Die Leib -und Lustfeindlichkeit des Katholizismus


Ralf König. Foto: AP

Heute Abend nimmt Comiczeichner Ralf König im Friedenssaal den Rosa-Courage-Preis entgegen. Was er über Preise, Religion und den Missbrauchskandal in der katholischen Kirche denkt, verrät er vorab im Interview.

Von Anne ReinertOsnabrücker Zeitung

Herr König, herzlichen Glückwunsch zum Rosa-Courage-Preis. Was bedeutet es Ihnen, eine Auszeichnung zu bekommen?

So ein Preis bedeutet, dass meine Comics etwas bewirken, das freut mich natürlich. Momentan ist bei mir Preiszeit, keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht daran, dass die Leute bemerken, dass ich seit über 30 Jahren Comics zeichne. Demnächst bekomme ich in Köln die Kompassnadel des Schwulen Netzwerkes, und in München gab’s im letzten Jahr die Gache Wurzn des Bundes für Geistesfreiheit. Vielleicht liegt’s auch an meinem neuen Thema, der Religionskritik.

War Ihnen der Rosa-Courage-Preis vorher ein Begriff?

Ich habe zum ersten Mal davon gehört, als Hella von Sinnen ihn bekommen hat, die ja auch Kölnerin ist. Der Preis ist ja eine Auszeichnung für schwul-lesbisches Selbstverständnis und Zivilcourage. Dabei war es als Comiczeichner nie wirklich mein Anliegen, aufzuklären oder belehrend zu sein. Ich wollte nur lustige Geschichten erzählen, aber das hatte einen politischen Effekt, gerade Anfang der 80er. Ich treffe oft auf Leute, denen meine Geschichten beim Coming-out geholfen haben.

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1 Comment

  1. Ralf Königs comics – einfach cool.

    Dazu muß man nicht homo-hetero-bi speziell sein. Genügt, wenn man Humor hat und weiß, wie man lachen kann…

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