Evolution im Liebesrausch


Die Evolution im Liebesrausch: Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere (Gebundene Ausgabe) von Markus Bennemann (Autor)

Mord, Samenraub und Genklau

Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere ist Thema des neuen Buchs von Markus Bennemann.

Badische Zeitung

Ängstliche Grauschaben-Männchen stinken nach Feigheit. Kommen sie einem kräftigen Geschlechtsgenossen vor die Fühler, erkennt der die Schwächlinge sofort. Dann werden sie getreten, geschubst, auf den Rücken geworfen. Ein leidvolles Dasein, gäbe es nicht einen Lichtblick: Die Verlierer haben öfter Sex, denn Grauschaben-Weibchen fahren voll auf ihren Duft ab. Allerdings dürfen auch die Kraftprotze mal ran. Sobald die Schabendamen ins Alter kommen, packt sie offenbar die Torschlusspanik. Jetzt geben sie sogar den Grobianen eine Chance.

„Manchmal scheint selbst die Evolution einen Sinn für ausgleichende Gerechtigkeit zu haben“, sinniert Markus Bennemann. Sein erstes populärwissenschaftliches Sachbuch schrieb der Biologe, Übersetzer und Autor über die „raffiniertesten Morde im Tierreich“.

Im zweiten, „Die Evolution im Liebesrausch“, blickt er heiter auf das „bizarre Paarungsverhalten der Tiere“. Dabei steht die Natur wirklich ab und zu auf der Seite der Schwächeren: Die Machos unter den Perugia-Kärpfling-Männchen stressen sich so damit, grazilere Konkurrenten unablässig einzuschüchtern, dass ihnen zum Sex fast keine Zeit mehr bleibt. Da haben die Softies mehr Muße. Sie pflanzen sich erfolgreicher fort.

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5 Comments

  1. Hi, Rolandschwarzer…

    iss n Auswahlproblem. Im Karpfenteich wirste wohl nur was finden?
    Fische du anderswo….
    (ich hab so einen geheiratet, wie Du dich selbst beschreibst, und in Wahrheit ist der total cool… wir sind das Duo Infernale…)

    und, echt, was willste mit nem karpfen, hm?

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  2. „…die Evolution einen Sinn für ausgleichende Gerechtigkeit zu haben“
    Wer in die Sprechstunde zu Dottore Frühsommer kommt, kriegt auch Rat. Da du nach Selbstdiagnose ja zu den „toten Hosen“ zählst, musst du das nächste Mal einfach zu denen auf die Bühne hopsen. Danach wird’s schon!

    Von Kriegsbemalung als Assel oder Marylin Manson raten wir ab, damit kann man nur hormongeschütteltete 15-Jährige beeindrucken. Und wer will heute schon mit einschlägig auffälligen Pfaffen mit Vorliebe für Jugendarbeit verwechselt werden?

    Wie gefällt dir übrigens dies hier: http://www.zeigdeinekunst.de/zdk-portal/artwork/showOffset/5142?offset=12&max=1&paginate=artworks

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  3. „…die Evolution einen Sinn für ausgleichende Gerechtigkeit zu haben“
    Da hat sich die Evolution in meinem Fall aber einen Patzer erlaubt. Ich bin ein totaler Softie und stinken kann ich auch problemlos, und trotzdem will das Weibsvolk mich nicht flachlegen. Muß ich jetzt auch noch aussehen wie eine Kellerassel, damit ich mal ran darf? :mrgreen:

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  4. Eine diffizile Rückfrage für jemand der nicht der Autor des fraglichen Textes ist. Für gewöhnlich hilft unser Gehirn uns mir der Aus-dem-Kontext-Erschließen-Methode zuverlässig aus. Hier ist es ausnahmsweise mal recht unklar. Denn Muße reicht nicht aus, ein erfolgreicher Serien-Verführer zu werden. Muse hingegen ist ein schillernder Mythos-Begriff, der allerdings eine Menge mit Verführungskunst zu tun hat. Bei Wikipedia findet sich eine Begriffsklärungsseite, deren oberste beiden Einträge hier gemeint sind. http://de.wikipedia.org/wiki/Muse

    Ich habe entschieden (und entsprechend korrigiert), dass es wohl Muße heißen muss, denn gemeint ist vor allem größere Stressfreiheit, die Kraftreserven und Einfallsreichtum ermöglicht. Dabei sollte man nicht aus dem Blick verlieren, dass die Übertragbarkeit von Beobachtungen aus der Tierwelt auf die Menschen – mit der hier allerdings gespielt wird – eher problematisch einzuschätzen ist.

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