Hartz IV für Gott?


Die Kirchen bangen um ihre Einnahmen. (Bild: dpa)

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Die beiden großen Kirchen in Deutschland erwägen Widerstand gegen die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung für eine Reform der Einkommensteuer. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete vorab, der im Koalitionsvertrag vereinbarte Stufentarif könne nach Schätzungen in den Finanzabteilungen der Kirchen bis zu einer Milliarde Euro weniger Kirchensteuern pro Jahr führen. Auf die evangelische Kirche bezogen, entspreche ein solcher Rückgang den Ausgaben für die Entlohnung der halben Pfarrerschaft.

Da die Kirchensteuer an die Einkommenssteuer gebunden ist, hätten die Kirchen nach eigener Darstellung bereits wegen des Bürgerentlastungsgesetzes und des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes Mindereinnahmen von etwa 600 Millionen Euro im Jahr zu verzeichnen, schrieb das Blatt. Sie hätten dies hingenommen, weil sie Entlastungen für Familien wollten.

Sollte aber zu den 10 Prozent Mindereinnahmen durch diese Steuerentlastungen und den etwa 10 Prozent Mindereinnahmen durch die Wirtschaftskrise nun noch auch eine Einkommenssteuerreform hinzutreten, die zu weiteren 15 Prozent weniger Einnahmen führe, werde man protestieren.

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10 Comments

  1. Eine Unverschämtheit sondergleichen!

    Die Kirchen bräuchten bloß den Hebesatz für die Kirchensteuer anzupassen, um den Effekt von Steuersenkungen auf die Kirchensteuer aufkommensneutral zu kompensieren.

    Sollte es zu weiteren Steuersenkungen kommen, werden die Kirchen m.E. auch lieber dies tun, als mit der Schließung von Kindereinrichtungen und Beratungsstellen an ihrem eigenen Ast zu sägen.

    Ausführlicher habe ich das hier beschrieben: Leere Drohung.

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  2. @YeRainbow

    „Kirliche“ Institutionen wie z.B. Kindergärten werde immer und überall zu mindestens 90% von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde finanziert.

    Dafür hat die Kirche dann aber auch 100% Mitspracherecht.

    Das ist Demokratie nach Art der Kirche!

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  3. Ich fände dsa ok, wenn die Kirchen weniger Kindergärten für Indoktrination der Schwächsten zur Verfügung hat.

    ist eh staatliche Aufgabe, ulnd ob die Steuergelder über den Umweg über eine Kirche oder kirekt verwendet werden, ist auch so ne Sache…
    Jeder Umweg läßt einen Teil abzweigen und wegfließen…

    Besser direkt.

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  4. Haben die Kirchen nicht gerade für die Armen und Hartz IV Bezieher gekämpft?

    Diese Personengruppe würden am meisten profitieren, wenn die Kirche auf ihr Geld vom Staat verzichten würde, welches sie von Adolf zugesprochen bekommen hat.

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  5. „Sollten die Steuervorhaben der Koalition verwirklicht werden, müssten die Kirchen als erstes bei den Beratungsangeboten und den Kindertagesstätten sparen.“

    wie christlich…

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  6. Glaubte ich wirklich, dass ich im Auftrag eines omnipreasenten und -potenten Wesens agierte, wuerde ich mir doch um soetwas Schnoed-Weltliches, wie eine Mrd. Euro keinen Kopf machen.

    Im Uebrigen: Welcher Verein hat sonst wohl das Recht, seine Mitgliedsbeitraege vom Staat einziehen zu lassen/

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