Polizisten gegen Anti-Burka-Gesetz


Burqua Burka
Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin' the Khuff)

Telepolis k-news

„In 90 Prozent der Fälle kommt es zum Konflikt“ – nach einem Bericht der französischen Website rue89 könnten sich Polizisten in Problemvierteln weigern, das Anti-Burka-Gesetz anzuwenden.

Das sogenannte „Anti-Burka-Gesetz“ bahnt sich den Weg durch die französischen Kammern. Gestern beschloss das Parlament einstimmig die Annahme einer Resolution, Mitte Juli wird der Gesetzesvorschlag vor der Assemblée National diskutiert. Alles läuft nach Plan – vorerst (siehe Generelles Burka-Verbot ohne festes juristisches Fundament).

Indessen zeigen jene, die diese Politik künftig konkret umsetzen müssen – die Polizisten – wenig Vorfreude. Zumindest, wenn solche Aussagen als einigermaßen repräsentativ verstanden werden, die aktuell von einer Reporterin der bekannten Internetsite rue89.com eingeholt wurden.

„Die Polizisten wollen kein Verbot“, so der Titel der kleinen journalistischen Stichprobe von Chloé Leprince.

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3 Comments

  1. Sind mit „Bikern“ nun aggressiv fahrende Fahrrad-Rüpel gemeint oder vermutlich Motorradfahrer?

    Der Unterschied dürfte wohl darin liegen, dass man bei Konflikten mit individuellen Fahrern nur direkt mit denen zu tun bekommt. Hingegen sammelt sich bei Konflikten in Ghetto-Wohnvierteln ganz schnell eine große Menge Bewohner um den Schauplatz. Das ist in den französischen Banlieues, die vorwiegend von Einwandererfamilien bewohnt werden, der Fall.

    Potenziert wird das (wohl nicht nur im Zusammenhang von moslemischen Communities, aber da besonders), wenn es um ihre Frauen geht. Es gibt da so etwas wie eine tradionalistische Attitüde, so dass im Konfliktfall meist keine Sekunde nachgedacht wird. In der westlichen Gesellschaft ist das vielleicht so, wenn es um Gewalt gegen Kinder geht.

    Für vom Gesetz her zu Eingreifen offiziell gezwungene Polizisten ergibt sich daraus tatsächlich eine Eigengefährdung. Die schiere Masse der jungen Männer, die sich da bedenkenlos in die „Schlacht“ werfen würden, könnte mich an ihrer Stelle auch zögern lassen. Verstehen kann man das. Bleibt die offene Frage, ob man das akzeptieren kann?

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  2. „In 90 Prozent der Fälle kommt es zum Konflikt“
    wenn man biker verhaften will kommt es auch in 90% der fälle zum konflikt, sollen wir deshalb den bikern freie hand lassen?

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