Anthroposophie und Religion


Christine Gruwez und János Darvas

Von Christine GruwetzThemen der Zeit

Die Dialogfähigkeit zwischen den Religionen, zwischen den Kulturen und zwischen den Ländern wird in der globalisierten Welt immer wichtiger.Welche Rolle könnte die Anthroposophie dabei spielen? Und wie kann man sich dafür fähig machen? Die Iranistin Christine Gruwez hat den Pädagogen János Darvas – beide ‹Goetheanum›-Korrespondenten – dazu befragt.

Das Interview wurde zuerst in der Wochenschrift „das Goetheanum“ Ausgabe 03/2010 veröffentlicht und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Interviewpartner und der Redaktion.
Jede Religion trägt im innersten Kern ein lebendiges Urbild, aus dem sie sich ernährt und um das herum sie sich gestaltet und organisiert. Am Ende dieses Prozesses entsteht eine Kultur als Gesamtorganisation der zwischenmenschlichen Verhältnisse, in der sich Ethik, Normen und Lebensweisen herauskristallisieren. Die Religionen mögen sich in ihren äußeren Erscheinungsformen unterscheiden, ihrem Wesen nach sind sie alle auf die ihnen zugrunde liegenden Urbilder angewiesen. Würden diese nicht mit Leben erfüllt, würde ihre Substanz leer und erstarren.

Gerade ein Dialog der Religionen bietet eine Chance, dieses Leben als einen Quellort zu erhalten. Es darf aber kein ‹formaler› religionswissenschaftlicher oder historischer Dialog sein, wo man sich gegenseitig austauscht, indem man die Unterschiede und die Parallelen zur Kenntnis nimmt, ohne aber das ‹Eigene› zu vertiefen. Ein wirklicher Dialog zwischen den Religionen kann nur dann entstehen, wenn zunächst alle Beteiligten in die tieferen Schichten ihrer eigenen Religion beziehungsweise Kultur eintauchen.

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9 Comments

  1. @ rechte Anthro-Szene

    Bei: blog.esowatch.com/?p=269&cpage=1#comment-9073 ist Dr. Detlef Hardorps Artikel “Unzeitgemäßes Vokabular” dokumentiert. In seinem Artikel verteidigt Detlef Hardorp Rudolf Steiners Vorstellungen von Menschenrassen.

    Michael Mentzel, “Themen der Zeit”, hatte den Artikel “Unzeitgemäßes Vokabular” von Hardorp veröffentlicht. Jetzt hat er ihn gelöscht. Michael Mentzel übt einmal mehr anthroposophische Selbstzensur: Besser, die Öffentlichkeit erfährt nicht, was Anthroposophen denken.

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  2. Ja, es geht halt wie bei allen Religionen um Macht und Kontrolle.

    die diskrete Einschleich-Methode ist dabei nur eine von vielen und abhängig von den Möglichkeiten, über die man gerade verfügt.
    Wären die Zeiten günstiger, würde man den direkten Weg wählen, wollen wir wetten?
    Iss immer so.
    Die Geschcihte zeigte es ja immer wieder.

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  3. Könnte die Lüge grösser sein? Das Interview „Anthroposophie und Religion“ betont die „Dialogfähigkeit“ der Anthroposophie, aber:

    Rudolf Steiner und seine Schüler betrachten die Anthroposophie als die einzig wahre Fortführung des Christentums, in das im Zeitalter der „Bewusstseinsseele“ aber auch andere „spirituelle“ Bewegungen und Religionen „integriert“ werden müssen. Die Anthroposophie wird damit zu einer Super- oder Ü B E R R E L I G I O N. Dieses Stichwort findet sich auch im Interview:
    „Christine Gruwez: Welche Rolle könnte Anthroposophie im Dialog der Religionen spielen?

    János Darvas: Eine sehr große, glaube ich, aber zunächst eine diskrete. Das heißt nicht, dass man seine Beziehung zur Anthroposophie verstecken sollte. Ich glaube aber, dass es nicht unbedingt weise wäre, etwa als Repräsentant der organisierten Anthroposophie die Vertreter der Konfessionen zu belehren, wie man einen solchen Dialog zu führen hätte, selbst wenn man es wüsste. Man käme leicht in eine Schieflage, nämlich in die Gefahr, die Anthroposophie als eine Art Ü B E R R E L I G I O N feilzubieten.“

    Die Anthroposophie soll zunächst eine „diskrete Rolle“ spielen … besser, der Anthroposoph versteckt seine wahren Absichten, im Klartext: Missionierung, nur deshalb gibt es die Waldorfschulen (Darvas ist Waldorflehrer).

    Weiter das Interview:

    „Christine Gruwez: Ist Eurozentrismus immer noch im Zentrum der Anthroposophie?

    János Darvas: Wie ist das gemeint? (…)“

    Ja, Herr Darvas, wie ist das gemeint? Vielleicht so, ersetze den Euphemismus „Eurozentrismus“ durch …:

    ………………………………………………………………..

    “Rudolf Steiners Rassenlehre – Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht

    von Ansgar Martins [Waldorfschüler]

    (…) Statt Aufarbeitung und sachlicher Distanzierung von Steiners rassistischem Unfug geht es den Autoren [Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader] und dem Herausgeber „Bund der Freien Waldorfschulen“ nur um Abwehr und Apologie (…).”

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

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  4. Das blog „Themen der Zeit“, von dem der Artikel „Anthroposophie und Religion“ (oben) stammt, wird von Michael Mentzel betrieben. Mentzel gehört mit Lorenzo Ravagli und Detlef Hardorp zur rechten Anthro-Szene, die Rudolf Steiners Vorstellungen von Menschen-„Rassen“ verteidigt.

    Siehe zu Detlef Hardorp beispielsweise, veröffentlicht von Michael Mentzel, Themen der Zeit: http://www.themen-der-zeit.de/content/Unzeitgemaesses_Vokabular.92.0.html

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  5. “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.”

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  6. @Yeti

    Hoffentlich ersaufen alle Beteiligten (in den tieferen Schichten ihrer eigenen Religion)

    😀 . YMMD ! Exakt dasselbe war auch mein Gedanke 🙂 . Wenn die schon eintauchen wollen, dann bleiben sie auch hoffentlich dort unten 😛 .

    Der gesammte Artikel schmerzt schon vor zuviel Spiritualitätenschwachsinn. Jede, wahrlich jede einzelne, Zeile kann man mit dem Rotstift der Vernunft anstreichen, so fantasievoll weggeflogen, erscheinen mir die Gedanken 😉 .

    Die Dialogfähigkeit zwischen den Religionen, zwischen den Kulturen und zwischen den Ländern wird in der globalisierten Welt immer wichtiger.

    Schon in der ersten Zeile beginnen die Fragen: globalisierte Welt ? Der Dialog zwischen den Religionen war damals, ist heute und wird wohl auch in den nächsten 6000 Jahren fehl am Platze sein. Das ist die Natur der monotheistischen Religionen. Frei nach Highlanders „Es kann nur eine geben“ wird jede einzelne Religion sich als „besonders“ hervortun wollen. In der einen ist Jesus ein Prophet, in der anderen gleich der Messias-Gottenssohn. Sobald sich nur ein einzelner von den 6 Milliarden Menschen sich die Frage stellt, ob Jesus nun ein echter Prophet oder gar ein echter Gottessohn gewesen ist, beginnt die Diskussion, und damit auch die Möglichkeit des bekannten absoluten Wahrheitsanspruches. Ergo folgt: ob Dialog oder nicht … den Rechtsanspruch haben sämmtliche monotheistischen Religionen stets für sich gepachtet, mitsammt der dazugehörigen Gewalt.

    Und dies ist eben nur die erste Zeile des Artikels ! Jede einzelne hat einen Makel, selbst die Nebensätze 😉 .

    Die Religionen sind aus den Quellen höherer Bewusstseinsebenen – Intuition, Inspiration und Imagination – herunter offenbart worden. Wenn man sich im Umgang mit dem spezifischen Offenbarungsgut diese Dimensionen gleichsam von unten nach oben erschließt, und sei es ansatzweise, wird man Worte und Bilder finden, um sich zu verständigen.

    Natürlich wurden sie von Oben nach Unten herunteroffenbart. Wer das Gegenteil behauptet, ist blöd 😛 . Jeder kann dies selbst nachforschen. Einfach auf dem Empire State Building hinauffahren und oben die Bibel runterwerfen. Der Mensch unten, dem die Bibel die Schädeldecke spaltet, wird dan Gott für seinen Tod danken dürfen. Voller Inspiration, voller Imagination. Insbesondere der Genozid des Alten Testamentes ist eine Offenbarung des einen und endgültigen Gottes. Oder waren es Götter ? Schließlich betont Mr. JHWH seine Potenz so wehement, dass man befürchtet, er tue dies einzigst der Angst wegen, dass seine Schäfchen die anderen Götter möglicherweise cooler findet. Das muss eine Intuition, eine Inspiration ja, sogar eine Imagination sein ! Ich packe noch einige I-Wörtchen noch dazu: Idiotie, Ignoranz und Irrsinn. Wer die Bibel von „Unten nach Oben“ analysiert und sie im Bezug zu ihrer Aussage stellt, wird sich entweder übergeben oder gleich aus dem Fenster springen. Die wenigen, denen die Bibel als das sprichwörtliche Wort Gottes vorkommt und sich gar mit der Antroposophie einen „tieferen Zugang“ zu dem Innerem der Botschaft verschaffen möchte, denen kann man auch die Wiedergeburt Elvis Presleys als holländische Tomate verkaufen 🙂 .

    Gibt es eine Spiritualität, die freie Wege aufzeigen kann auch in unseren Kulturzusammenhängen, wo Tradition und Moderne oft so dramatisch zusammenstoßen?

    Nein. Wie gesagt… jede Religion, jede Tradition, grenzt die Kultur von anderen Kulturen ab. Und nach dem Motto „Alles Schweine ausser Mutti“ wird eines Tages, wenn keine „höhere Macht“ eingreift, irgendwer schon handgreiflich werden. Dies hat uns die Geschichte dieses Planeten nur allzudeutlich gezeigt. Sobald Not am Mann herrscht und das Leben in Gefahr gerät, wird jeder Mensch zum Tier und kämpft um sein eigenes Überleben. Und im schwächerer Form gilt dies für heimische Kulte. Und wenn die Steiners schon bei der westlichen Welt von der Dramatik der Tradition und der Moderne reden, dann sollten sie wohl einen Blick nach Japan werfen. Das Land, wo die Samurais und die Nanotechnik Hand-in-Hand auf der selben Stufe stehen. Oder nach China, wo man den Glauben und die Schwerindustrie konfliktfrei ausübt. Man kann problemlos die Tradition und die Moderne verknüpfen, ganz ohne Antroposophie. Man muss nur eine gänzlichst andere Philosophie anwenden. Das geht aber in unseren Breitengraden nicht, da wir die griechischen Philosophie schon viel zu tief in uns tragen. Aber genau diese Philosophie, die Hinterfragung, die Erforschung, der Wissensdurst, verträgt sich nicht mit den nahöstlichen Orient-Lehren. Konflikte sind vorprogrammiert, ganz egal wie tief man in irgendwelche Religionstexte tauchen mag. Um dies zu erkennen, benötigt man nicht unbedingt ein 144 Seiten dickes Buch, sondern nur einen skeptischen Blick auf die gesammte Welt 😉 .

    Achja, Yeti … eine Iranistin ist natürlich die weibliche Form eines Iranisten. Iranistische Menschen sind Leute, die in Iranien leben. Das ist ein bekannter Ort irgendwo zwischen Russlandien (wo die Russlandisten leben) und Chinanien, kurz hinter Europanien 😛 . Man muss nur tief genug in die Antroposophie eintauchen, dann wird die Weltkarte gleich viel deutlicher lesbar 🙂 .

    Der Text trieft nur vor lachhaften Wortschätzen. „Chiffren der Transzendenz/Immanenz“. Ich frage mich, wann die Impudenz dazugezählt werden kann. Ich grabe nicht weiter dort rum, denn dann bin ich fertig, wenn die Sonne wieder aufgeht.
    Ich weiß … meine Weltanschauung verträgt sich nciht mit der spiritualen Ebende/Welt tiefreligiöser Geistergläubigen. Aber abgesehen von den Transzendenzenchiffren und den höheren Bewusstseinsebenen, welche ganze Texte voller Logiklöcher herunteroffenbaren können … was haben diese Zauberwesenanbeter denn noch zur Bekräftigung ihres Glaubens vorzuweisen ? Die Jedi-Gläubigen haben zwar keine Raumschiffe und Laserschwerter, dafür aber Zeichentrickfilme, Kinofilme, Computerspiele und etliche Bücher aus der Hand der Lucas-Firma parat. Die Pastafaris können alle Nudelsaucen vor- und rückwärts auflisten. Und die Anhänger der Lehre über die umkreisende Teekanne haben mit der Verbreitung des Getränkes eine mindestens gleichsames Recht, als „verbreitete Religion“ anerkannt zu werden, wie es das Christentum oder der Islam besitzt 😉 .
    Weder das Judentum, noch der Islam oder das Christentum hat seit damals einen Schritt nach vorne gemacht. Die Lehren sind meiner Meinung nach allesammt auf dem Level des damaligen Wüstenvolkes stehengeblieben. Für einen allmächtigen Gott ist das ein schwaches Zeichen einer „Wahrheit“, und für die Antroposophie ist dies ein noch viel schwächeres Zeichen eines „Ebenenverständnisses“ und weiteren Spiritualitätenträumereien. Die „Lehrer“, unsere Religionsführer, können nur an den Symptomen rumdoktoren und uns Jahr für Jahr angepasstere Interpretationen der Märchengeschichten liefern. Das die Steiners sich mit in diesem Sumpf suhlen wollen, überrascht mich leider nicht. Macht sie für mich keineswegs „glaubwürdiger“ 😛 .

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  7. Was für eine Religion ist die Anthroposophie? Ermöglicht folgendes den Dialog in einer globalisierten Welt:

    „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.” Rudolf Steiner

    Das Steiner-Zitat im Kontext:

    “Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

    (…) Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49ff

    Der gesamte Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

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  8. Ein wirklicher Dialog zwischen den Religionen kann nur dann entstehen, wenn zunächst alle Beteiligten in die tieferen Schichten ihrer eigenen Religion beziehungsweise Kultur eintauchen.

    Hoffentlich ersaufen alle Beteiligten darin.
    In den tieferen Schichten ihrer eigenen Religion, wenn sie da eintauchen, meine ich.

    Was ist denn eigentlich eine Iranistin?

    Und überhaupt, was ist das eigentlich für ein hohles Gelaber?

    Jede Religion trägt im innersten Kern ein lebendiges Urbild, aus dem sie sich ernährt und um das herum sie sich gestaltet und organisiert. Am Ende dieses Prozesses entsteht eine Kultur als Gesamtorganisation der zwischenmenschlichen Verhältnisse, in der sich Ethik, Normen und Lebensweisen herauskristallisieren.

    So geht das den ganzen Artikel über.

    Jetzt wundert mich nicht mehr, warum ich immer meinte, daß nicht unbedingt die armen Waldorf-Schüler die beknackten sind, sondern deren Eltern, die in solchen Worthülsen wahrscheinlich ihre eigenen wirren Gedanken wiedererkennen.

    Da kann ich nichtmal mit dem Kopf schütteln, so traurig ist das.

    Y

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