Systematischer, jahrelanger Missbrauch durch Jesuiten


Das Canisius-Kolleg in Berlin-Tiergarten. Foto: Sergej Glanze

Von Jens Anker und Michael BehrendtBerliner Morgenpost

Am Berliner Canisius-Kolleg, einem von Jesuiten betrieben Elitegymnasium, sind über Jahre hinweg Schüler von mindestens zwei Lehrern sexuell missbraucht worden. Nachdem sich Opfer bei der Schule gemeldet haben, hat sich Rektor Rektor Pater Klaus Mertes jetzt mit einem Brief an weitere ehemalige Schüler gewendet – insgesamt 600. Viele frühere Absolventen der Schule sind heute in führenden Positionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tätig.

Der Missbrauch habe in den 70er- und 80er-Jahren stattgefunden, sagte Mertes Morgenpost Online. Mindestens zwei Padres stünden unter Verdacht. Die beiden Lehrer haben nach Mertes‘ Angaben den Jesuiten-Orden in den 80er-Jahren verlassen und sind seitdem auch nicht mehr an der Schule tätig. Unter welchen Umständen sie das Kolleg verlassen haben, sei unklar. Dies werde untersucht, so Mertes.

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