Medizinische Verschwörung bei Wikipedia


Screenshot Brightsblog

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Wikipedia-Artikel zum Thema Alternativmedizin und Komplementärmedizin sind mit großer Vorsicht zu genießen. Dies ist das Fazit einer Recherche des Hamburger Arztes Dr. med. Hans Barop und des Journalisten Claus Fritzsche.

Dr. med. Hans Barop analysierte die Qualität des Wikipedia-Artikels „Neuraltherapie“ und kam zu einem vernichtenden Ergebnis: „Der Eintrag wurde von nicht hinreichend qualifizierten Personen vorgenommen. Die Informationen über die Neuraltherapie sind veraltet, in weiten Teilen sachlich falsch und tendenziös dargestellt.“

Hans Barop ist ein profunder Kenner der Neuraltherapie, Autor von Fachbüchern und Co-Autor eines 2005 im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) der Schweiz publizierten Health Technology Assessments (HTA) zur Neuraltherapie.

Ähnliche Erfahrungen machte auch der Journalist Claus Fritzsche auf dem Gebiet der Homöopathie. „Innerhalb der Community von Wikipedia Deutschland gibt es eine einflussreiche, der sog. Skeptiker-Bewegung nahestehende Seilschaft, die zum Teil gegen Wikipedia-Regeln verstößt, um die eigene Meinung (POV) mit Gewalt durchzusetzen“, so der Herausgeber eines Wissenschafts-Blogs.

Nach Einschätzung von Fritzsche ist es das Ziel der bei Wikipedia Deutschland aktiven „Skeptiker“, Homöopathie, Akupunktur, Neuraltherapie & Co. möglichst abschreckend darzustellen. „Wissenschaftliche Quellen werden gerne selektiv oder falsch zitiert und mit diskreditierenden Wertungen versehen“, fasst Fritzsche seine in einer mehrmonatigen Recherche gesammelten Erfahrungen zusammen.

Im Neuraltherapie.Blog dreht sich alles um die 1925 vom Arzt Ferdinand Huneke entdeckte Therapieform, welche Krankheiten durch gezielte Ansprache des vegetativen Nervensystems heilt. Das von der Münchner Ärztin Imke Plischko herausgegebene Blog ist ein Informationsservice der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke – Regulationstherapie – e.V. (IGNH). Ziel ist es, über die Erforschung und Anwendung der Neuraltherapie mit journalistischem Anspruch zu berichten.

10 Comments

  1. „Neuraltherapie“ als neues Steckenpferd von Sankt Scheinheil, Claus Helene Louis Hare Fritzsche ?
    Aber das passt doch überhaupt nicht, diese Entwicklung vom Belladonna-Magier zur Procain-Fee !

    Der hat den Barop doch nur vor seine Karre gespannt, weil er noch eine Rechnung mit Wikipedia offen hat, der Claus Hare Helene Louis Fritzsche, dieser eitle Deluxe-Troll der Anti-Eso-Szene.

    Und weil der Fritzsche (Louis Hare Claus Helene) bei seinen schmierenkomödiantischen Inszenierungen als Weiser aus dem Taka-Tuka-Land, ohnehin nur gesinnungslosen Scheißdreck publiziert, ist es ihm wahrscheinlich völlig gleich, wer ihm dabei hilft, jeden auf jede nur erdenkliche Art anzupissen, der es nur ansatzweise wagt, berechtigte Zweifel an der Validität der neoschamanistischen Quacksalber-Botschaften aus Cläuschens Biotop anzumelden.

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  2. O clausi…. da ehrst du die Niederen hier mit Deiner Anwesenheit…
    Der Fachmann! Ich bin zutiefst beeindruckt…
    Diese Expertise!
    Dieses Grundwissen!
    Diese Spezialisierungen!

    Ich lausche atemlos den Ausführungen des BWLlers….

    Boah! mit vorzüglicher Hochachtung!!!
    Y.
    kennst mich ja schon. 😉

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  3. Hallo Florian,
    Freund und Kupferstecher,

    Du untertreibst maßlos. In Wirklichkeit ist es so, dass ich jeden, der Homöopathie nicht vorbehaltslos toll findet, für die Inkarnation des Satans auf Erden halte.

    Bei der Lektüre Deiner fachkompetenten, fundiert recherchierten und für mich zu tiefst schmerzhaften Homöopathie-Artikel bekomme ich umgehend „Schaum vorm Mund“ und muss mich danach erst einmal 14 Tage erholen.

    Bitte konfrontiere mich nicht so häufig mit der Wahrheit. Das halte ich nicht mehr lange aus!

    Auf dem letzten Loch preifend … 😉

    Claus

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  4. Was gibt es bitte für wirklich wissenschaftliche Quellen zur Homöopathie? Das Theoriegebäude Hahnemanns etwa?
    Bis jetzt mußte die Physik jedenfalls noch nicht umgeschrieben werden.

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  5. Barop und Fischer sind die Autoren des Health Technology Assessments zur Neuraltherapie, beide verdienen damit seit Jahrzehnten Geld. Für eine objektive Darstellung würde ich mir da irgendwie schon jemand anderes holen, es sei denn, es geht hier letztlich eher um die Erstellung einer Werbebroschüre. In dieser darf natürlich auch die Quantenphysik zur Erklärung nicht fehlen:

    „Lebende Organismen sind durch elektromagnetische Wechselwirkung dominiert. U. a. werden auch molekulare Vorgänge auf diese Weise gesteuert. Da die moderne Quantenphysik nur eine ganzheitliche Vernetzung kennt, ist sie auch eine wichtige Basis für die nachfolgend beschriebenen Prozesse der Selbstorganisation im Organismus. Die Grundlage der Selbstorganisation ist u.a. die Nichtgleichgewichts-Thermodynamik energetisch
    offener Systeme. Sie ist an die Nichtlinearität gebunden, welche ein wesentliches Merkmal der mathematischen Chaostheorie ist.
    Zuerst sollen die Begriffe Linearität – Nichtlinearität erklärt werden (82): Bei linearen Gleichungen erzielt eine bestimmte Ursache eine bestimmte Wirkung. Das Ergebnis
    ist reproduzierbar und auf andere Systeme übertragbar. Dies ist bei nichtlinearen Systemen – wie sie in der lebendigen Natur dominieren – nicht mehr gegeben
    Ein wesentliches Merkmal nichtlinearer Gleichungen der Chaostheorie ist die Rückkoppelung: Positive Rückkoppelung (oder „Iteration“) bedeutet mathematisch,
    das Teile einer Gleichung wiederholt mit sich selbst multipliziert werden. Somit hängt das Resultat stark von den Ausgangsbedingungen ab (momentaner individueller
    Zustand des Organismus). Weiter bedeutet dies, dass eine winzige Änderung des initialen Zustandes oder einer Variablen das System in eine völlig andere Richtung
    treiben kann. Eine eindeutige Voraussagbarkeit (Determiniertheit) ist somit nicht mehr gegeben. Denn das System arbeitet nach einer bestimmten Eingabe selbst weiter (organisiert sich selbst). Zudem können wegen der positiven Rückkoppelung schon geringste, geeignete Reize eine grosse Auswirkung zeigen .“

    Klicke, um auf HTA$2BReport$2BNT_200502011_smb.pdf zuzugreifen

    S. 33-34.

    Das klingt mir alles arg nach einer verschwurbelten Erklärung für die bisher schlicht nicht nachweisbaren „Störfelder“. Auch der Verweis auf Studien ist alles andere als überzeugend, fehlen doch wie üblich placebokontrollierte, randomisierte Varianten, stattdessen gibt es retrospektive Untersuchungen, Einzelfallbeschreibungen und den Verweis auf die eigene „gute „Erfahrung mit der Methode. Auch die Entdeckungsgeschichte klingt nach einem klassischen Fall, ein zufälliger Zusammenhang wird als kausaler interpretiert und immer weiter ausgebaut und gegen Kritik immunisiert.

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  6. Als ich begann, diesen Artikel zu lesen, hatte ich ehrlich gesagt das genaue Gegenteil erwartet.

    Nämlich, dass die „Therapien“ viel zu gut und unkritisch dargestellt werden. Denn das war meine Erfahrung.

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  7. Ach, naja, der Claus. Der ist übrigens BWLler. Nur mal am Rande erwähnt.
    Was ihn offensichtlich hervorragend befähigt, die dinge einzuschätzen…

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  8. Das sind doch keine News 😉 Der Fritzsche hält jeden, der Homöopathie nicht vorbehaltlos toll findet, für einen Agenten der bösen GWUP/Esowatch-Dogmatikskeptiker. Und natürlich ist er damit bei der Wikipedia auch schon ungut aufgefallen…

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