Die revolutionäre Botschaft der Bibel


Christian Nürnberger ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zum Christentum. Dennoch bezeichnet er sich selbst lediglich als "agnostischen Gläubigen". Foto: Werner Feldmann

Ein Agnostiker in christlicher Mision

Christian Nürnberger schreibt für die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“ – und für Zweifler. Mit seinen Büchern will der Publizist bekehren, allerdings nicht zwangsläufig zu Jesus. Er ruft Christen wie Nichtchristen dazu auf, ihre „Wohlfühlfrömmigkeit“ hinter sich zu lassen und für eine gerechte Welt zu kämpfen. Beim Jahrestreffen des Runden Tisches Evangelisation in Berlin versuchte er, seinen Glauben in Worte zu fassen.

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Er sei gekommen, „um ein paar Evangelikale zu bekehren“, leitete Nürnberger das Gespräch zu seinem Buch „Jesus für Zweifler“ am Montagabend ein. Zu was? Zu einem Glauben, der auf die Barrikaden geht, würde Nürnberger wohl antworten. Er ist ein radikaler Suchender. Das zeigen vor allem seine Bücher. Sein neustes Werk „Jesus für Zweifler“ erzählt von Nürnbergers eigenem Glaubensweg. Der endete nicht etwa bei einer Bekehrung zu Jesus. Auf die Frage, was nach dem Tod kommt, antwortet Nürnberger: „Da lasse ich mich fröhlich überraschen.“ Was die Auferstehung angeht, sei er nicht gänzlich überzeugt. Trotzdem glaubt der 59-Jährige an die Wahrheit der biblischen Geschichten. Und er hat eine Mission: „Wir müssen umkehren, sonst geht die Welt zugrunde.“

„Mit dem Glauben stimmt was nicht“

Nürnberger ist mit der Bibel und dem Bild eines liebenden und gnädigen Gottes aufgewachsen. „Ich hatte als Kind vor nichts Angst“, sagt er. Jesus passe schon auf, davon war er überzeugt. Und er glaubte zu erleben, wie Gebete erhört wurden. Einmal betete er für den schwer kranken Freund des Vaters – und er wurde gesund. Doch Nürnberger wurde auch enttäuscht. Mit 12 Jahren starb sein Dorfpfarrer an Leukämie. Nürnberger berichtet davon, wie er am Grab seines Freundes stand und auf ein Auferstehungswunder wartete, das nicht geschah. „Da kamen die ersten nagenden Zweifel“, sagt er.

Der gebürtige Franke machte Erfahrungen mit evangelikalen Christen, besuchte Konfirmandenfreizeiten des CVJM, ging zu Bibelstunden und gemeinschaftlichen Gebeten. „Diese Zeit hat in mir eine tiefe Sehnsucht danach geweckt, ein guter Mensch zu werden und mit mir im Reinen zu sein.“ Als ein Geistlicher davon berichtete, wie er im Zweiten Weltkrieg für die Bewahrung seiner Truppe gebetet hatte, kamen Nürnberger erneut Zweifel: „Was ist denn mit den feindlichen Soldaten? Wer betet für die?“, fragte er sich und ließ seine Jugendzeit mit dem Gefühl hinter sich: „Da stimmt etwas nicht mit dem Glauben.“

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17 Comments

  1. Gottes Kraft wird uns nicht offenbart, wenn wir stolz sind, sondern wenn wir demütig sind.
    Jesus spricht: „Will jemand mir nachkommen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und
    folge mir nach.“ (Lukas 9,23)
    Anstatt um unser Leben zu kämpfen, was unsere Agonie nur verlängert, lasst uns unsere Häupter vor dem Gott der Bibel beugen.
    Stirb dem Selbst, stirb der Bemühung, stirb den Anstrengungen, stirb dem Pläneschmieden. Hör auf zu ringen, zu kämpfen, dich zu winden, lass alles
    Argumentieren, alle Vernünfteleien, alles Verhandeln – hör mit all dem auf und liefere dich aus, beuge dich, gib auf und leg dich vor Ihm nieder!

    Die Kraft der Demut liegt in der Erkenntnis und Übereinstimmung mit Gott, dass wir wirklich nichts aus uns selbst vollbringen können.

    Gott beansprucht Jünger, die bereit sind, ihr eigenes Leben niederzulegen. Das Geheimnis ist Sich Gott zu unterstellen.
    Die Zeit ist jetzt gekommen, uns bedingungslos und von ganzem Herzen Ihm zu unterstellen.

    Demut ist eine Herzenshaltung, die tatsächlich sagt: „Ich werde dem Wirken Gottes nicht widerstehen. Ich werde mit
    dem Herrn nicht streiten. Ich werde nicht auf meine eigenen Wege bestehen. Ich erkenne und bekenne, dass ich getrennt von Ihm nichts tun kann. Ich bin fertig.

    Herr, ich schaue auf dich, dass du in mir und durch mich tust, was ich nicht tun kann.“

    Wenn wir dem Herrn unterstellt sind, finden wir Gnade. Wir finden Frieden. Wir finden Ruhe. Alle Dinge sind in Seiner Hand, und Er macht alle Dinge gut.
    Dem Herrn unterstellt zu sein bedeutet, unter Seiner Obhut zu sein, unter Seiner Leitung, unter Seiner Kraft, unter Seinem Schutz.

    Wenn du dich unter die mächtige Hand Gottes gedemütigt hast, wird er dich zur rechten Zeit erheben; Er wird dich rechtfertigen; Er wird dich verteidigen;
    Er wird für dich kämpfen. Wie wunderbar ein Leben, das überwindet kannst du dann erfahren.

    Hass wird von Liebe außer Kraft gesetzt. Dunkelheit wird von Licht vertrieben. Tod wird vom Leben entmachtet.

    Unser Vater und Herr, erlöse uns von dem Irdischen, dem Fleischlichen, dem Weltlichen, dem Selbstsüchtigen, dem Natürlichen, dem Menschlichen, erlöse uns von allem, was
    uns behindert und ablenkt, und bringe uns in das Königreich Deines geliebten Sohnes, damit wir im Geist und in der Wahrheit an himmlischen Örtern wandeln
    und Deine Herrschaft über alle Dinge, die darunter liegen, demonstrieren können. Ja, das Geheimnis der geistlichen Kraft, die uns durch diese Zeiten bringt, ist Demut.“Demütiget euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ (Jakobus 4,10). Amen.

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  2. lieber Josef,
    ich danke dir.

    Dennoch, ich muß leider widersprechen.
    Sucht man moralische Verderbtheit, wird man vor allem beim Lesen der Bibel fündig.
    und damit meine ich nicht nur das AT.
    Jemandem massiv Ängste zu machen, seiner Mutter über den Mund zu fahren, seine Vertrauten im Regen stehen zu lassen und was noch alles – das ist nicht gerade hochmoralisch.

    Der spruch mit dem Morgenstern, der kommt mir auch bekannt vor. Den hatten die alten Ägypter schon, allerdings schrieben sie es nicht dem zu, den wir heute als Morgenstern landläufig bezeichnen (und der ein Planet unseres Solarsystems ist), sondern Sirius.

    Dennoch möchte ich anmerken, daß mir Deine positive Einstellung angenehm auffällt. Ich kenne viele Religiöse, die die nicht bieten können.

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  3. Yerainbow, sei reich von unserem Schöpfer gesegnet!
    Am Schluss der Bibel redet Jesus, der auferstandene Herr, vom Himmel her: „ ich bin der glänzende Morgenstern .“
    Heutzutage leben wir in einer Zeit moralischer Finsternis. Die Welt wird immer dunkler.
    Jesus, unser König der Herrlichkeit, bietet uns ein neues, schönes, reines Leben an.
    Jesus ist die Auferstehung und das Leben, das Licht der Welt; das Brot des Lebens; und der gute Hirt unserer Seele.

    In Ihm ist Ruhe, Friede, Erholung. In Ihm ist keine Angst, Stress, Sorgen, Unruhe, denn Gott kennt diese Dinge nicht. Er hat das ganze All in seiner Hand und gleichzeitig weiß er, wie viele Haare du hast!
    Gott hat einen wunderbaren Ort für dich vorbereitet, an dem du diese Ruhe findest! Ja, extra für dich! Suche Ihn, entspanne dich und erfrische deine Seele. Empfange Heilung und Ruhe und Seine einzigartigen Gedanken für dich. Du wirst ganz neu die Prioritäten für dein Leben entdecken und sie, zur Herrlichkeit Gottes, neu sortieren können.

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  4. lieber Josef

    der christengott ist doch ein Wickelkind, verglichen mit den älteren Göttern, die auch mächtiger als er waren.
    ihn gibt es seit 2 tsd jahren.
    marduk herrschte länger, seinerzeit, als es den Christengott überhaupt gibt.

    Wenn Du dereinst vor Deinem Schöpfer stehst, wirst Du Dich vielleicht wundern, wer dort wirklich das Sagen hat.
    Gesetzt den Fall, die idee „Gott“ ist tatsächlich real – woran ich doch die allergrößten zweifel habe.

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  5. Hi Yerainbow. Ihre Beobachtungen, meiner Meinung nach, sind sehr scharf und richtig.

    Viel von meinem Leben, bevor ich ein Christ wurde war sehr anspruchsvoll und es ist weiterhin sehr herausfordernd, auch nach Gott mich in seinen Heiligen Geist taufte.

    Ich verstehe, dass niemand zu leiden mag. Ich weiß auch, dass ich in meinem Leben suchte, was ich als den angenehmsten Weg durchs Leben betrachtete.

    Erst als ich erkannte, dass diese Denkweise nicht ganz für mich arbeitete, war ich bereit einen anderen Lehrer zu suchen.
    Jesus Christus kam auf die Erde als ein leidende Knecht. Wenn wir beschließen, ihm zu folgen werden wir nicht vom Leiden befreit.
    Wir brauchen nur über das Leben des Pauls im Neuen Testament lesen, um zu wissen, dass dies wahr ist.

    Eines der höchsten Ziele Gottes ist unseren Charakter zu läutern. Ich glaube, er ermöglicht Leid in unserem Leben mit dem Ziel, erhöhte Empfindlichkeit, Mitgefühl und Liebe in uns zu entwickeln.

    Obwohl ich mich manchmal schreie für ein leichteres Leben ich weiß auch, dass Gott klüger ist als mich, so bemühe ich mich, wenn es ernst wird wirklich hart, um mehr von einer ewigen Perspektive über mein Leben nachzudenken, anstatt von einer zeitlichen Perspektive.

    Gott verdient wirklich unser Lob. Ich liebe Ihn und so können alle wahrhaft Suchenden nach Weisheit wie Sie.

    Möge Gott weiterhin Ihr Leben bereichern und segnen!

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  6. Religion und Wissenschaft reichen sich zusehends die Hände. Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit streben wir seit Jahrzehnten zu einer stetig wachsenden Schnittmenge von religiösen, wissenschaftlichen und vernunftgemäßen Schlüssen unseres Verstandes. Es finden sich mehr und mehr Wissenschaftler (auch Lehrstuhlinhaber), die den Mut aufbringen, aus den neuesten physikalischen Erkenntnissen der Quantenphysik ein glaubwürdiges spirituelles/seelisches Jenseitsbild abzuleiten.

    Dabei wird der Glaube, dass die wahre Schöpfung sich aus dem materielosen Jenseits personifizierte, um auf der relativ nichtigen Erde im Universum eine exklusive Auslese zu treffen, zusehends zur Farce. Es wird Zeit für eine annehmbare Theorie, die den neidischen, egoistischen und strafenden Gott der Bibel als eine konkrete Gefahr entlarvt.

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  7. Danke, Josef.
    auch wenns nicht nötig war. Ich kam bisher immer gut ohne Gott und seinen Segen aus.
    Wenn ich vergleiche, meine katholische Freundin hier, die hat viel mehr (und existenzielle) Schwierigkeiten als ich….
    Sie ist ein lieber Mensch und meinte einmal, mir würde es jetzt so gut gehen, weil ich ein guter Mensch wäre, und Gott dies belohnt.
    Da frag ich mich doch, wofür belohnt er mich – und straft sie, die sie doch betet (ich tu das nie…), so hart…

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  8. Himmlisches Erbarmen ist die Antwort auf irdische Leidenschaften. Der Herr wurde am Berg Sinai aufs Äußerste provoziert. Die Gesetzestafeln, auf die er kurz zuvor seine Gebote geschrieben hatte, lagen zerbrochen zu seinen Füßen. Das Volk Israel hatte ihn zutiefst gekränkt und dennoch gebrauchte er diesen Augenblick, um ihnen sein Wesen zu erklären: „Der Herr, der Herr ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Gnade und Treue, der Gnade auf Tausende hin bewahrt, der Unrecht, Übertretung und Sünde vergibt“ (2. Mose 34,6.7 )

    Gottes reichen Segen euch.

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  9. aus dem Ursprungsartikel: „Nürnberger ist mit der Bibel und dem Bild eines liebenden und gnädigen Gottes aufgewachsen. „Ich hatte als Kind vor nichts Angst“, sagt er.“

    klingt sehr nach unwahr. Jedes Kind, jeder Mensch hat vor irgendwas Angst. Wer keine Angst hat, ist nicht überlebensfähig. Das Baby, das keine Angst vor Höhe hat (angeboren), ist stark gefährdet.

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  10. Zitiere: „Alle Skeptiker tragen in sich ein Verlangen nach Ihm, ohne zu wissen, was ihnen fehlt. Es ist Jesus, der ihnen fehlt. “

    Da weiß einer echt Bescheid. Beleg?

    und was war vor jesus? ich meine nicht kurzfristig. Ich meine, als Marduk noch der einzig wahre Gott war.
    Da hätte Verlangen nach Jesus vermutlich nur Kopfschütteln hervorgerufen…
    Berechtigterweise, seinerzeit.

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  11. @Josef Sefton

    Du schreibst: „Gott sei ewig gelobt!“

    Gesetzt den Fall, nur um des Arguments willen, es gaebe tatsaechlich einen Schoepfergott, dann waere dieser Schoepfergott die Ursache und Planer eines Universums, dass in einer Groesse jenseits jeder menschlichen Anschauung ist, dessen Gesetze wir nur mittels hoechst abstrakter Mathematik beschreiben koennen. Ein solches Wesen waere grossartiger als alles was wir uns vorstellen koennten.

    Und dann meinst du, dass dieses Wesen auf unser Lob angewiesen waere oder sich auch nur im Entfernsten darum kuemmern wuerde?

    Deine Vorstellung von Gott hat offensichtlich mehr mit Deiner grauen Massen zwischen den Ohren zu tun als mit den tatsaechlichen Konsequenzen der Annahme eines Schoepfergottes.

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  12. Gerechter und heiliger Jesus ist Gott, der Befreier.
    Liebe Leser dieses Blogs, Jesus ist das, was er von sich sagt. Seine Offenbarung uns gegenüber ist unsere lebendige Hoffnung. Wir dürfen Ihn als den kennen lernen, der uns Ruhe schenkt und unsere Bedürfnisse stillt.

    Wenn Jesus euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.
    Ja, der wahre Gott ist der Gott der Befreiung.
    Ja, Jesus ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

    Alle Skeptiker tragen in sich ein Verlangen nach Ihm, ohne zu wissen, was ihnen fehlt. Es ist Jesus, der ihnen fehlt. Er kann unsere Suche nach dem Unbekannten beenden.

    Gott sagt: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern er lebt zuerst und zuletzt von dem Wort, jedem einzelnen Wort, das aus dem Mund des Herrn kommt“ (5. Mose 8,3).

    Sein Wort ist Lebensenergie. Es gibt dafür keinen Ersatz, weder in der Schöpfung noch in der gesamten Geschichte. Wahrlich Jesus ist die Vollendung des Lebens.

    In dem Herrn Jesus ist Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen (Siehe Johannes 1,4), das Licht der Intelligenz, des Selbstbewusstseins und der
    Gotteserkenntnis. Ja, das Wort Gottes ist lebendig und es fließt mit dem Leben.

    Gott sei ewig gelobt!

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  13. „Da kamen die ersten nagenden Zweifel“

    Nun, bei mir entstanden die ersten „nagenden Zweifel“ als ich die Funktion des Blitzableiters an der Kirche so im Alter von 10 Jahren verstand und ich mich fragte, wenn das wirklich „Gottes Haus“ sei, warum man dann sich vor dessen Zorn so schuetzen muesse …

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  14. Ich muss immer lachen, wenn ich dran denke, dass dieser Gott uns ja angeblich diese ganze Schöpfung hingestellt haben soll. Aber keiner der Gläubigen guckt sich die an und lernt daraus wie wunderbar da alles flutscht, sondern krallt sich an einem dämlichen Buch fest, das schon x- mal von Menschen zurechtgebogen wurde und interpretiert da alles rein, was ihm gerade passt.
    In diesem Sinne:
    paradise your life ! 😉

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  15. Man kann auch ohne an Gott zu glauben ein guter Mensch sein – darauf läuft es hinaus, oder? Auch „umkehren, sonst geht die Welt zugrunde“ geht ohne Gottesglauben; oder?

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  16. „Selbst als seine Frau eines Tages ernsthaft krank wurde, sei er zu stolz zum Beten gewesen.“

    Dieser Satz impliziert wieder einmal das alte Vorurteil gegen „Ungläubige“: Puren Egoismus, der eigene Stolz sei wichtiger als das Leben eines geliebten Menschen (Wenn eine positive Gefühlsregung wie Liebe überhaupt Nichtgläubigen oder „Zweiflern“ zugestanden wird).
    Was ist sinnvoller: Bei seiner kranken Frau zu bleiben und sich um sie zu kümmern oder in die Kirche zu rennen?
    Dies sollte keine schwere Frage sein.

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