Der Laizismus – die Pest unserer Zeit


Paul Herzog von Oldenburg

Gedanken eines vorkonziliar-katholischen Dumpfgeistes

Die Pest unserer Zeit ist der sogenannte Laizismus mit seinen Irrtümern und gottlosen Absichten. Ihr wisst, ehrwürdige Brüder, dass diese Plage nicht an einem Tage ausbrach, sondern seit langem die Staaten insgeheim bedrohte. Man begann damit, Christi Herrschaft über alle Völker zu leugnen; man stritt der Kirche ihr Recht ab, das aus dem Rechte Jesu Christi selbst hervorgeht, die Menschheit zu lehren, Gesetze zu geben, die Völker zu leiten, um sie zur ewigen Seligkeit zu führen. Nach und nach wurde die christliche Religion mit den andern, falschen Religionen gleichgestellt und auf äußerst entwürdigende Weise mit diesen auf eine Stufe gestellt; sodann unterwarf man sie der weltlichen Gewalt und lieferte sie der Willkür der Fürsten und Staatsmänner aus.

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tnx4tt wahoonie

5 Comments

  1. @wahoonie:

    Etwas historisch abschweifend: Es gab im Heiligen Roemischen Reich einen Spruch: „Unterm Krummstab laesst sich gut leben.“

    Die meisten geistlichen Fuerstenthuemer, besonders die drei Kurstaaten am Rhein, galten als recht komode Herrschaften. Das lag aber nicht an der Kirche, sondern daran, dass diese Fuerstenthuemer eingebetet waren in komplexes juritisches Regelwerk, dass die Macht des geistlichen Herrn beschraenkte (Landstaende, Reichsrechts, etc.) und den Untertanen damit eine Rechtssicherheit gaben, die in den grossen Reichstaenden, wie Brandenburg oder Sachsen, nicht vorhanden war. Man konnte sogar, mit etwas juristischen Winkelzuegen das „Privilegium de non appellando“ umgehen und seinen „Gnaedigen Landesherren“ beim Reichskammergericht verklagen, wie mehrere Urteile gegen z.B. den Erzbischof of Koeln zeigen.

    Auch waren die jeweiligen geistlichen Kurfuersten nicht erster Linie Bischoefe, sondern Beamte des Heiligen Roemisches Reiches. Der Papst hatte bei deren Bestellung einen eher geringen Einfluss.

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  2. da hat der gute Pius aber in Geschichte nicht aufgepaßt.
    Längere Physen hindurch gab es keinen wesentlichen Unterschied zwischen den weltlichen und den geistlichen Herren…

    alles letztlich Herrscher.

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  3. traurig… und wieder einmal so ein fall bei dem ich zu tiefst bedaure, dass 1918/19 dieser „adel“ nicht komplett enteignet und die (namen) titel nicht abgeschafft wurden.

    aber die einstellung des „herrn herzog von oldenburg“ (wenn es überhaupt der richtige name dieser person ist), die sich in seinem blog widerspiegelt, muss nicht weiter verwundern. wer seine existenzberechtigung und vermeintliche privilegien von göttern ableitet muss klarerweise gegen laizismus und atheismus sein.

    was ich allerdings noch ganz witzig in diese pius’schen enzyklika finde, ist die stelle „sodann unterwarf man sie der weltlichen Gewalt und lieferte sie der Willkür der Fürsten und Staatsmänner aus.“
    der willkür der kirchenoberen (oder gar der geistlich-weltlichen kirchenfürsten) ausgeliefert zu sein ist natürlich viel besser.

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