Relidiot – Pat Robertson


Quelle: attendingtheworld

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Haiti: „Verflucht“ durch „Pakt mit dem Teufel“

US-Fernsehprediger macht Menschen für Naturkatastrophe verantwortlich

Der prominente Fernsehprediger aus den USA, Pat Robertson, glaubt offenbar, dass die Sklaven in Haiti Anfang des 19. Jahrhunderts für das schwere Erdbeben Mitte Januar 2010 verantwortlich seien. Als sie sich 1804 gegen die Franzosen ihre Unabhängigkeit erkämpften, hätten sie einen „Pakt mit dem Teufel“ geschlossen, so Robertson. Dafür hätten sie dann die Freiheit bekommen, gleichzeitig sei die Karibikinsel aber „verflucht“ worden. Das sagte der evangelikale Prediger kurz nach dem Erdbeben in der Sendung „The 700 Club“ seines TV-Kanals „Christian Broadcasting Network“ (CBN).

Sein Pressesprecher erklärte auf der Internetseite des Senders, viele Gelehrte glaubten, dass Haiti mit einem Fluch belegt sei. Allerdings habe Robertson nie gesagt, das Beben sei eine Strafe Gottes gewesen. Nach einem Artikel der US-Zeitung Washington Post sagte sein Sprecher auch, der Kommentar von Robertson habe sich auf Voodoo-Rituale vor dem Sklavenaufstand bezogen. Die Internetzeitung Huffington Post berichtete ebenfalls über die Äußerung des Predigers und zeigt einen Ausschnitt der Sendung.

7 Comments

  1. Sagt mal, kommt mir das nur so vor, oder verblödet die Welt mit zunehmender Geschwindigkeit und mit einer nie da gewesenen Kreativität?
    Da kann man nur Douglas Adams zitieren:

    „There is a theory which states that if ever anyone discovers exactly what the Universe is for and why it is here, it will instantly disappear and be replaced by something even more bizarre and inexplicable. – There is another theory which states that this has already happened.“

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  2. Relidiot 🙂
    Wenn dieser Halunke nicht so gemeingefährlich wäre, wäre eigentlich jedes weitere Wort überflüssig.
    (Solche Typen sollte man, wegen betrügerischer Absicht auf Volksverdummung, bei Wasser und Brot einlochen.)

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  3. seit Jerry Falwell nicht mehr unter uns weilt ist Robertson die größte Nummer der Szene, im gegensatz zu Falwell, hat er nicht mal den Anstand zu wissen wann man die Fresse hält, noch hat er dessen politisches Talent.

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  4. Da mag nur mit Jodocus Hocker antworten: „Denn was ist anderes gesagt, denn was zugleich von Helle und Teuffeln gesagt gepredigt werde sey eitel erlogen und nichtig ding und nur erdacht dazu, daß man die Leute damit schrecke und die Pfaffen gelt bekommen.“ (1568)

    Ernsthafter:
    Lustigerweise hat da einer der „Superprotestanten“ die spaetscolastische Argumentation von der Gewalt des Teufels und dessen Macht uebernommen, die im Kern von dem Humanismus des 16. Jhrdts. (s.o.) bekaempft wurde.

    Es liegt der Verdacht nahe, das da wohl jemand runde 500 Jahre menschliche Entwicklung nicht ganz mitbekommen hat.

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