Vom islamischen Humanismus


Einen kleinen Teil seiner Bücher hat Mouhanad Khorchide schon eingeräumt. Seine Studenten haben ihn sehr freundlich empfangen, sagt er. Foto: (Matthias Ahlke)

Borkener Zeitung

Als sein Name erstmals im Zusammenhang mit seinem neuen Job fiel, war die Rede vom „Mann für den heißen Lehrstuhl“. Jetzt ist Dr. Mouhanad Khorchide in Münster, hat ein winziges Dachstübchen im Centrum für religiöse Studien bezogen, die wichtigsten seiner arabischen Bücher ordentlich in die Regale gestellt. Die Fragen nach dem Gefahrenpotenzial seiner neuen Stelle, der Professur für islamische Religionspädagogik, kennt der 38-Jahre alte Theologe und Soziologe zur Genüge. Khorchide, der die Stelle übernimmt, die seinem Vorgänger und jetzt ganz vom Islam abgewandten Prof. Sven Kalisch großen Ärger bis hin zu Morddrohungen von muslimischer Seite einbrachte, lächelt und winkt ab: „Ich stelle bestimmte Grundsätze des Islam nicht infrage“, betont er, „nicht den Koran und nicht die historische Existenz des Propheten“.

Khorchide sieht sich als „islamischen Humanisten“. Einen aufgeklärten, liberalen Islam hat er sogar gepredigt, als Imam einer Gemeinde in Wien. „Auf Deutsch“, erzählt Khorchide, das war ihm sehr wichtig. „Wir brauchen in Deutschland und Europa eine islamische Theologie“, sagt er: Wenn hier über den Islam diskutiert werde, gehe es selten um theologische, sondern meist um gesellschaftspolitische Themen – etwa Integrationsprobleme, Moschee-Bauten oder Kopftuch-Verbot.

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1 Comment

  1. Im Koran las ich „Die Frau ist der Zwilling des mannes“

    ok, mankönnte auch sagen, der Mann ist der Zwilling der Frau… 😉

    immer wenn ich das moslemischen Männern zitiere, gucken die etwas verschreckt aus der Wäsche. Soooo ist das wohl nicht gemeint…

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