Klare Feindbilder


Quelle: gulli.com

Auf der Homepage des Bistums Regensburg findet sich ein bemerkenswerter Teaser zum einem Artikel von CareChild.

Scheinheilig: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und die Humanistische Union

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist Mitglied im Beirat der „Humanistischen Union“, einem Verein, der u.a. „pädophile Arbeitsgruppen“ unterstützt hat. Arbeitsgruppen, gegen die die Polizei in mindestens einem Fall sogar mit einem Sondereinsatzkommando vorgehen musste. Die jetzige Vorsitzende der „Humanistischen Union“ will davon offenbar nichts mehr wissen und prüft auch noch rechtliche Schritte gegen den Bischof von Regensburg, der in einem Interview HU-Beiratsmitglied Leutheusser-Schnarrenberger im Zusammenhang mit der HU scharf attackierte.

Unter dem Deckmantel „humanistischer“ Arbeit versuchte der Verein „Humanistische Union e.V.“ jahrelang Pädophilie zu mehr gesellschaftlicher Anerkennung zu verhelfen und eine Quasi-Legalisierung von Sex mit Kindern gesetzlich verankern zu lassen.

Der Verein unterstützte als Selbsthilfegruppen getarnte Kinderpornoringe, die u.a. durch die Arbeit des Journalisten Manfred Karremann und Veröffentlichungen im ZDF ausgehoben werden konnten. Eine der schlimmsten dieser Gruppen agierte in München. Nach Aussagen von Insidern, die CareChild vorliegen,  wurde sie ganz aktiv von der Humanistischen Union unterstützt.  Sogar die Räumlichkeiten wurden demnach von der HU gestellt. Die Polizei machte dem Spuk im Oktober 2003 ein Ende.

Eng damit verbandelt, waren auch Organisationseinheiten des AHS e.V. („Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität“) und dessen 1. Vorsitzenden Claus Gradenwitz, der ebenfalls solche Gruppen („Arbeitsgemeinschaft Pädophilie“ kurz: AG Pädo) unterhielt. Beide Vereine existieren noch immer. Im „Kuratorium“ bis heute auf der Webseite des AHS e.V. aufgeführt: Prof. Dr. Fritz Sack, der heute ebenfalls Mitglied im Beirat des  Vereins „Humanistische Union“ ist. und von 1997 bis 2003 im Vorstand der HU tätig war. Der AHS e.V. bestand, Internetquellen zu Folge, überwiegend aus Pädophilen.

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Beachtenswert auf der Seite des Bistums ist auch die

Erklärung des Diözesankomitees im Bistum Regensburg zu Gewalt und Missbrauch gegen Kinder:

Die Laien im Bistum Regensburg bekunden ihre Solidarität gegenüber den Regensburger Domspatzen und verwehren sich, Kirche und katholische Einrichtungen unter Generalverdacht zu stellen. Denn Missbrauch und Gewalt gegen Kinder sind kein katholisches, sondern ein gesellschaftliches Problem.

Das ist richtig.  Missbrauch und Gewalt gegen Kinder sind ein gesellschaftliches Problem. Die Schlussfolgerung kann nur aus diesem Grunde lauten, es ist die Gesellschaft, die dieses Problem zu lösen hat, nicht die Kirche. Kirchlich-kriminelle Würdenträger, ob nun Täter, Mitwisser oder schweigender Wegschauer haben sich den Gesetzen unserer Gesellschaft gegenüber zu verantworten. Es ist Sache dieser Gesellschaft uneingeschränkt, klar und unmissverständlich den Saustall „katholische Kirche“ auszumisten, nicht am runden Tisch, sondern auf der Anklagebank deutscher Gerichte.  Es muss Schluss sein mit der privilegierten Stellung kirchlicher Würdenträger.

Die misshandelten, missbrauchten Kinder bleiben misshandelt und missbraucht, der Gott der Christen kommt wie immer wieder einmal zu spät.

4 Comments

  1. Hmmh, diesen Beitrag auf dem Brightsblog habe ich erst gerade eben zur Kenntnis genommen. Nur zur Klarstellung: es handelt sich nur um eine Dokumentation; keineswegs ist es so, dass wir uns die Auffassungen dieses Vereins „Care Child“ zu eigen machen.

    Die Falschdarstellungen und hetzerischen Töne („Unter dem Deckmantel „humanistischer“ Arbeit“) in Bezug auf die älteste Bürgerrechtsorganisation Deutschlands, Humanistische Union (HU), sind eklatant! Aussagen wie „Der Verein unterstützte als Selbsthilfegruppen getarnte Kinderpornoringe“ sind sachlich unzutreffend und haltlos.

    Möglicherweise haben sie amateurhaft schlecht recherchiert und überschlagen/vergreifen sich deshalb im Tonfall, weil sie die überragende Wichtigkeit ihrer Pseudo-„Wahrheit“ („Child Care“) betonen wollen. Oder sie zielen als polit-ideologische Rufmord-Kampagne aus der schwarz-braunen Ecke gegen die nicht zu ihren eigenen Kreisen gehörende linksliberale Juristen- und Bürgerrechts-Vereinigung HU.

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  2. Strohmannverein? der existiert seit mehr als 10 jahren und ist wohl sehr engagiert im Kampf gegen Kinderpornografie. War wohl auch einer der ersten Vorreiter dagegen. Schiesst manchmal aber etwas über das Ziel hinaus. Vorsicht beim googlen ist angebracht. Die werden oft von Pädophilen „angeschossen“, so existieren zahlreiche foren mit Hetzkampagnen, die mit der Wahrheit nichts zu tun haben können wenn man mal genau nachforscht. (1000 tote Links auf einer Seite die zu angeblichen Quellen führen sagen mehr als 1000 Worte)

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  3. Um die Sache mit dem „gesellschaftlichen Problem“ weiterzuspinnen:

    Schlaegereien nach Fussballspielen sind auch ein gesellschaftliches Problem, nur sind dort mehr ledige junge Maenner beteiligt als Familienvaeter in ihren 40ern oder Bewohner von Altenheimen. Es ist also vollkommen legim, wenn die oeffentliche Diskussion, Behoerden und Politik sehen, in welcher gesellschaftlichen Gruppe bestimmte Probleme sich haeufen.

    Das dieser Fokus nun im Falle des Kindesmissbrauchs bei der Kath. Kirche gelandet ist, sollte ihr primaer zu denken geben.

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  4. Care Child? Nie gehört. Hab mal ein bisschen gegoogelt und festgestellt, dass es praktisch keine Informationen zu dem Verein, außerhalb der sehr merkwürdigen HP und eigenen Pressemitteilungen, gibt.

    Für mich scheint das wieder mal ein Strohmann-Verein zu sein, der in einer aktuellen Debatte Stimmung machen soll.

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