Gentech-Mais auf 3000 Hektar


Rekombinante DNA
Gen-Tech (Public Domain by Tinastella)

Niedersachsens Landeshäuptling, der als cdu-Bundespräsident ausgeguckte Christian Wulff, hat einen neuen Skandal zu verantworten.

Seine Landesregierung hat geltendes Recht missachtet, durch inkompetentes und unkooperatives Verhalten großen Schaden verursacht und gibt sich fast genauso unschuldig wie British Petroleum gegenüber dem Ölbohrloch. Ein glaubwürdiger Kandidat für das hohe Staatsamt ginge anders mit solchen Tatsachen um.

Statt Schaden von seinem Land abzuwenden, wie er es im Amtseid geschworen hat, vertändelt die Staatsverwaltung unter seiner Ägide wertvolle Zeit, verzockt womöglich die Existenz von zahlreichen Imkern und ökologisch wirtschaftenden Bio-Landwirten. Sonntags in der Kirche von „Schöpfung“ salbadern und werktags sich um den Erhalt einer gesunden Nahrungsmittelproduktion gar nicht sehr interessieren – ist er genauso, der durchschnittliche, typische Christdemokrat?

die taz

Trotz Anbauverbot wächst auf 3.000 Hektar in sieben Bundesländern genmanipulierter Mais. Die Kontrollbehörden reagierten zu spät. Absicht, Unfähigkeit oder Schlamperei?

HANNOVER dpa | In sieben Bundesländern ist trotz eines Anbauverbots mit Genmais verunreinigter Mais angebaut worden. Das niedersächsische Landwirtschaftsministeriums bestätigte am Sonntag entsprechende Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Das Saatgut stammt von einer Firma aus Buxtehude. Nach Meinung von Greenpeace können Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier nicht ausgeschlossen werden.

„Es handelt sich hier um den bisher größten Gentechnik-Saatgutskanal in Deutschland“, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting. Das Landwirtschaftsministerium hat laut Greenpeace bereits Anfang März von der Verunreinigung erfahren, die Ergebnisse aber erst mit rund zwei Monaten Verzögerung an das Umweltministerium weitergeleitet.

Die Länder hatten sich darauf geeinigt, bis Ende März ihre Ergebnisse zu melden, um eine Aussaat von mit Genmais-Sorten verseuchtem Saatgut zu verhindern. Diese Frist wurde von Niedersachsen nicht eingehalten. „Entweder wurde hier bewusst geschlampt oder aus politischer Überzeugung bewusst in Kauf genommen, dass mit der Aussaat von Gen-Mais Fakten geschaffen werden“, kritisierte Hissting.

Das niedersächsische Umweltministerium wurde tatsächlich erst am 27. April informiert, wie dessen Sprecherin Stefanie Becker bestätigte. Bislang habe es eine „bewährte Praxis“ der Zusammenarbeit zwischen den Behörden in Niedersachsen gegeben. Warum es nun zu den Verzögerungen im Landwirtschafts-Ressort kam, wollte sie nicht direkt kommentieren: „Die Vorgänge gilt es auszuwerten und zu bewerten.“

Es handele sich allerdings um freiwillige Kontrollen, sagte der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne: „Nicht wir sind für die Saatgut-Kontrollen zuständig, sondern die Hersteller.“ Die Verzögerung habe lediglich zwei bis drei Wochen betragen und sei keinesfalls absichtlich geschehen. „Die Verschwörungstheorien von Greenpeace sind absurd.“

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23 Gedanken zu “Gentech-Mais auf 3000 Hektar

  1. naja, irgendwie ist das auch logisch, daß Gentechnisch manipulierte Sorten für genau die ansprüche verändert werden, für die man sie haben will.

    Auch Zucht tut das, aber wesentlich langsamer, uneffektiver und aufwendiger.

    Genaugenommen funktioniert Evolution genau so.
    Die lebensumstände sorgen dafür, daß bestimmte Individuen sich durchsetzen können – andere eben nicht.

    nun ist Gentech nicht Evolution, sondern ein direkter Eingriff.
    Für welche Kriterien verändert wird, ist die Frage.
    Nicht, ob es gemacht wird.

    Ist doch nur ein Werkzeug.
    Und wie beim Messer geht es nicht wirklich darum, ob man es benutzen soll oder nicht. Die Frage ist, wofür man es benutzt – zum Brotschneiden oder zum Raubüberfall…

    Und das ist eine ganz andere Frage.
    Die Kultur, die gesamte Gesellschaft ist da gefragt.
    Schutzparagraphen können eine Fehlentwicklung nur marginal hemmen (wie man sieht).

    Ganz offensichtlich muß etwas an der Grundeinstellung geändert werden.
    Wo der Kopf hinguckt, da folgt der Körper nach…

    Wird Zeit, daß aus dieser Beschiß – und Suchtkultur (wer am besten bescheißt und wer das meiste zusammenrafft, auf Teufel komm raus, ist der Größte…) rausgefunden wird.

    Gentech-Anwendungen sind Symptome, wie so vieles anderes. Das Grundproblem muß angegangen werden.
    Symptombehandlung verzögert das allenfalls.

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  2. rheinlaenderinlondon

    @idefix

    Es handelt sich bei Saatgutspende um Hybridsaat – das ist insofern „gentechnisch“, als Hybridsorten seit Jahrtausenden verwendet werden.

    Die „Kultursorten“ in Haiti sind kaum in der Lange das Land zu ernaehren – welche Sorte Landwirtschaft dort auch immer betrieben wuerde, eine schlechtere als die bestehende ist kaum denkbar: Obwohl ca. 65% der Bevoelkerung in der Landwirtschaft arbeiten (in Dltd. 2,4%) muss das Land Grundnahrungsmittel importieren.

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  3. Aktuelles vom 12. Juni:
    taz | Der Skandal um illegales Gentechnik-Saatgut hat ein juristisches Nachspiel. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat am Freitag bei der Staatsanwaltschaft Stade Strafanzeige gegen unbekannt erstattet, wie ihr Rechtsanwalt Jens Beismann sagte. Sie richtet sich dagegen, dass in diesem Frühjahr in sechs Bundesländern Saatgut ausgesät wurde, das mit verbotenem gentechnisch verändertem Mais verunreinigt war. Das Gentechnik-Gesetz sieht bis zu drei Jahre Gefängnis oder Geldstrafe für denjenigen vor, der nicht zugelassene Genpflanzen freisetzt.

    Die Niederlassung des US-Saatgutherstellers Pioneer Hi-Bred in Buxtehude hatte laut Behörden verunreinigten Mais für rund 2.000 Hektar geliefert. Damit dürfte der Fall der bisher größte Gensaatgut-Skandal in Deutschland sein. „Die Bauern wussten davon nichts. Deshalb sind sie raus“, sagte Jurist Beismann. Allerdings müsse die Staatsanwaltschaft überprüfen, ob Saatgutfirmen oder Behörden Fehler gemacht hätten.

    Tatsächlich wirft die Umweltschutzorganisation Greenpeace dem Agrarministerium in Niedersachsen vor, zu spät reagiert zu haben. Ministerin Astrid Grotelüschen (CDU) entschuldigte die Verzögerungen unter anderem damit, dass Mitarbeiter verreist oder erkrankt gewesen seien. „Das ist doch Schwachsinn“, antwortete Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. „Dann hätten sie andere Länder um Amtshilfe bitten können, schließlich stand die Aussaat kurz bevor.“
    http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/strafanzeige-nach-genmaisskandal/

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  4. Ach, und wenn man dabei noch bissl Konkurrenz plattmachen kann (Biobauern und andere), um so besser.
    Darum gehts doch.
    Das ist kein unerwünschter Nebeneffekt, sondern ein erwünschter!

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  5. ich zitiere: „du gehst da von einer falschen Grundannahme aus indem du Zucht mit Genmanipulation gleichsetzt. Genmanipulation ist eben nicht gleich Zucht.“

    habe ich nie behauptet. Jedoch sind sowohl Zucht als auch gentechnische Veränderungen eben IMMER genetische Veränderungen, man mag es nennen wie man will.

    aus der Tierzucht (besonders der „Kuscheltierzucht“) weiß man, wie schnell über veränderte STandards die klassische Zucht neue Formen bzw neue Kombinationen hervorbringen können.
    mit Gentechnologie könnte man das gezielter und schneller hinkriegen.
    ob das gut oder schlecht ist, ist dabei eine Frage der STandards, nicht primär der TEchnologie.

    und da die Unkrautmittel-hersteller ihren Kram verkaufen wollen, benötigt man für die entsprechenden hergestellten Organismen mehr solches Zeug.
    Kein Zufall, sondern gute Planung.

    Kein Problem der TEchnologie, sondern der Kultur, die da heißt: Kohle raffen ohne Grenzen.
    Kein genetisches Problem, sondern gelernt.

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  6. Idefix

    Esowatch ist entlarvt.

    Was ist da schon entlarvt, nichts. Du solltest deine persönlichen Animositäten oder Obsessionen von den Inhalten trennen. Außerdem sind die Inhalte der EsowatchWiki völlig in Ordnung. Dass das euch Brüdern nicht passt kann ich ja verstehen. Das gibt euch aber noch lange nicht das Recht euern Blödsinn hier zu verkünden. Wer Sasek gut findet sollte sich um eine Gehirntransplantation bewerben.
    Ich habe von Engdahl Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung gelesen. Absoluter Schwachsinn.

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  7. Idefix

    @ tischl, @ nickpol

    Esowatch ist entlarvt.

    wearechange.ch/main/index.php/Alternative-News/Roland-Wilhelm-Ziegler-als-Betreiber-von-Esowatch.com-entlarvt.html
    info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/wolf-im-schafspelz-esowatch-entlarvt.html

    forum.esowatch.com/index.php?action=printpage;topic=3640.0

    Zur AZK: Das ist wie ein Medium, so wie das Internet ein Medium ist. Was der Herr Sasek privat am Hut hat interessiert mich nicht solange er friedlich ist. Die QUELLE sind die Vortragenden. M.E. sind bis auf 2 Vorträge, die gerne verzichtbar wären (Hamer und die Sekte), alle bestens recherchiert. Also bitte die Quelle anp…, nicht das Medium.

    Hier ein Forscher der von der Genmafia mundtot gemacht werden sollte (Job weg, angep…) wegen seiner unbequemen Ergebnisse und Fragen:

    publiceyeonscience.ch/images/arpad_pusztei_ein_forscher_der_sich_nicht_kaufen_laesst.pdf

    …hierin finden sich auch deutliche Hinweise auf die von dir vermissten toten Menschen, Argus7.

    @Argus7

    Die von Dir beschriebene Evolution, sofern es sie denn von sich aus gibt, ist eine Geschichte.
    Das gezielte Kultivieren von Nutzpflanzen ist eine andere. Dabei werden die in der Pflanze gespeicherten Informationen durch gezieltes Kreuzen, Züchten nenne es Kultivieren in die gewünschte Richtung der hervorzubringenden Eigenschaften gelenkt. Zucht halt, bei der ich jederzeit nur die natürliche Basis verwende und ebenso jederzeit zurückrudern kann ohne Angst davor haben zu müssen das eine Information auskreuzt die nicht mehr zurückgeholt werden kann. Interessante Aspekte und Belege finden sich unter urzeit-code.com.
    Bei der Gentechnik wird eine zusätzliche Information (zB. das BT-Toxin), die eigentlich in der Pflanze nichts zu suchen hat, in das vorhandene Erbgut geschossen. Diese Information wird nun von jeder Zelle der Pflanze mitproduziert. Folge u.a.: BT-Toxin in jeder Pflanzenzelle. Und diese Information kreuzt aus, kann nicht zurückgeholt werden. Alors,

    @ yerainbow,
    du gehst da von einer falschen Grundannahme aus indem du Zucht mit Genmanipulation gleichsetzt. Genmanipulation ist eben nicht gleich Zucht.

    Weiterhin hilt Gentech nicht dabei, „Pflanzenschutzmittel“ (Gift) einzusparen. bereits nach 1-2 Jahren des Anbaus wird von dem speziellen Pflanzenschutzmittel „Roundup“ von Monsanto mehr und mehr benötigt, und das Zeug belastet das grundwasser. Es gab bereits vor 2 Jahren Populationen des Baumwollkapselbohrers (dem mit BT-Baumwolle von Monsanto zuleibe gerückt werden sollte) die mehr als die 5000-fache Menge des ursprünglich lethalen Toxins benötigen um zu sterben (Quelle der Untersuchung: Global2000). Das nenne ich Zucht von Resistenzen.
    Weitere Nebenwirkung von „Roundup“: Die Superunkräuter, die bereits hunderte Hektar Acker in den USA unbrauchbar machen.
    Bitte „Mit Gift und Genen“ schauen oder Herrn Percy Schmeiser fragen.

    @rheinlaenderinlondon,

    Herr Engdahl hat sauber recherchiert und belegt. Im Gegensatz zu Gentech-Industrie, die ständig beim Lügen erwischt wird. Wie Monsanto gerade bei der angeblich gentechfreien (ist sie eben nicht) Saatgutspende für Haiti, die dort von den Bauern abgelehnt und vernichtet wird. Weil die sich ihre Kultursorten nicht durch Kontamination kaputtmachen lassen wollen.
    Was vermisst du? Welche Aussage ven Herrn Engdahl meinst du?
    Die Aussage über die Nichtverwendung der eigenen Erzeugnisse in der eigenen Kantine kam von einem Monsanto Deutschland Vorstand auf einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema Gentech auf Nachfrage.

    Die Kontamination: Noch Jahre nach dem Anbau z.b. BT-Mais findet sich das BT im Boden, genauso wie in der Gülle von damit gefütterten Tieren, damit auch auf allen Wiesen und Äckern, die damit gedüngt wurden.
    Gentechpollen im Honig machen den Honig unverkäuflich. Das ist Kontamination. Und wenn die Kühe langsam eingehen durch den Verzehr von Genfutter, dann ist das auch Kontamination.

    chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Landwirt-hat-alles-verloren-_arid,125370.html

    Und dieser Landwirt ist damit nicht allein.

    @Koro Sawai

    was du „Fakten schaffen“ nennst ist für den Biobauern nebenan Kontamination seiner Ernte, die er damit wegschmeissen kann. „Fakten schaffen“ ist hier genauso wie gezieltes Freisetzten von GMO, die nicht mehr zurückgeholt werden können. Eben Kontamination. Und das zumindest grob fahrlässig.

    Einen schönen Tag noch,

    Idefix

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  8. naja, genetisch veränderte lebewesen züchten Menschen doch schon seit Jahrtausenden.
    Nur dauert es da halt viel länger, bis da auch was Verwertbares rauskommt – und ist oft zufälligen Entwicklungen überlassen…

    Das Probem bei gen-engineering ist mE nicht unbedingt, daß man es tut – das Problem ist vielmehr, wie man damit umgeht.

    oder anders, welches Risiko man hinzunehmen bereit ist. Wie gut abgesichert die Ergebnisse sind. Welche Funktion das ganze erfüllt.
    Bei der Funktion ist es klar – Profit.
    Non-profit- Unternehmen sind dafür abhängig.

    ist halt schwierig, nix ist perfekt.

    Wenn aber juristisch nicht zulässig ist, irgendwas zu machen, so hat das weniger mit der genutzten Technologie zu tun.
    Dann wird kriminell gehandelt.
    In welcher Absicht auch immer (und die Sinnhaftigkeit verschiedener Gesetze wäre durchaus diskutabel), es bleibt illegal.
    Und muß entsprechend geahndet werden.
    So einfach, so schwierig.

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  9. Leute, Leute – ich bin ziemlich entsetzt über den Verlauf der Diskussionen bei diesem Thema. Zu ideologischem Grabenkrieg pro und kontra grünes Gentech habe ich überhaupt keine Lust und Veranlassung.

    Und vor allem ist es off topic! Der zentrale Satz im taz-Artikel lautete: „Entweder wurde hier bewusst geschlampt oder aus politischer Überzeugung bewusst in Kauf genommen, dass mit der Aussaat von Gen-Mais Fakten geschaffen werden“, kritisierte Hissting. Ich selber habe dazu noch den Zusammenhang hergestellt zur politischen Verantwortung des Landesregierungschefs Wulff, der mit solch eklatanter Verletzung seiner Rechtsaufsichts-Pflichten ein weiteres Argument gegen seine Qualifikation für das Staatsamt lieferte.

    Diesen zentralen Aussagen wurde von den meisten Diskutanten keinerlei Beachtung geschenkt. Um die ging es aber im Kern.

    Stattdessen wurde ein an sich guter Artikel, der hohes Leseinteresse erzielte, in verleumderischer Manier von mehreren Leuten als minderwertig (very poor 1 Sternchen) gevoted. Und dieser globalgalaktische Grabenkrieg um die green gentech aufgezogen. Off topic!

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  10. rheinlaenderinlondon

    @Idefix

    _IST_ „höchstgefährlich“? Rauchen und saufen ist „höchstgefährlich“ – keine Frage. Aber wieviele Todesopfer gab wegen Gentechnologie?

    Weiter: Der Author Engdahl hat keinerlei erkennbare Erkenntnis im Bereich der Gentechnologie. Wie kommt er dann zu einer solchen Aussage?

    Das Hauptquartier von Monsanto ist in St. Louis, Missouri, USA. Bei Stand der US-Lebensmittelindustrie duerfte zumindest eine gute Menge des verwendeten Sojaoels und Mais‘ gentisch veraendert worden sein: Damit wohl wenigstens French Fries (Pommes Frittes), Corn Flakes und Speiseeis. Woher also die Aussage?

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  11. Argus7

    @ Idefix
    Damit dein Verfolgungwahn nicht ausufert, kann ich dir die
    beruhigende Nachricht übermitteln, dass der Betreiber dieser Homepage meine volle Identität kennt. Im übrigen empfehle ich dir, dich mit Mutmassungen wie, ich könnte ein Cyber-Söldner sein, zurückzuhalten. Ich sehe mich sonst gezwungen, ungeschminkt auszusprechen, was ich von Leuten halte, die ungeprüft mit solchen diskreditierenden Vermutungen um sich werfen !
    Im übrigen wird es unter Garantie eine Vielzahl von Leuten (auch in diesem Forum) geben, die eher die Wertung von Prof. Beda Stadler teilen, als diejenige des Schwätzers Jörg Bergstedt. (Also, als Experte kann ich diesen Mann nicht bezeichnen ! Jede Menge Emotional-Argumente waren zu vernehmen, aber die überzeugenden Sachargumente fehlten.)

    @ tischl
    Das von mir verlinkte Video ist mit deinem Video identisch.

    @ Kuro Sawai
    Ich habe an keiner Stelle meines Beitrages behauptet, dass ich in Sachen Gentechnik ein Experte sei. Was ich darüber weiß ist folgendes: Gen-Veränderungen von Pflanzen (und Tieren) finden in der Natur permanent statt. Diese Veränderungen erfolgen dann allerdings (im Zuge der permanent stattfindenden Evolution) über längere Zeiträume hinweg. Wenn solche Veränderungen unterblieben, hätte die Welt unter Garantie ein riesengroßes Ernährungsproblem. Erst durch stete Kultivierung von Pflanzen bringt z.B. eine Weizenernte heutzutage ein Vielfaches des Ernteertages ein, den anno dazumal der Urweizen (er war noch nicht mal kniehoch)unseren Urahnen bescherte.
    Im übrigen ist mir kein einziger Fall bekannt, demzufolge durch gentechnische veränderte Pflanzen eine Krankheit bei Menschen bewirkt oder gar der Tod eines Menschen eine Folge der Gentechnik war. Ich bin zwar – wie erwähnt – kein Gen-Experte, aber ich verstehe eine Menge vom Marketing. Da wird mit Begriffen wie Kontaminierung,
    verseucht, Gen-Food = Gift usw. operiert. Man nenne mir doch Beispiele, die diese Behauptungen belegen. Ich bin dann gerne bereit, meine aktuelle Sicht der Dinge zu ändern. Ich weiß nicht, wer hinter all diesen Behauptungen steckt und welche Interessen sich damit verbinden. Ich wurde bisher nur mit Anschuldigungen und Kritik über die böse Gentechnik konfrontiert. Beweise für diese Anschuldigungen hat man mir nie vorgetragen. Das hat mich letztlich stutzig gemacht, denn exakt nach dieser Methodik operieren Leute, denen etwas – aus welchen Gründen auch immer – nicht ins Konzept passt.
    Dass die Gentechnik z.B. in der Lage sein könnte, Pflanzen so zu verändern, dass weniger Pestizide eingesetzt werden müssten, wäre doch ein durchaus zu akzeptierender Erfolg !?
    Ich gebe zu, dass ich mich über die Haltung von
    „Greenpeace“- eine Organisation, die ich ansonsten sehr schätze – bezüglich der Gentechnik etwas überrascht. Ich vermisse auch bei diesem Verein die stichhaltigen, wissenschaftlich überzeugenden Beweise.
    Nochmals: Ich bin kein Gen-Experte, aber nach Prüfung des Für und Widers hat mich Prof. Stadler eben eher überzeugt, als z.B. die wenig überzeugenden Argumente einiger Bio-Bauern. Über den Bio-Schwindel könntest du übrigens auch mal einen Blogbeitrag absetzen, in dieser Sparte wird nämlich eine Menge heiße Luft propagiert und verkauft !

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  12. Idefix

    @Argus7

    Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, lieber Argus7!

    Gentechnik ist höchstgefährlich und das ist mehrfach bewiesen. Du bräuchtest Dich nur zu bequemen mal „Die Saat der Zerstörung“ von F. W. Engdahl zu lesen oder die einschlägigen Vorträge anzusehen, die Du unter AZK findest.
    Der oben von grimoire verlinkte Vortrag von Herrn Bergstedt ist ebenfalls sehr erhellend. „Monsanto – mit Gift und Genen“ ist ebenfalls empfehlenswert.

    Rätselfrage: Warum gibt es in den Kantinen von Monsanto nicht einen Fatz von deren Gendreck zu essen? Na? Naaa?

    Den Herrschaften der Gen-Mafia geht es nur um Kontamination, Abzocke und Eugenik. Das dürfte auch dem unbefangenen Betrachter auffallen.

    Na, Argus7, hast Du das denn ausschliesslich aus eigenem Antrieb und eigener Überzeugung geschrieben? Oder bist Du ein Cybersöldner? Kann mal jemand seine IP checken?

    Einen schönen Tag noch,

    Idefix

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    1. @Idefix, wer anderen Leuten Engdahl und AZK empfiehlt disqualifiziert sich selbst, und über Argus7 mach dir keine Sorgen. Ansonsten nehme ich deinen Kommentar als nomen est omen, ein kleiner Hund, der andere anpinkeln will.

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  13. grimoire

    In dem dreiteiligen Video von Ausschnitten eines seines erstkassigen, untehaltsamen Vortrags, „Seilschaften deutscher Gentechnik“ weist Jörg Bergstedt nach, dass und wie tief skrupellose Politiker und Beamte in die kriminellen Machenschaften der Lebensmittelmafia verstrickt sind.

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  14. tischl

    Ein Paar Fakten vom Haudrauf-Atheisten aus der Schweiz:

    Ein Vortrag von Beda Stadler:
    „…Gentechnologie: ein Eingriff in die Evolution?…“
    gehalten vor der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (2009)

    @Argus7:
    Ich weiß, ich hätte es mir sparen können, wenn ich Deinen Kommentar vor dem Schreiben gelesen hätte! Aber was soll’s – doppelt hält besser – Gruß

    @Kuro Sawai:
    „…Auf die Propaganda von Gentech-Lobbyisten fallen auch öfter Professoren (wie der von dir verlinkte) herein. Es ist schließlich viel Geld mit im Spiel…“

    Genau diese Art von Totschlag-Argumentation kritisiert Stadler ja. Das ist die eigentliche Propaganda!

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  15. @Argus7
    Lesen hilft (manchmal)! Die Verunreinigung des Saatguts ist amtlich festgestellt, die Rechtswidrigkeit des Anbaus ebenfalls.

    Warum deine positiv gefärbten Vorurteile dich vom Zurkenntnisnehmen der in diesem Artikel berichteten Fakten abgehalten haben, das entzieht sich meinem Verständnis. Auf die Propaganda von Gentech-Lobbyisten fallen auch öfter Professoren (wie der von dir verlinkte) herein. Es ist schließlich viel Geld mit im Spiel.

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  16. Argus7

    Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, liebe Leute ! Die Kritik an der angeblich „gefährlichen“ Gentechnik könnte sich als gewaltiges Eigentor entpuppen ! Über die vorlaute Panikmache beim Thema „Gentechnik“ informiert der Schweizer Uni-Professor Dr. Beda Stadler anhand einiger Videos, die unter dem nachfolgendem Link zu finden sind.
    http://adhsinfo.wordpress.com/2009/05/22/grune-gentechnik-fakten-statt-mythen/

    Kuro Sawai wird es mir hoffentlich nicht Übel nehmen, wenn ich an seiner Kritik am noch amtierenden Ministerpräsidenten Wulff doch einige erhebliche Zweifel anmelde. Auch die von mir an und für sich geschätzte Organisation „Greenpace“ hat in diesem Fall nämlich mit ihrer auf zwei Worte reduzierten Propaganda „Genfood = Gift“ eine populistische These aufgestellt, die so schlicht und ergreifend nicht haltbar ist.

    Es wäre fatal, wenn Herr Wulff nachträglich vom erhobenen Vorwurf über angeblich „verseuchtes Saatgut“ freigesprochen werden müsste ! Aber auch der Imageschaden für „Greenpeace“ könnte diese Organisation in Misskredit bringen. Ich meine, dass die Propaganda-Methoden, mit denen alles was mit Gentechnik zusammen hängt bisher verteufelt wurde, endlich durch eine seriöse Informationspolitik abgelöst werden muss. Es müssen Fakten auf den Tisch und nicht – wie bisher – nur unbewiesene, die Emotionen schürende falsche Behauptungen.

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