Hochdosis Vitamin D steigert Knochenbruchrisiko


Geld und Pillen
Geld und Pillen (CC-by-sa/3.0/en by Ragesoss)

Deutsches Ärzteblatt

Melbourne – Die Idee, die Vitamin-Substitution auf eine einmal jährlich oral applizierte Mega-Dosis zu konzentrieren, hat in einer randomisierten klinischen Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2010; 303: 1815-1822) nicht die erhoffte Wirkung erzielt: Es kam zu einem Anstieg der Stürze und der Knochenbrüche.

Viele ältere Menschen haben einen latenten Vitamin D-Mangel, der sie einem erhöhten Risiko von Stürzen (infolge der gestörten neuromuskulären Funktion) und Frakturen (infolge einer verminderten Knochenmineralisation) aussetzt. Ob dies durch eine alleinige Vitamin-D-Substitution verhindert werden kann, ist umstritten.

Erst kürzlich war die „Vitamin D Individual Patient Analysis of Randomized Trial“ zu dem Schluss gekommen, dass ohne eine zusätzliche Kalziumgabe keine günstigen Auswirkungen zu erwarten sind (BMJ 2010; 340: b5463).

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