Professorale Märchenstunde


Prof. Dr. Thomas Schimmel, Institut für angewandte Physik, Uni Karlsruhe

„Je mehr wir von der Natur entdecken, desto größer wird Gott.“ Diese Ansicht vertrat der Physikprofessor Thomas Schimmel (Karlsruhe) auf der Hauptkonferenz der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, die vom 3. bis 6. Juni in Rehe (Westerwald) stattfand.

factum online

Nach den Worten von Professor Schimmel sind die bis ins kleinste Detail abgestimmten Gesetzmäßigkeiten in der Natur ein Hinweis auf das Wirken eines Schöpfers. Der britische Physiker Paul Davies habe diese Feinabstimmung mit der Präzision eines Scharfschützen verglichen, der ein Ziel mit einem Zentimeter Durchmesser am anderen Ende des beobachtbaren Universums treffe.

Schimmel zufolge kann die Wissenschaft die Naturgesetze lediglich verstehen, aber nicht sagen, woher die Spielregeln kommen. Zwar lasse die Größe des Universums die Größe des Schöpfers erahnen, man könne Gott aber nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden beweisen. Deshalb dränge sich die Frage auf, wie der Mensch mit seinen begrenzten Erkenntnissen in einem riesigen Universum Gott finden könne.

Die Botschaft der Bibel laute: „Nicht wir müssen Gott finden, Gott findet uns.“ Er habe sich dem Menschen in Jesus Christus zu erkennen gegeben: „Der große Gott kommt in meine kleine Welt.“

Im Blick auf das Verhältnis von Wissenschaft und Glaube zitierte Schimmel einen „Vater der modernen Physik“, Max Planck (1858-1947): „Wissenschaft und Glaube sind keine Gegensätze, sondern sie ergänzen und bedingen einander.“

An der Konferenz der Studiengemeinschaft nahmen rund 200 Personen teil, darunter etwa 60 Kinder und Jugendliche. Erstmals traf sich der neugeschaffene Wissenschaftliche Beirat, dem 13 Professoren aus dem In- und Ausland angehören. Ihre Fachgebiete reichen von den Naturwissenschaften über Informatik und Mathematik bis zur Theologie und den Wirtschaftswissenschaften.

weiterlesen

5 Gedanken zu “Professorale Märchenstunde

    1. Schätze, bei Dawkins in „god delusion“ kannst du eine Antwort finden. Wer als Kind wirksam mit dem Virus bearbeitet wurde, der tut sich schwer, das Mem später loszuwerden. – Besonders wenn das Eltern-Abnabeln oder zuvor schon das Distanzieren von und Kritisieren aus innerfamiliären Gründen tabu war, gab es eher keine Chance, das parasitäre Mem abzuschütteln. Das Nebeneinander von eigentlich logisch inkompatiblen Inhalten in unserem Gehirn ist überaus gewöhnliche Alltagserfahrung, nicht wahr?!

      Gefällt mir

  1. Die Frage nach dem „Warum“ kann die naturwissenschaft nicht beantworten.
    Das würde nämlich einen Sinn implizieren…

    Das ist jedoch kein zeichen für ein höheres Wesen. Im Gegenteil, es zeigt eigentlich mehr, daß der Mensch noch immer in die falsche Richtung fragt.

    Selbst funktioniert der Mensch nämlich gar nicht in die Richtung „warum“ – sondern in die Richtung „wozu“, mit anderen Worten, welchem Zweck solls dienen, was will man erreichen.
    Das ist die entgegengesetzte Richtung.

    Gefällt mir

  2. Alles Wissen und Erkenntnis Gottes,
    mündet in den Irrtum und Herzensblindheit des natürlichen und ungeistigen Menschen,wenn dem wahren Schöpfer-Gott und Schöpfer- Geist, nicht die Anerkennung und Gehorsam entgegen gebracht wird.
    (Eine göttlich-geistige Offenbarung,
    frei von allem Sektentum der Menschen.)

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.