Rock the Mosque


Quelle: bigphoto.com

Von Christian Cohrsftd.de

Der technische Fortschritt macht auch vor den Minaretten nicht halt. Statt echter Muezzine rufen inzwischen Lautsprecher zum Gebet. Und am vergangenen Wochenende gar der türkische Elvis Zeki Müren. Schuld war vermutlich ein Hacker.

„Allah ist der Größte, auf zum Gebet, auf zum Heil.“ Rufe wie diese erschallen fünfmal am Tag von den Minaretten islamischer Gotteshäuser und erinnern die Gläubige daran, dass es Zeit zum Beten ist.

Doch wie der Glöckner in der Mönchskutte längst ausgestorben ist, steht auch zwischen Istanbul und Jakarta kaum mehr ein echter Muezzin auf dem Turm. Vielerorts versehen heute Lautsprecheranlagen dessen Dienst.

In der nordosttürkischen Stadt Rize sorgte der zentralisierte Gebetsruf am Wochenende für Aufregung. Unbekannte seien in das System für den zentralen Gebetsruf der Schwarzmeer-Stadt eingedrungen, der über Radiofrequenz verbreitet wird. Das vermeldete der Fernsehsender CNN-Türk am Montag.

Schlager statt frommer Rufe

Statt der frommen Rufe erklang von allen 170 Minaretten der Stadt drei Minuten lang Schlagermusik des Sängers Zeki Müren. Mufti Ilyas Serenli sprach von „unschönen Klängen“ und wittert Sabotage.

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2 Comments

  1. Hierzulande leider nicht möglich. Bei uns klingen noch echte Glocken 😉 . Ansonsten würde ich mir wünschen, dass ein paar richtig harte Hacker den digitalisierten Glockenton durch einen Schlager von Karel Gott ersetzen würden. Wer eignet sich für ein Haus Gottes besser als Gott selbst ? 😀 .

    Nun haben die Türken am eigenem Leibe erfahren wie es ist, als „Ungläubiger“ (Nicht-Schlagersänger) jeden Tag mit etwas konfrontiert zu werden, dem man nicht einmal ausweichen kann. Und anschienend hat Allah auch nichts großes dagegen … denn er hielt es ganze 3 Minuten mit einem bisexuellem Menschen aus, der ihm in die Gebetsleitung quatschte 😛 .

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