„Lasset die Kindlein zu mir kommen“


Deutscher Freidenker-Verband

Scheinheilige Hirten

Der Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Vergehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden.
Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bildungseinrichtungen an der Tagesordnung.
Unter Missbrauch des Vertrauens von Eltern und Kindern wurde mit psychischem Druck und Angst vor Strafen die Hinnahme sexueller Nötigung und entwürdigender Demütigung erzwungen und zugleich die umfassende Aufklärung der Zustände unterbunden. Die für strafwürdige Handlungen Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir fordern die schonungslose Aufklärung jedes Einzelfalls unabhängig vom jeweiligen Zeitpunkt und einer eventuell eingetretenen strafrechtlichen Verjährung. Die Ermittlungen sind von Anfang an ausschließlich Aufgabe der zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Praxis, zunächst „interne Untersuchungen“ anzustellen, und dann „gegebenenfalls“ die staatlichen Stellen zu informieren, ist genauso abwegig und inakzeptabel, wie wenn Banküberfälle zuerst durch die Bankräubervereinigung geprüft würden oder für Mordermittlungen zunächst die Mafia zuständig wäre.

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4 Comments

  1. @bert:
    Die armen Zootiere. Aber mich graust’s bei der Vorstellung eigentlich nicht so arg. Eher muss ich dabei innerlich kichern, wenn ich mir vorstelle, der „geistliche“ Hirte streut sich Salz auf den …, damit der Schafsbock leckt …

    Solche Hirtentätigkeit ist eigentlich das allerhöchste, was man die machen lassen darf, wenn man zumindest die Kindlein vor denen schützen will.

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  2. Hmm, ich finde nicht alles was hinkt, ist direkt ein Vergleich.

    Die Kirche ist nunmal (im Gegensatz zur z.B. Mafia) keine Organisation, die mit dem Hintergrund Kinder zu vergewaltigen gegründet wurde und unterhalten wird (sexuell meine ich, weltanschaulich werden sie natürlich in solchen Institutionen mishandelt). Die Mafia zwar auch nicht, aber die war von Anfang an als kriminelle Vereinigung gedacht …

    Wenn ich in Ausübung meines Berufes, egal bei welchem Arbeitgeber, ob privat oder öffentliche Institution, in den Verdacht gerade, etwas illegales zu tun, kann ich doch wohl verlangen, daß der Arbeitgeber der mir evtl. sogar vertraut, erstmal selbst versucht, hinter den Wahrheitsgehalt der „Gerüchte“ zu kommen.

    Klar ist aber: sobald etwas krumm sein könnte, gehört die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

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