Selbst-Betrug im Restaurant


Abyss (public domain, from Challenger Report 1887)

Foodwatch

Wer in einem Restaurant isst, kann nur schwer erkennen, ob in der Küche frisch gekocht oder nur Fertigware aufgewärmt wird. Das Angebot an vorgefertigten Produkten von Nestlé, Unilever und Co. ist riesig. Hinter den lyrischen Texten in der Speisekarte verbergen sich aber oft nur Fertigprodukte, die voller Zusatzstoffe stecken.

Die Kennzeichnungsvorschriften für die Gastronomie sind lasch: Während man im Supermarkt mit einem Blick auf die Zutatenliste genauer erfahren kann, was in einem Produkt steckt, muss in Restaurants nicht über die Zutaten informiert werden. Nicht einmal alle Zusatzstoffe müssen gemäß § 9 der Zusatzstoffzulassungsverordnung angegeben werden.

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Geschmack aus Aromen – ohne Kennzeichnung

Auch auf den Einsatz von Aromen muss mit keinem Wort hingewiesen werden, lediglich für Chinin und Koffein gibt es eine Kennzeichnungspflicht. Der leckere Buttergeschmack beim Buttergemüse muss also keineswegs von Butter stammen. Nestlé bietet Profis hier „Thomy Combiflex“ in der 10-Liter-Dose an, eine „Rapsölzubereitung mit Butteraroma“.

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2 Comments

  1. Schlechte Küche und Köche gibt’s leider wie Sand am Meer. Da finde ich Portale wie Restaurant Kritik ganz nützlich, wenn ich mal einen mir noch unbekannten Laden besuchen will.

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  2. Vor über 10 jahren traf ich einen Koch-Azubi, der in Neuschwanstein eines seiner Praktika absolvierte.
    Der erzählte was von Mikrowelle und Fertig-Frost-Küche. Für sehr teures Geld.
    Seither erkenne ich Mikrowellen-Küche, wenn ich sie vorgesetzt kriege. Gibt so paar Zeichen, zB wenn das Futter „innen“ heißer ist als auf der Oberfläche…

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