Ausbrechen aus den Opferrollen


Plakat der Veranstaltung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

nicht erst seit den aktuellen Veröffentlichungen über den Missbrauch von Schutzbefohlenen in einem katholischen Internat ist die christliche Sexualmoral in der Kritik: Kondomverbot, Zölibat, Rolle der Frauen in Kirche und die Dämonisierung der Homosexualität sind Streitfragen zwischen moderner Gesellschaft und kirchlichen Traditionalismus. Die kirchlichen Amtsträger haben offenbar ein Problem mit der menschlichen Sexualität.

Das Projekt „Dialog mit Kirchen“ nutzt den Rahmen der Veranstaltungsreihe LASS UNS REDEN… am 18.2. um 20 Uhr im Dachcafé der Zeilgalerie, Zeil 112 diese Fragen am Beispiel der Rolle von Lesben und Schwulen in Kirchen zu diskutieren:

„Ausbrechen aus den Opferrollen

– neue Perspektiven für Lesben und Schwule

in Ihrem Verhältnis zu Kirche“

Der Fernsehjournalist Meinhard Schmidt-Degenhard moderiert das Podiums- und Publikumsgespräch. Der Moderator der HR3 Sendung „Horizonte“ ist Fachmann für Fragen zwischen Philosophie, Ethik und Religion.

Als sachkundige Gesprächspartner für das Bürgergespräch werden der katholische Theologe Dr. Norbert Reck (vgl. http://www.norbertreck.de) und die evangelische Theologin Dr. Kerstin Söderblom (vgl. http://www.evtheol.uni-frankfurt.de/pt/personen/soederblom/ver.html) der öffentlichen Diskussion neue Impulse geben.

Dramaturg Steve Valk und die Kreativagentur r.i.c.e werden mit einer Rauminstallation Aspekte des Themas ausleuchten, um neue Blicke und neues Bewusstsein zu ermöglichen.

Zum Hintergrund:

Wie kann der Leidensgeschichte vieler Menschen an ihren Amtskirchen vor Ort konstruktiv begegnet werden? Wie können scheinbare Denkverbote aufgehoben und die Kirche als Ort der Gemeinschaft aller Gläubigen demokratisiert oder modernisiert werden? Sind die traditionellen klerikalen Positionen im Licht des aktuellen Standes von Theologie und Wissenschaft noch haltbar?

Man könnte auch fragen: Sollen Lesben und Schwule die Kirchen retten? Schließlich würden Kirchen keinen Monat bestehen können, wenn sie auf die tätige Kraft ihrer lesbisch-schwulen Gläubigen/MitarbeiterInnen in Gemeinden, Gesundheitsbetrieben und Sozialwesen verzichten müssten.

VertreterInnen von Selbsthilfegruppen, Basisgruppen und Gemeinden haben Ihre Teilnahme an diesem Bürgergespräch mit Publikumsbeteiligung zugesagt.

=> Um Anmeldung wird gebeten! Kennwort: Dialog mit Kirchen

Die Veranstaltung wird unterstützt und gesponsert von: HuK Frankfurt, evang. Gemeinde Frieden und Versöhnung, u.a.

=> mehr Info auf http://www.hessen.lsvd.de

i.A. Ralf Harth, LSVD Hessen – Landesvorstand/Pressesprecher, eMail: Ralf.Harth|at|LSVD.de – Mobil: 0162 8996310 (D2) – Mobil2: 0163 7323620 (e+)

und  Stefan Diefenbach, Projektleiter „“Dialog mit Kirchen“, mail: stefan.diefanbach|at|lsvd.de

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland – Landesverband Hessen e.V.LSVD – WIR SIND DIE LOBBY FÜR LESBEN UND SCHWULESpendenkonto: LSVD Hessen – Bank für Sozialwirtschaft Mainz – Kto-Nr. 8600900 – BLZ: 55020500

7 Comments

  1. naja, die Möglichkeit, sich ne bessre Gesellschaft zu suchen, ist ja eine eher junge Angelegenheit…
    dauert immer bissl, bis sich das herumspricht…

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  2. Man muss Schwulen und Lesben in der Kirche schon ein gewisses Mass ein sublimierten Masochismus unterstellen:

    Wenn ich merke, dass ich auf einer Party unerwuenscht bin oder als Gast dritter Klasse behandelt werde, suche ich mir bessere Gesellschaft.

    Wer mich will, muss halt damit leben: Nicht mein, sondern sein Problem.

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  3. Ah, ja, beim Dienen dürfen sie in vorderster Linie mittun, und beim Rest dürfen sie hinten am Katzentisch platznehmen…

    ja, das dacht ich mir.
    Und ihre „Tendenzen“ haben sie gefälligst für sich zu behalten, und sie nicht auch noch auszuüben. Enthaltsamkeit ist eh ne große tugend….

    jaja…

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  4. @fragender: zitiere doch bitte mal die anderen teile zum thema homosexualität in dieser leerlehrschrift . da zeigt sich die wahre geisteshaltung der verfasser 😉

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  5. verstehe wer will, aber was sollte ich in einem verein wollen, der mich nicht als das akzeptiert, was ich bin?
    von daher ist die frage „Sollen Lesben und Schwule die Kirchen retten?“ mit einem klaren nein zu beantworten.

    aber ich gebe zu, dass mein mann der beste beweis ist, dass es in den reihen der glbt-gemeinde bekloppte gibt (sorry schatz) .
    immerhin ist er keine katholen-klemmschwester 😛

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  6. Schwule und Lesben gehören genauso zur uns Christen – wie alle anderen Menschen. Nicht ohne Grund wird im Katechismus der katholischen Kirche deutlich gesagt das auch Schwule und Lesben ganz besondere Menschen sind und von Gott geliebt:
    Aus dem aktuellen Katechismus der katholischen Kirche:
    „Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tief sitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“

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