Austrittswelle in Österreich


Nach den Missbrauchsfällen innerhalb der Erzabtei St. Peter wird die Zahl der Kirchenaustritte wieder höher. (Bild: SN/Ratzer).
Nach den Missbrauchsfällen innerhalb der Erzabtei St. Peter wird die Zahl der Kirchenaustritte wieder höher. (Bild: SN/Ratzer).

Salzburger Nachrichten

Die Vergangenheit holt die katholische Kirche ein: Immer mehr Fälle von Missbrauch und Gewalt aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren in Kircheneinrichtungen werden bekannt. Die eine Folge: Eine neue Austrittswelle ist im Gang, die jene des Vorjahres – ausgelöst durch die Designierung des Win dischgarstener Pfarrers Gerhard Maria Wagner zum Linzer Weihbischof – weit übertreffen dürfte. Die andere Folge: Die Kirche reagiert und enthebt immer mehr Täter ihrer Ämter. Als äußerst bemerkenswert bewerteten Vatikan experten, was am Donnerstag im Leitartikel der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ erscheinen durfte: Die Historikerin Lucetta Scaraffia stellte darin die These auf, dass mehr Frauen in den Entscheidungsgremien der katholischen Kirche möglicherweise Missbrauchsfälle verhindert und die männliche Mauer des Schweigens durchbrochen hätten. Denn Frauen seien eher bereit, Kinder und Jugendliche gegen sexuelle Übergriffe zu verteidigen.

Zuvor hat der Vatikan eine Alleinschuld der katholischen Kirche an sexuellem Missbrauch zurückgewiesen. Es gebe wesentlich mehr Fälle in anderen Organisationen, hatte Vatikansprecher Federico Lombardi noch am Dienstag erklärt. Der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn bekräftigte indes, es sei notwendig, die Rechte der Opfer vor jene der Täter zu stellen und die Schuld beim Namen zu nennen. Der Kardinal forderte am Donnerstag eine „echte Umkehr“ der Kirche. Sie werde an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie durch den Prozess der Läuterung gehe. Tags zuvor hatte Schönborn erklärt, den Ursachen für sexuellen Missbrauch auf den Grund gehen zu wollen. Ausdrücklich wollte er auch den Zölibat zum Thema machen. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser sagte Donnerstagabend im ORF ebenfalls, in der derzeitigen Situation der Kirche müsse „überlegt werden, ob der Zölibat die angemessene Lebensform für den priesterlichen Dienst und die Ordensleute ist“.

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6 Comments

  1. Okay.
    Ich werd dran denken 😉

    Aber abgesehen davon, es freut mich. Diese vielen „Gewohnheitschristen“, „naja, ich hab damit nichts weiter zu tun, aber irgendwie… und die Familie…. und Weihnachten…“

    Ich danke den pädophilen Priestern für ihre wertvolle Unterstützung.
    Die Machtzentrale sollte man nicht finanzieren.
    dem Moloch etwas geben heißt, ihn wachsen zu lassen.

    ne Schrumpfkur wär ganz gut für den.
    Für uns!
    Für alle!
    vor allem für die zukünftigen Generationen.

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  2. Naja, ich weiss nicht ob nickpol in Österreich, Schweiz, Deutschland oder auf den Bahamas wohnt, aber mir wird bei der News wirklich warm um’s Herz 😉 .

    Wie schön doch die Blätter damals verkündeten: „Wir sind Papst!“. Wir waren endlich an der Spitze im Vatikan. Wenn wir schon die Weltmeisterschaft knapp verschossen haben, dort sind wir zumindest auf dem richtigen Stuhl. Endlich sind wir so „gottnah“ angekommen. Endlich !

    Danach kamen die Verfehlungen. Es wurden halbgare „Entschuldigungen“ gepredigt und regelrechte beleidigende Sätze geliefert (Zwar haben wir tausende Menschen abgemetzelt, aber zumindest sind sie froh über das Bibelgeschenk und dem heutigen Religionsunterricht). Es wurden antisemitische und weggelassene Textpassagen wieder in die Tradition aufgenommen, und damit die Mutterreligion regelrecht einen Arschtritt versetzt. Dann hat man auch noch einen Fettnapf mit dem Durchmesser eines Schwimmbades gebaut, indem man einen Holocaustleugner umarmte und gleich noch die gesammte VK2-Gruppe einen Platz in den eigenen Reihen einräumte. Naja, wenn schon die „normalen“ Menschen nicht mehr werden und die alte Kundschaft langsam wegstirbt, sollte man für „anderswertiges“ Frischfleisch sorgen. Und nun werden die jahrzehntelange Taktik der Kirche bei Missbrauchsfällen an’s Tageslicht gebracht.

    Manchmal muss vieles geschehen, damit die Menschen das gesammte Bild betrachten können. Die Kirche hat ihre Funktion längst verloren. Sie hatte damals und sie hat heute keinen blassen Schimmer, wie sie die Zukunft gestalten kann. Ihre Positionen sind seit Christi Geburt veraltet und werden immer wieder neu angegriffen. Ob es sich um bibelgerechte Bestrafungen von Kräuterfrauen handelt, oder um das bekannte „sittsame“ Verhalten von Paaren. Sie hat einfach stets die große „sei mit uns oder gegen uns“ Politik betrieben, aber nie echte Weichen stellen können. Und nun gibt es (wieder) eine Veränderung … vom Volke her. Und wieder steht die Kirche sprachlos und kraftlos da und versucht die Felle festzuhalten, die ihnen da davonschwimmen. Wieder sind es die erzkonservativen (vollindoktrinierten), die den Bischöfen bei Schritt und Tritt folgen, wie Schafe dem Hirten.

    Es war nur eien Frage der Zeit, bis „wellenartig“ die Menschen reagieren. Und neben den Geldscheinen, ist die Zahl der Mitglieder die weitere Archillesverse des Gottesvereines. Wenn die Menschen entdecken, dass sie ihren Glauben auch ohne „Church & Söhne GmbH“ ausüben können, wenn sie entdecken, dass „das Wort Gottes“ auch in deutsch gelesen werden kann, dann beginnen einige weichgekochte Hirnzellen zu arbeiten und man tritt aus dem verstaubten Verein aus und findet einen eigenen Lebensweg. Denn neben dem römisch-katholischen Glauben, existieren noch unzählige andere Wege, sein Leben zu ordnen und zu führen. Und nebenbei, auch ein besonders breiter Weg, der vollständig ohne übernatürliche Entitäten auskommt 😉 .

    Ich wünsche den Österreichern viel Erfolg bei ihrem (teil. harten) Schritt in die richtige Richtung. Zeigt’s den Vatikanlern, was „gesunder Menschenverstand“ wirklich bedeutet 🙂 .

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    1. Deo omnis gloria!

      Vielleicht tritt ja “nickpol” einmal EIN in die Kirche, in drei oder vier Jahren?! Schön wär’s doch!

      Wenn das eintreten sollte kommt Ellen Ripley

      TÖTET MICH

      zum tragen.

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  3. NIEMAND wird noch wurde erlöst von seinen Sünden,
    das sehen wir an der katholischen Kirchengeschichte;

    NIEMAND wird das Reich Gottes sehen, es sei denn sagt Christus, dass der Mensch vonn neuem geboren werde;

    NIEMAND ist ein Stellvertreter Gottes und seinem Christus auf Erden,der nicht so lebt und wandelt,wie Jesus Christus mit seinen Jüngern lebte und wandelte,

    NIEMAND ist ein Geistlicher, Hirte und Seelsorger, der nicht von Gott und seinem Christus,
    1.Berufen wurde,
    2.Zubereitet wurde,
    3.Wiedergeboren ist durch den Geist und Wort Gottes,
    4.der nicht das Dreifache Zeugnis Gottes und Zeugnis Jesu Christi empfangen hat,welches ist seine Legitimation und Lizenz Gottes, um im Geist und Namen Gottes zu lehren und zu predigen.
    WER dieses alles nicht erfüllt und erfahren hat als ein
    „Christ und geistlicher Amtsträger“ sagt Gott durch seinen Geist der Wahrheit in der einzig wahren Lehre und Theologie, der ist den „Mietlingen, blinden Blindenleiter,
    Wölfen im Schafspelz und falschen Propheten gleich,
    deren Worte Got nie bestätigen noch kommentieren wird in Ewigkeit: „Denn wenn ein (geistig) Blinder, einen anderen Blinden leitet, so fallen sie beide in die Grube sagt Christus zu den damaligen Pharisäer und ihren Schriftgelehrten der Amtskirche in Jerusalem. Matthäus Kapitel 7, / Kapitel 15,
    Von Anfang der Menschheit und
    von Anfang des Urchristentums, hat Gott und sein Christus,
    seine Jünger, Diener und Theologen/Gotteslehrer, immer
    selber berufen, erwählt und gesandt zu der verlorenen Menschheit, sie sind nie von anmaßende und selbsterwählte Menschen gemacht worden auf ihren Universitäten und Fakultäten.
    Privates:
    Solches predigte schon meine Wenigkeit in Wien, Linz, Salzburg, Bad Aussee, Villach, Klagenfurt, Liezen/Tirol und an vielen anderen Orte in Österreich, im Jahre 1962, sollte nun Gott doch meine Gebet erhört haben für die verführten und manipulierten Menschen in Österreich,
    (die ich immernoch liebe auch im hohen Alter,)
    so gehört der Dank und Lobpreis dem Herrn und wahren Jesus Christus, der >heute< derselbe ist wie in der Geschichte und Vergangenheit. P.S:

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