Die allgemeine Schulpflicht muss erhalten bleiben


Quelle: evangelisch.de

Von Henryk Schmitzevangelisch.de

Schulverweigerer haben in den USA „politisches Asyl“ erhalten. Tatsächlich fügt die Schulpflicht in Deutschland einzelnen Eltern Unrecht zu. Dennoch muss sie bestehen bleiben.

„Politisches Asyl“ hat nun ein Richter in den USA einem deutschen Ehepaar und dessen fünf Kindern gewährt. Die Eltern, die sich als evangelikale Christen bezeichnen, hatten sich geweigert, ihre Kinder auf eine deutsche Schule zu schicken und diese stattdessen zu Hause unterrichtet. Die USA scheinen immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Es ist schon bemerkenswert, dass man – verkürzt formuliert – in einem Land politisches Asyl erhalten kann, nur weil man den Biologieunterricht im Heimatstaat nicht mag. Oder, dass man Asyl erhält, weil man Gesetze übertritt, die – wie die Schulpflicht – nun nicht gerade die allgemeinen Menschenrechte verletzen.

Natürlich ist die allgemeine Schulpflicht in Deutschland nicht in allen Einzelfällen die optimale Lösung. Es ist durchaus möglich, dass ein Kind durch Heimunterricht nicht nur bessere Leistungen erbringt, weil es individueller und intensiver lernt, sondern auch seine persönliche Entwicklung problemloser verläuft. Kinder etwa, die in der Schule regelmäßig gemobbt und schikaniert werden, könnten durch Heimunterricht der „täglichen Hölle Klassenzimmer“ entfliehen. Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen, sind mitunter liebevoller und umsichtiger als solche, die ihre Kinder in die Schule schicken. Länder wie Österreich ermöglichen ihren Bürgern daher durchaus einen Heimunterricht, wobei jährlich getestet wird, ob die Kinder das Lehrziel der betreffenden Schulstufe entsprechend des Lehrplans erfüllen. Im Lehrplan ist dabei unter anderem Biologieunterricht inklusive der Evolutionstheorie vorgesehen.

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