Homöopathie verbieten


dpa

Deutsche Ärztezeitung

Ein Ausschuss des britischen Unterhauses kommt in einem 275-seitigen Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Homöopathie nichts weiter als ein Placebo sei. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, die Mittel aus dem Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes (NHS) zu streichen.

Die Zulassungsbehörde (MHRA) solle homöopathische Medikamente nur noch zulassen, wenn die Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien belegt ist, also niemals. Angesichts der Fülle von Belegen zur Unwirksamkeit seien weitere Untersuchungen zur Wirksamkeit der Homöopathie nicht notwendig. Punkt.

Die British Homeopathic Associations hat den Bericht erwartungsgemäß als „engstirnig und oberflächlich“ kritisiert. Die Zufriedenheit der Patienten spreche doch klar für die Wirksamkeit der Therapie.

Würden die Homöopathie-Abteilungen des NHS geschlossen, müssten die Patienten auf wesentlich teurere Medikamente ausweichen. Und das sei angesichts der Kostenkrise im Gesundheitswesen sicherlich nicht hilfreich.

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14 Comments

  1. @NixZen

    Eben keine „Lobbyarbeit“: Wenn Du Dir den Bericht im Orginal durchliest, dann wirst Du sehen, dass der eigentliche Bericht nur ca. 40 Seiten des Gesamtdokuments ausmacht, der Rest sind die „Evidences“: D.h.: Protokolle und Erklaerungen von Leuten, die von dem Ausschuss befragt wurden, um diesen Bericht zu erstellen. Es wurden dabei – neben den „schulmedizinischen“ Seiten, auch jede Menge hoemopathischer Organisationen gehoert (fuer Details S. 54 ff. des Berichts).

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  2. stimme absolut zu. Denn das Behaupten einer Wirkung, die nicht nachweisbar ist, ist schlichter Betrug.
    Und das sollte sowieso verboten sein…. hust…

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  3. Solche Meldungen sind gute Meldungen!
    Ich bin mal gespannt wie es dort weiter geht.
    Wer immer noch nicht begriffen hat, dass Homöopathie Schwachsinn ist, möge sich mal ein paar Globuli Vacuum C 200 einwerfen. (Ähnliches mit Ähnlichem…oder so) Erhältlich bei Remedia. 😉

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  4. „(…) Würden die Homöopathie-Abteilungen des NHS geschlossen, müssten die Patienten auf wesentlich teurere Medikamente ausweichen. Und das sei angesichts der Kostenkrise im Gesundheitswesen sicherlich nicht hilfreich.“

    Sollte es wirkliche keine Alternative
    zur überflüssigen Therapie
    der durchweg banalen Befindlichkeitsstörungen
    einer hedonistischen Patientenschaft
    durch wirkstofffreie Arzneien geben ?

    Wirklich nicht ?

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  5. Ich habe die dpa-Meldung des „Deutsches Ärzteblatt“ ins Forum der „Apotheken-Umschau“ gestellt. In dieser Publikation sind häufig werbende Artikel über die Homöopathie zu lesen. Auch in der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“ und in deren Newsletter ist die Homöopathie ein stets präsentes Thema. Zur Zeit läuft dort eine von mir eröffnete Diskussion unter dem Thread „Der Unsinn mit der Homöopathie“. Über unterstützende Kommentare freut sich
    Argus7
    https://www.apotheken-umschau.de/forum/viewthread?thread=4680

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  6. Die Zufriedenheit von in einer steinzeitlichen Gesellschaft lebenden Urwaldbewohnern spricht ganz klar für eine Wirksamkeit von Schamanismus. Ich will deswegen, dass Knochenwerfen und Wolkendeuten in den Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes aufgenommen wird.

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