer gewissen Weihrauchkonzentration kann die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit sehr sehr schnell schwinden: http://www.pro-medienmagazin.de/film.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2688

    Wenn man sich die Vatikanmeldung dort durchliest und anhand von drei Drepessionsfällen von einer „Religion“ ausgeht, dann muss man sich wirklich Sorgen machen. Aber nicht um den Film oder den blauhäutigen Kämpfern, sondern um den geistigen Gesundheitszustand gewisser Bibelumblätter 😉 .

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  3. Ich seh das mal so:
    In letzter Zeit sind eine Menge Filme herausgekommen, derer Story auch nicht anspruchsvoller ist als die von Avatar. Trotzdem wurde über diese in diversen Blogs nicht annähend so viel gemeckert wie über Avatar.
    Im Sinne von „There is no bad publicity“ war der Film also ein voller Erfolg! 😉

    Mir hat der Film gefallen. Was wohl auch ein meiner Erwartungshaltung lag. Wenn ich eine gute und anspruchsvolle Handlung will, dann lese ich ein Buch. Ins Kino gehe ich für tolle Bilder. Und in dieser Hinsicht hat mich Avatar auch nicht enttäuscht.

    Es ist einfach nur ein Film. Ein Fanatsy-Film. Ein Märchen. Da sollte man nun wirklich nicht zu viel hineininterpretieren.

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  4. Provokation ist ein geeignetes Mittel die Menschen zum Denken zu bringen?

    Ich ergänze:
    Intelligente Provokation ist ein geeignetes Mittel die Menschen zum Denken zu bringen.

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  5. @schrottgewitter

    @Jaquento mit verlaub: den dodo des monats hätte dann doch eher der cameron verdient 🙂

    Verdient ? Ja, er wäre auf der Liste. Nur befürchte ich, dass bei einer Wahl Cameron wohl leer ausgegangen wäre 😉 .

    ansonsten: provokation ist doch immer ein gutes mittel, um die menschen zu selbständigem denken zu bewegen.

    Dem stimme ich zu.

    Doch trotzdem … Du hast den Film in die „Hitler“-Ecke geschoben, und dort hat der Film – mit verlaub gesagt – absolut gar nichts verloren.
    Es gehört eindeutig sehr viel Fantasie, um einen im Rollstuhl gefesselten Söldner, der durch einen Avatar-Körper eine andere Kultur, eine andere Welt, kennenlernt, auch nur einen Hauch in der Nähe des Nazionalsozialismus zu positionieren 😉 . Ja, Avatar is a fuckin‘ lie. Doch eine Lüge mit leckerem Popkorn, einer fantastischen Technik und eindeutig der Magie des Kinos. Sich dort mit einem Skalpell hinzusetzen und den Fußabdruck analysieren zu wollen, grenzt eindeutig an zu viel (geistiger) Freizeit. Für eine Satire wurde eindeutig das falsche Fettnäpfchen gewählt (Nazi-Keule) und für eine Filmkritik vollständig am Thema vorbei geschrieben 😉 .

    Aber was solls … das „Ziel“ hast Du erreicht. Wir sind auf Dich aufmerksam geworden 😉 . Ich wünsche Dir viel Glück mit weiteren Themen. Avatar hat eindeutig nicht deinen Geschmack getroffen. Macht nichts … es sind noch tausende von Filmen in der Pipeline. Irgendeiner wird Dir schon gefallen … muss ja nicht unbedingt ein CGI-Blaublüter sein. Pixar wird demnächst ja Toy Story 3 präsentieren, ein weiterer CGI-Blockbuster. Wer da über den Sieg der „guten“ und „gerechten“ Helden in der eindimensionalen Yankee-Storyline meckert, hat eindeutig was falsches gefrühstückt und sollte erst einmal draussen frische Luft schnuppern, bevor er irgendwelche rassenwahnsinnige Irre in Spielzeuge vermutet 😛 .

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  6. @Jaquento mit verlaub: den dodo des monats hätte dann doch eher der cameron verdient 🙂 ansonsten: provokation ist doch immer ein gutes mittel, um die menschen zu selbständigem denken zu bewegen.

    von daher: thx to @all für eure kommentare und besten dank @nickpol für den repost.

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  7. „Ein radikal-ökologischer und antikapitalistischer Film, der Geld in die Kassen eines reaktionären, rassistischen Medienmoguls spült? Das ist nur in einer Welt möglich, in der auch die absurdesten Widersprüche internalisiert wurden und in der jedes Kulturprodukt schon von vornherein als wirkungslos antizipiert wird. Der Film ist einfach zu unterhaltsam und das Popcorn zu lecker.“

    http://www.kommtklar.blogspot.com/

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  8. Ich stimme dem Autor des Artikels in vielen Punkten zu!

    Dieser Film war ja so unsäglich dämlich, da hätte man, wenn man schon so viel Geld für die Grafik verpulvert, ein bisschen wenigstens in die Geschichte stecken können und die Botschaft war banal und ausgelutscht – absolut Hirnfrei!

    Aber die zweite Ebene, die du entdeckt hast finde ich ganz gut argumentiert wiedergefunden…

    Nikita

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  9. Ich stimme mit dem Autor des Beitrags in zahlreichen Details nicht überein. Zugleich finde ich diesen Crosspost klasse und genau richtig, hier eine lebhafte, notwendige und kontroverse Diskussion auszulösen. Danke, Nickpol.

    @Yerainbow
    Zustimmung. Auch ich bewerte Unterhaltungsprodukte nach „Nährwert“ und handle entsprechend.

    @Jaquento
    Beide extreme Pole der Diskussion, sowohl „Esokomplott“ und „Goebbels hätte“ bei Schrottgewitter als auch dein „Bullshit“ und „Dodo“ halte ich für übertrieben und abwegig.
    Doch auch solche Meinungen gehören hierher und sie beleben die gedankliche Auseinandersetzung. Gut so!

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  10. Ich kenn den film nicht (und werd ihn mir so schnell nicht zulegen, da ich immer wieder hörte, „hübsch aufgemacht, dünne Story“).

    Ich möchte für die Unterhaltungs-Fraktion nur einen fakt zum Denken geben…
    Watzlawik (wer ihn kennt, der Rest googlt halt), „man kann nicht NICHT lernen“.

    „Unterhaltung“ in dem Sinne gibts bei mir nicht mehr. Was ohne eigenen Nährwert ist, wird aussortiert. Ich lebe im Ausland und muß mir meine DVDs kaufen. Da überlegt man schon, wofür man sein Geld ausgibt (bei „Sakrileg“ von Dan Brown hab ich mich grün und blau geärgert, OBWOHL ich Tom Hanks als SChauspieler mag).

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  11. Avatar – dümmlicher „Pocahontas“ für 3-D Fetischisten

    http://freidemzen.wordpress.com/2010/01/15/avatar-%E2%80%93-seichter-%E2%80%9Epocahontas%E2%80%9C-fur-3-d-fetischisten/

    Avatar ist ein pervertierter Superlativ. „Das Teuerste“, „das Größte“, „das Neuste“ Schmierentheater! Denn wo offenbar mit der visuellen Ästhetik geprotzt wurde, hat man am Drehbuch/Inhalt mächtig gespart. Seicht-dröge Action- Liebesgeschichte im Alien-Gewand, zwischen Pocahontas und banal.

    Da fragt man sich nur, warum müssen moderne Blockbuster eigentlich immer so unsäglich dümmlich sein. In Zukunft – schlage ich vor – die Dialoge zu behalten und beim nächsten Filmvorhaben, marginal verändert, wieder zu verwenden. Wahlweise in ein amerikanisches Romeo-und-Julia-Ghetto gepackt oder in ein Historienepos versetzt. Da spart man sich das lästige „Rumgeschreibe“ und kann gleich mit dem Animieren beginnen. Da kann groß „VOM MACHER VON TITANIC“ und „MIT DER GESCHICHTE UND DEN DIALOGEN AUS AVATAR“ geworben werden.

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  12. Ich fand den Film klasse. Suggestive Botschaften von nazistisch-esoterischen Ideologien habe ich nicht wahrgenommen und die Bemerkung zusammen mit dem Rest dieser Kritik erscheint mir auch irgendwie weit hergeholt. Irgendwas ist immer zum Meckern.

    Avatar ist einfach ein Märchenfilm, bildgewaltig erzählt mit einer klassischen (und immer noch funktionierenden) Grundhandlung. (http://pics.nase-bohren.de/pocahontas-avatar.jpg)
    Wie jedes Märchen soll der Film unterhalten. Der moralischen Botschaft kann man zustimmen oder auch nicht, was aber der künstlerischen In-Szene-Setzung der Handlung keinen Abbruch tut.

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  13. Der Text ist zu deutsch: Schwachsinn, oder vielmehr ernst zu nehmender Ausdruck von Paranoia.
    Ich würde dem, der ihn geschrieben hat attestieren nichtmehr vor dem Kamin nebenbei Opianate zu konsumieren, wenn er mit verschrobenen alten Leuten Pfeife pafft.

    Cameron wollte schlicht seine Vorstellungen realisieren, die er bereits als Kind hegte – Ende aus.

    Der edle Wilde, der von den Kritikern immer an Avatar angeprangert wird existiert auch de Fakto nicht.
    Die Na’Vi hängen auch keiner Esotherik an, der Planet ist im Vergleich zur Natur auf der Erde tatsächlich ein riesiges Nervensystem in dem auch faktisch alle Erinnerungen der Lebewesen gespeichert sind, ähnlich dem Internet.
    Es ist auch lustigerweise auch die Wissenschaft in diesem Film, die dies entdeckt.

    Wenn also demnächst ein Irrer bei ihnen vorbei kommt und ihren PC und ihre Festplatten mit all ihren Daten und Lebensgeschichten ihrer Familie, auch die bereits verstorben sind rausreißen will, um unter ihrem Haus in Ruhe nach Öl bohren zu können, dann möchte ich sie mal sehen.

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  14. Was soll ich noch sagen ? Jaquento hat hervorragend alles auf dem Punkt gebracht. Die nähe vom Hauptcharakter zur „Nazi-Figur“ ist estenfalls und politisch hochkorrekt… lächerlich. Und ich halte mich noch extrem zurück !

    Schrottgewehr hat eindeutig den Film „falsch“ verstanden. Der ist tatächlich ein „Pocahontas in Space“, ein bildgewaltiges und in 3D-gedrehtes „Silent Runnung“ (Lautlos im Weltraum), nur mit einer blauhäutigen Spezies, anstatt eines Öko-Menschen 😉 . Ihn so zu miss-interpretieren, ist schon eine Leistung für sich. Ihn auch noch in der Nähe zu Hitler zu positionieren, eindeutig ein gewaltiger Fehltritt. Entweder war dies eine (leider misslungene) Satire, oder der Autor hat tatsächlich das falsche Frühstück an dem Tage gehabt und aus seinen Ausscheidungen diesen Müll fabriziert. Für eine Satire wurde eindeutig das falsche Fettnäpfchen gewählt (Nazi-Keule) und für eine Filmkritik vollständig am Thema vorbei geschrieben. Im Grunde genommen was für die Mülltonne … auf -> rein damit -> zu und vergessen. Da gibt es weit bessere ASCII-Zeichen, die sich mit der Materie auch besser auskennen.
    Sorry Schrottgewehr, aber diesmal war’s ein Kopfschuss 😛 .

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  15. Du willst also nicht mal so 2-3 Stunden abschalten und Dich einfach ‘bildgewaltig’ unterhalten lassen?

    Abschalten kann ich beim Sex. 😎 Ansonsten ziehe ich etwas wie http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_Earth_%28TV_series%29 oder http://en.wikipedia.org/wiki/The_Blue_Planet vor: Bildgewaltig _und_ informativ.

    Und warum soll das Abschalten des Gehirns bei Filmen plötzlich zu einer Tugend werden?

    Mich persönlich hat schon der Hype zu diesem Film gestört, wenn jeder schreit, wie toll er doch ist, werde ich schnell zu dem, was Hitchens „contrarian“ nennt (dt. Übersetzung?).

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  16. Bullshit die zweite:

    Das Schrottgewitter beschwört obskure Feindbilder korrigieren offensichtliche Feindbilder mit obskuren Begriff, den ich erst mal googlen musste. However, der Plot weißt auch starke ähnlichkeit zu Fox‘ gefailter versuch in Disney-Animation „Ferngully“ auf. Damit wäre James Cameron nicht der erste mit einer solchen Botschaft, ganz zu schweigen davon mit der „Öko-Keule“ zu schwingen mindestens seit „Captain Planet“ praktiziert wird (Himmel da gabs mal ne Folge mit Hitler, der hatte aber nen falschen Bart).
    Das Schrottgewitter fragt, woher die Na’vi sich das recht nehmen, die Menschen zu vertreiben… ob das damit zusammenhängt das die Menschen hier eine die Eindringlinge sind, und das empfindliche Öko-System des Planeten schädigen?
    Letztendlich halte ich die Unterstellungen das Mr. Cameron manipulativ auf die Zuschauer einwirken will für weit hergeholt, ich denke eher ihm gings hauptsächlich darum einen bombastischen Film zu drehen, das geht natürlich einfacher mit einer Handlung und Moral nach Schema F.

    Übel nehme ich dem Traktat die weit hergehohlten Nazivergleiche, die offensichtlich als Ersatz für Argumente herhalten sollen. Die Tatsache das diesem inkoheränten Geschwurbel hier eine Platform geboten wird lässt mich erneut am kritschen Denken des Betreibers dieses Blogs zweifeln.

    Grundsätzlich scheint da die Zivilisation der Besatzer nur das maschinenhafte Abbild, die Verlängerung der göttlichen Entität namens „Eywa“ zu sein, die den Na’vi das selbe unerbittliche Gesetz der Anpassung und des Survival of the Fittest diktiert.

    Wait… what? Der Planet soll die Menscheit herbeizitiert haben um die Navi herrauszufordern?! Das wäre erstens kein Selektion durch natürliche Auslese und hat zweitens nichts mit Survival of the Fittest zu tun. Ich glaube hier sollte jemand nochmal in sein Biologiebuch schauen.

    Ich möchte hier mit den Autor dieses Textes für einen Dodo nominieren.

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  17. @michael mit kleinem m 🙂

    Da brauchst Du Dich nicht zu entschuldigen.
    Du willst also nicht mal so 2-3 Stunden abschalten und Dich einfach ‚bildgewaltig‘ unterhalten lassen? Abchillen – Popcorn und Bierchen und gut is …
    Probleme gibts genug, warum diesen Film noch groß analysieren.
    Mein Sohn fand den Film einfach prima. Und wenn die BlueRay rauskommt, werde ich mir wohl eine holen – nur um mich ‚bildgewaltig‘ unterhalten zu lassen.

    Jaquento benutzt in seinem Kommentar den Begriff ‚BULLSHIT‘. Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr stimme ich ihm zu.

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  18. @Namensvetter: Wie enttäuschend muss es jedesmal sein, sich nur Bildgewaltig unterhalten zu lassen. Ich lasse mich lieber geistig stimulieren…

    scnr

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  19. Wie enttäuschend muss es jedesmal sein, mit solchen Hintergedanken ins Kino zu gehen. Ich lasse mich lieber Bildgewaltig unterhalten…

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  20. Zu erst zum Film:

    Wann haben die Menschen die Fähigkeit verloren eine Film als solchen zu genießen? Ich bin wegen der Äktschen und den wunderschönen Szenen hingegangen und wurde nicht entäuscht. Wem das zu seicht ist, der kann sich District 9 ansehen, obwohl, wenn man es genau nimmt, dessen Plot auch nicht gerade originell ist.
    Die Handlung lässt sich zwar auf Pochantas IN SPACE! reduzieren, aber ist sehr gut in erzählt, keine Szene ist bedetungslos, jede Kleinigkeit die erwähnt wurde, kommt im plot zu einsatz.
    Die Schauspieler sind glaubhaft, die Art und weise wie sie ihre Charaktere spielen lässt offen, ob der Antagonist (der Sicherheitschef, nicht der Manager) wirklich ein völkermordender Arsch ist oder nur seine Leute in einer feindlichen Umgebung um jeden Preis um jeden beschützen möchte und deren Leben ihm am Herzen liegen. Man könnte auch einen guten Fall gegen den Protagonisten machen für Verrat an der Menschheit.
    Besonders gut finde ich das eindrucksvoll gezeigt wurde das Pfeil und Bogen eben nichts gegen MGs und Hubschrauber ausrichten.
    Erst als der Protagonist die Eingeborenen sich das, so durchschlagen nun die Pfeile Glaskanzeln, aber nur, weil diese aus nicht vom Boden, sondern aus dem Sturzflug abgeschossen werden (Pfeile haben eine überraschende Durchlagkraft aufgrund ihrer Masse).

    Fazit: Der Film ist das beste was die Traumfabrik zu bieten hat, massive Äktschen, wunderschöne Bilder, eine sehr gute Handlungsführung. Abzüge gibt es bei der Handlung an sich, die wie erwähnt abgedroschen ist. Ich hätte mir gewünscht, das die Motivation der Hauptpersonen etwas mehr Raum eingenommen hätte.

    zu dem obigen Erguss:

    tja nun um es kurz zu machen… BULLSHIT!
    ich bin mir sehr sicher, das James Cameron es fern lag irgendwelchen Esos in die Hände zu spielen, zugegeben, Moralinsauere Filme sind derzeit in Mode, aber dies gleich als Esokomplott zu bezeichnen ist schlichtweg bescheuert.
    Zum Thema Volkskörper… das in Avatar gezeigte planetare Biointernet ist wohl eher mit dem Gedanken einer Informationssingularität im Hinterkopf entstanden, als durch esoeinfluss. Im Film wird diese mit dem Unobtanium erklärt, das wohl supraleitende Eigenschaften hat, mutmaßen kann man auch das auf dem Mond schon länger Leben ohne Massensterben existiert und daher auch in der evolution vorraus.
    Sicher, die Wissenschaft wird arg strapaziert, es ist aber zu keiner Zeit unplausibel.

    Laptopakku säuft ab, später die fortsetzung.

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  21. Habe ich da jetzt was falsch verstanden ?
    ‚Schrottgewitter‘ findet es ‚unvernünftig‘, daß ich mich wehre, wenn mir völlig Fremde Leute mein Haus abfackeln, meine Freunde und Nachbarn umnieten, nur um an ‚Rohstoffe‘ zu gelangen, die unter meinem Haus lagern?

    OK, der esoterischen Touch und der Yankee-Imperialismus ist nicht zu übersehen, aber die Nazi-Hitler-Goebbels Anspielung kann ich nur schwerlich nachvollziehen.
    Sollte mir den Film wohl nochmal unter anderen Gesichtspunkten anschauen 🙂

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