„Climategate“: die Lügen der Klimawandelskeptiker


Das Untersuchungskomitee präsentiert die Ergebnisse vor den Medien. Keystone

Der Skandal um vermeintlich gefälschte Daten zum Klimawandel fällt definitiv in sich zusammen. Eine nun veröffentlichte unabhängige Untersuchung entlastet die britischen Forscher, die der Datenfälschung beschuldigt worden waren.

SF-Tagesschau

Die Untersuchung habe nichts ergeben, was die «lautstarken Behauptungen der Klimaerwärmungsleugner» stützen würde, sagte Will Steffen, Geschäftsleiter des Climate Change Institute in Canberra.

Klimawandel-Skeptiker hatten den Wissenschaftlern der britischen Universität East Angelina Datenmanipulation vorgeworfen. Als vermeintlichen Beweis hatten sie gestohlene E-Mails angeführt.

Gehackte E-Mails als Futter für Verschwörungstheorien

Diese über tausend E-Mails von Mitarbeitern des renommierten Klimaforschungsinstituts CRU waren letzten November von Unbekannten gehackt und veröffentlicht worden.

Die Korrespondenz diente Klimawandelskeptikern in der Folge als Munition für ihre Kritik an der Klimaforschung. Die E-Mails bewiesen, so die Skeptiker, dass die Forscher in Bezug auf die Rolle des Menschen im Klimawandel übertrieben oder gar lögen.

Just vor dem Klimagipfel in Kopenhangen im Dezember 2009 lanciert, entfachte die Polemik große Aufregung. Verschwörungstheorien, wonach der ganze Klimawandel nur eine Erfindung sein soll, machten die Runde.

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28 Comments

  1. Einen Rückkopplungseffekt kann man anhand der Auswertung der Daten des Vostock-Eiskerns nicht nachzuvollziehen.
    Einzig erkennbar ist, dass die Erhöhung des Co2-Gehaltes einer Temperaturerhöhung nacheilt. Und während der Gehalt an CO2 noch ziemlich hoch ist, fallen die Temperaturen wieder genau so schnell, wie sie zuvor anstiegen. Eine Rückkopplung oder einen Puffereffekt kann ich nicht erkennen.

    Und was die Physik betrifft:
    Wenn man das Absorptionsspektrum von CO2 betrachtet, dann liegt ein schmales Absorptionsband im Bereich der Wärmestrahlung des Erdbodens. In Bezug auf das Lambert-Beersche Gesetz kann man davon ausgehen, dass bereits deutlich geringere Konzentrationen von CO2 zu einer völligen Absorption innerhalb der Banden führt, das der Weg durch die Luftschichten dazu völlig ausreicht. Ein weiterer Anstieg der Konzentration hat dann keinen Effekt mehr. Wenn dem nicht so wäre, könnte man Gase nicht als Spektralfilter gegen Querempfindlichkeiten von Gassensoren einsetzen.

    Wenn ich nun noch die Tatsache hinzu ziehe, dass in den IPCC-Studien die vornehmliche Wirkung von Wasserdampf als Treibhausgas völlig ignoriert wurde (dessen Gehalt in der Luft plus dessen Absorptiosspektrum ist gegenüber CO2 bekanntlich immens größer ) und man so tat, dass einzig CO2 und andere relevante Spurengase einen Treibhauseffekt verursachen, dann ist das für mich keine seriöse Wissenschaft. Man geht mittlerweile davon aus, dass knapp über 90% des Treibhauseffektes einzig dem Wasserdampf zuzuschreiben sind. 5% gehen auf das CO2 zurück , an dem die Menschheit gerade mal zu maximal 5% beteiligt ist.

    Wenn dann noch ein hochrangiger IPCC-Wissenschaftler der die CO2-These hochzuhalten versucht (und nachweislich mit manipulierten Daten gearbeitet hat) ein Atom-Lobbyist ist und dass der werte Al Gore mit seiner Firma einer der Hauptnutznießer des Handels mit CO2-Zertifikaten ist, möge sich jeder seinen Teil dazu denken.

    Grüße in die Runde…

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  2. @Karsten:

    Simulationen zeigen nur, was passiert, wenn die Annahmen, die getätigt wurden, stimmen.

    Die wesentlichen getätigten „Annahmen“ sind Standard-Molekül- und Strahlungsphysik. Wenn du nicht gerade behaupten willst, dass unser Wissen in diesen Bereichen der Physik grob falsch ist, dann ist die Schlussfolgerung, das Kohlendioxid ein Treibhausgas ist (und dass man recht genau quantitativ angeben kann, wie stark der Effekt bei welcher Menge ist), fast unausweichlich.

    Niemals hat CO2 eine Erwärmung ausgelöst, und man weiss auch nicht, was damals die Erwärmung ausgelöst hat, aber was man weiss, ist dass diese Erwärmung durch CO2 ausgelöst wurde/wird?

    Nur deshalb, weil wir überhaupt CO2 (und andere Treibhausgase) in der Atmosphäre haben, gibt es auf der Erde erträgliche Temperaturen – ohne diese Gase wäre die Durchschnittstemperatur unter Null! Bezweifelst du das etwa auch? Ausserdem gibt es einen einfachen Versuch, den man fast schon mit Haushaltsmitteln durchführen kann: platziere einen Temperaturfühler in einem geschlossenen, mit Luft gefüllten Marmeladenglas; einen anderen in einem geschlossenen, mit CO2 gefüllten Marmeladenglas. Dreimal darfst du raten, in welchem Glas die Temperatur schneller und höher ansteigt…

    So, und jetzt erklär‘ mir mal, wieso du trotz all dieser Belege immer noch zweifelst. Ist die Physik falsch? Kann man die Ergebnisse der Versuche nicht auf das Klima übertragen? Sind die Modelle alle nur zufällig richtig?

    Tut mir leid, aber deshalb bin ich nicht davon überzeugt. Es weisst mehr darauf hin, dass eine Erhöhung der Temperatur zur einer Erhöhung des CO2 führt, als andersrum.
    1. Steigt die Temperatur 800 Jahre vor dem CO2.
    2. Wird durch die Erwärmung der Weltmeere mehr CO2 freigesetzt (IPCC Aussage).

    *seufz* Und den Rückkoppelungseffekt, den ich jetzt schon mehrfach erwähnt habe, ignorierst du halt einfach, weil er dir anscheinend nicht in den Kram passt…

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  3. @Bjoern
    Aber danke dir, dass du dir die Zeit für diese Diskussion genommen hast, auch wenn wir wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.
    Schöne Grüße!

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  4. @Bjoern
    Man vermutet, dass eine ohnehin bereits vorhandene Erwärmung durch CO2 noch beschleunigt wird. Simulationen zeigen nur, was passiert, wenn die Annahmen, die getätigt wurden, stimmen.
    Aber wie du selber schon gesagt hast:
    Diese Erwärmung ist ganz anders als alle anderen vorher. Niemals hat CO2 eine Erwärmung ausgelöst, und man weiss auch nicht, was damals die Erwärmung ausgelöst hat, aber was man weiss, ist dass diese Erwärmung durch CO2 ausgelöst wurde/wird?
    Tut mir leid, aber deshalb bin ich nicht davon überzeugt. Es weisst mehr darauf hin, dass eine Erhöhung der Temperatur zur einer Erhöhung des CO2 führt, als andersrum.
    1. Steigt die Temperatur 800 Jahre vor dem CO2.
    2. Wird durch die Erwärmung der Weltmeere mehr CO2 freigesetzt (IPCC Aussage).

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  5. @Karsten: Bei der jetzigen Erwärmung gibt es einen klaren Unterschied zu den früheren.

    Früher kam erst die Erwärmung, und 800 Jahre später stieg das Kohlendioxid an; und man hat gute Hinweise darauf, dass dieser Kohlendioxid-Anstieg die damalige Erwärmung noch *verstärkte*. Ausserdem hat man gute Vorstellungen davon (wenn auch noch keine davon felsenfest erwiesen ist, soweit ich weiss), was die Erwärmungen damals ursächlich verursachte.

    Diesmal ist es so, dass die Erwärmung und der Kohlendioxid-Anstieg praktisch gleichzeitig statt finden – und keine der Erwärmungs-Ursachen von damals sind heutzutage vorhanden. Da schon bekannt ist, dass ein Kohlendioxid-Anstieg eine schon statt findende Erwärmung verstärken kann, ist es also extrem naheliegend zu vermuten, dass diesmal der Anstieg des Kohlendioxids alleine schon der Grund für die Erwärmung ist.

    Nimm‘ dazu noch die physikalischen Argumente, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist. Nimm dazu noch die zahlreichen Klimamodelle, die auf Grund der Annahme, dass das Kohlendioxid der Hauptgrund ist, die tatsächliche Erwärmung gut beschreiben. (siehe z. B. hier: http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/?src=/climate/ipcc_tar/wg1/figspm-4.htm und hier: http://www.grist.org/article/climate-models-are-unproven/).
    Und so weiter…

    Ich verstehe wirklich nicht, wie man trotz all dieser Fakten immer noch daran zweifeln kann, dass die Erwärmung menschengemacht ist…

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  6. @Bjoern
    Ich finde die Behauptung verwirrend und nicht nachvollziehbar, wenn man auf der einen Seite sagt, dass jede bisherige Warmperiode der Erde nicht durch CO2 ausgelöst wurde, sondern erst Jahrhunderte nach Einsetzten des Temperaturanstiegs diesen noch weiter erhöhte, und gleichzeitig den Auslöser dieser (angenommenen) Temperaturerhöhung im CO2 sieht.
    Ich lasse den Apfel los, und dieser fällt jedesmal zu Boden. Das ist eine klare Gesetzmäßigkeit, daraus kann ich Vorhersagen ableiten, dass, wenn ich den Apfel loslasse, dieser zu Boden fällt.
    Wenn aber nie eine Warmperiode durch CO2 ausgelöst wurde, wie kann ich dann sagen, dass diese eine durch CO2 ausgelöst wird. Darin ist keine Gesetzmäßigkeit, keine logische Verknüpfung zu erkennen.
    Alle Theorien von Gravitation bis zu Evolution resultieren aus der Beobachtung der Natur und dem Erkennen von Gesetzmäßigkeiten. Dies kann ich hier nicht erkennen!

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  7. @tischl: Du hattest von klimaskeptiker.info folgendes zitiert:
    tischl:

    Wenn der Anstieg des Meeresspiegel real wäre, müsste dann nicht irgendeiner der vielen Millionen Menschen, die an den Küsten der Kontinente wohnen, etwas davon bemerken? Und müsste der Meeresspiegelanstieg nicht problemlos überall nachweisbar sein?

    Das klingt für mich *klar* nach einer Behauptung, dass man eben den Meeresspiegel-Anstieg *nicht* nachgewiesen hätte. Und wenn die Behauptung nur sein sollte, dass man den Anstieg nicht *überall* nachgewiesen hat (sondern nur an einigen Stellen) – dann ist das ein Strohmann-Argument, da meines Wissens bisher praktisch keiner vorhergesagt hat, dass man zum jetzigen Zeitpunkt schon überall einen Anstieg feststellen sollte. Das dauert halt ein paar Jahrzehnte!

    1. „…Eine der am häufigsten verbreiteten alarmistischen Prognosen der AGW-Vertreter ist die Behauptung, als Folge „globaler Erwärmung” werde der Meeresspiegel global ansteigen. In der Realität findet diese Prognose keine Bestätigung…“Die Daten zeigen klar, dass *im globalen Mittel* der Meeresspiegel angestiegen ist – und zwar quantitativ im Einklang mit den Prognosen, wie von mir vorgerechnet. Dass an einigen wenigen Stellen der Meeresspiegel leicht gesunken ist, ändert nichts an diesem globalen Mittelwert (und steht übrigens ebenfalls im Einklang mit den Prognosen!).
    2. Es gibt keine wesentliche bzw. sichtbare Veränderung des Meeresspiegels:„…In 50 Jahren hat er keinen sichtbaren Anstieg des Meeresspiegels feststellen können. Auch beim Vergleich zwischen einer Aufnahme auf dem Jahr 1871 und einer aktuellen Aufnahme ist keine wesentliche Veränderung zu erkennen…“ Erstens einmal ist dies anscheinend nur an einigen wenigen Stellen durchgeführt worden, statt einen globalen Mittelwert zu betrachten – also ist diese Untersuchung offensichtlich nicht sinnvoll. Zweitens sind einige Zentimeter Anstieg eben nicht so leicht mit blossem Auge sichtbar. Drittens stehen gerade die 3,2 mm pro Jahr im globalen Mittel, wie gesagt, im Einklang mit den Prognosen. All diese offensichtlichen Argumente ignorieren die Leute bei klimaskeptiker.info anscheinend – und du anscheinend auch.
    3. Es gibt kein Problem mit dem Anstieg des Meeresspiegels: „…Der Meeresspiegelanstieg scheint ein Problem zu sein, das nicht existiert!…“ 5 cm sind natürlich kein großes Problem – aber extrapoliere das doch einfach ein wenig in die Zukunft… Meinst du ernsthaft, dass 35 cm (was eher deutlich zu tief geschätzt ist!) für küstennahe Gegenden immer noch kein Problem wären?

    Du kannst es drehen, wie du willst – die Leute bei klimaskeptiker.info reden Blödsinn.

    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!

    Warum? Wieso masst du dir an, beurteilen zu können, dass die Prognosen von tausenden von Experten für das Klima falsch sind? (und nein, das ist kein „argument from authority“ – das ist schlicht und einfach Vertrauen darauf, dass Wissenschaftler meist wissen, was sie tun, und den Belegen folgen, nicht einfach ihrem Bauchgefühl!)

    „…Meinst du etwa, obwohl der Kohlendioxid-Gehalt so stark gestiegen ist, genügt das noch nicht als Erklärung für die Erwärmung (..)? Ja.

    Dann sind also all die Rechnungen der Klima-Experten falsch? Und dazu noch eine ganze Menge Grundwissen über das Strahlungsverhalten von Molekülen? Oder was?

    Und was schlägst du als Alternativerklärung für die beobachtete Erwärmung vor?

    Ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn du dich nicht nur bei solch fragwürdigen Quellen wie den „Klimaskeptikern“ informieren würdest, sondern dich lieber mal ein wenig über die Physik und die Daten lernen würdest, die dahinter stecken… siehe die beiden Webseiten, die ich Karsten empfohlen hatte.

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  8. @Bjoern schrieb:
    „…hattest du gesagt, der Meeresspiegel wäre (laut klimaskeptiker.info) *überhaupt nicht* angestiegen…“

    Das „…überhaupt nicht…“ hast Du wohl hineininterpretiert, geschrieben habe ich es jedenfalls nicht, auch nicht sinngemäß. Ich sehe hier keine „…widersprechende Argumente …“. Klimaskeptiker behauptet im meinem Zitat:

    1) Es gibt momentan keinen globalen Anstieg des Meeresspiegels:

    „…Eine der am häufigsten verbreiteten alarmistischen Prognosen der AGW-Vertreter ist die Behauptung, als Folge „globaler Erwärmung” werde der Meeresspiegel global ansteigen. In der Realität findet diese Prognose keine Bestätigung…“

    2) Es gibt keine wesentliche bzw. sichtbare Veränderung des Meeresspiegels:

    „…In 50 Jahren hat er keinen sichtbaren Anstieg des Meeresspiegels feststellen können. Auch beim Vergleich zwischen einer Aufnahme auf dem Jahr 1871 und einer aktuellen Aufnahme ist keine wesentliche Veränderung zu erkennen…“

    3) Es gibt kein Problem mit dem Anstieg des Meeresspiegels:

    „…Der Meeresspiegelanstieg scheint ein Problem zu sein, das nicht existiert!…“

    Bjoern schrieb:
    „…Ich vermute sehr stark, dass die derzeit beobachtete Erhöhung des Meeresspiegels in vollem Einklang mit den Modellen steht (so steht’s jedenfalls überall, wo ich bisher nachgelesen habe), und erst für die fernere Zukunft (50-100 Jahre) ein deutlicher Anstieg zu erwarten ist…“

    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!

    „…Meinst du etwa, obwohl der Kohlendioxid-Gehalt so stark gestiegen ist, genügt das noch nicht als Erklärung für die Erwärmung (..)?

    Ja.

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  9. @tischl: Erst mal noch zum Argument mit dem Meeresspiegel-Anstieg. Laut dem von mir erwähnten Artikel stieg der Meeresspiegel seit 1992 pro Jahr durchschnittlich um 3,2 Millimeter. Das ergibt von 1980 bis zum Jahre 2090 einen Anstieg von 35 Zentimetern (wenn der Trend einfach so weiter geht – wie schon erwähnt, ist eher damit zu rechnen, dass durch Rückkopplungs-Effekte der Anstieg immer schneller werden wird!). Und was sagt das IPCC? Hier finden wir einigen Prognosen (siehe Tabelle ganz oben):
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2007/03/the-ipcc-sea-level-numbers/
    Zusammengefasst: je nach Szenario ergeben sich von 1980 bis 2090 Anstiege zwischen 18 cm und 59 cm. Die oben grob abgeschätzen 35 cm (basierend auf Beobachtungsdaten!) passen also sehr gut zu den Prognosen. Also, wo bitte ist denn nun dein Problem?!? Die Prognosen passen zu den Beobachtungsdaten!

    Dann noch mal allgemein zu deiner Einstellung, die Erderwärmung wäre nicht von Menschen verursacht. Das habe ich schon von vielen gehört – kann es aber absolut nicht nachvollziehen. Welche der beiden folgenden *Tatsachen* zweifelst du denn an? (1) Kohlendioxid ist ein Treibhausgas. (2) Durch Industrie etc. ist der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre in den letzten Jahrzehnten sehr stark angestiegen. Oder zweifelst du an, dass aus diesen beiden Tatsachen folgt, dass die Erwärmung menschengemacht ist?!? Meinst du etwa, obwohl der Kohlendioxid-Gehalt so stark gestiegen ist, genügt das noch nicht als Erklärung für die Erwärmung, oder was?

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  10. @Karsten: Hat sich erledigt, ich hab’s mit Google gefunden. Wahrscheinlich meinst du das hier?
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2004/12/co2-in-ice-cores/

    Wenn ja, dann verstehe ich dein Problem nicht ganz. In diesem Artikel geht es um *frühere* Erderwärmungen, nicht um die heutige! (guck‘ mal in den Titel und den ersten Absatz: da ist von „ice cores“ die Rede – die werden verwendet, um das frühere Klima auf der Erde zur erforschen, nicht das heutige) Es wird darauf hingewiesen, dass während der ersten 800 Jahre die Erwärmung zwar (vor allem) durch andere Einflüsse statt fand, dann aber (für die nächsten 4200 Jahre) das Kohlendioxid die Erwärmung weiter voran getrieben hat.

    Der Artikel zeigt also, dass Kohlendioxid in der Tat ein Treibhausgas ist, und dass eine größere Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre eine stärkere Erwärmung bedeutet.

    Und heutzutage ist es statt dessen eben so, dass bereits der Anfang der Erwärmung durch die (durch Menschen erzeugte) größere Menge an Kohlendioxid ausgelöst wurde.

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  11. @Karsten: Ich hatte auf zwei Webseiten verlinkt, nicht nur auf eine, und beide sind sehr umfangreich. Könntest du bitte genauer sagen, woher die Zitate stammen?

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  12. @tischl: Am 9.7., 10:18 Uhr hattest du gesagt, der Meeresspiegel wäre (laut klimaskeptiker.info) *überhaupt nicht* angestiegen. Nun, wo ich dir klare Belege gegeben habe, dass der Meeresspiegel eben *doch* angestiegen ist, heisst es plötzlich „ja, klar steigt er an, aber halt nur sehr wenig!“ – und wieder verweist du auf klimaskeptiker.info. Statt einfach zuzugeben, dass die Behauptung falsch wahr, mal ein wenig „moving the goalposts“… Und dass diese sogenannten „Klimaskeptiker“ zwei sich widersprechende Argumente auf ihrer Webseite haben („der Meerespiegel ist nicht gestiegen“ und „der Meeresspiegel ist gestiegen, aber halt nur sehr langsam“) stört dich überhaupt nicht? An deiner Stelle würde ich mir mal Gedanken darüber machen, wie verlässlich diese Webseite ist…

    Ausserdem schreiben die da laut dir folgendes:

    Während die übrigen Prognosen einen wechselhaften Eindruck machen …, ist der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels ausschließlich bedrohlich.

    Wie wär’s mit einigen Belegen? Wer genau sagt denn, dass der Anstieg „bedrohlich“ ist? In welchen Zeiträumen? Und was sagen die Modelle denn für die *derzeitige* Erhöhung der Meeresspiegels? Ich vermute sehr stark, dass die derzeit beobachtete Erhöhung des Meeresspiegels in vollem Einklang mit den Modellen steht (so steht’s jedenfalls überall, wo ich bisher nachgelesen habe), und erst für die fernere Zukunft (50-100 Jahre) ein deutlicher Anstieg zu erwarten ist. Dir ist schon klar, dass durch Rückkoppelungseffekte wie verringerte Albedo, Auftauen des Permafrosts usw. die Klimaerwärmung und damit auch der Anstieg des Meeresspiegels in Zukunft immer schneller verlaufen werden, oder…? Aber auf solche Details brauchen „Klimaskeptiker“ ja nicht einzugehen…

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  13. @Bjoern
    Erstmal danke für die Links, die waren mir noch nicht bekannt.
    Anbei zwei Zitate von dieser Webseite:
    „In other words, CO2 does not initiate the warmings, but acts as an amplifier once they are underway.“
    „The reason has to do with the fact that the warmings take about 5000 years to be complete. The lag is only 800 years. All that the lag shows is that CO2 did not cause the first 800 years of warming, out of the 5000 year trend. The other 4200 years of warming could in fact have been caused by CO2, as far as we can tell from this ice core data.“
    Dies ist für mich sehr verwirrend, ich hatte die Theorie des IPCC so verstanden, dass die industrielle Evolution einen erhöhten Ausstoss von CO2 bewirkte, der zu einem Temperatuanstieg führt(e). Aber hier wird gesagt, dass sich der CO2-Gehalt erst 800 Jahre nach dem Temperaturanstieg erhöhte. Daraus ziehe ich 2 mögliche Schlussfolgerungen: Entweder setzt die durch CO2 ausgelöste Erwämung erst in ca. 750 Jahren ein, oder die Temperatur steigt schon seit 850 Jahren.
    Mache ich hier einen logischen Fehler? Könnte das jemand für mich erhellen?

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  14. @Bjoern:
    „…Der Anstieg des Meeresspiegels war bisher gerade mal einige Zentimeter – mit blossem Auge ist das kaum wahrnehmbar!…“

    Eben! – Das bestätigt ja auch klimaskeptiker.info

    „…Seit 1993 gibt es kontinuierliche Messungen mir Satelliten-Radar-Instrumenten (Altimeter), die eine globale Vermessung von Meeresspiegel-Höhe und dessen Trend ermöglichen. Dazu sagt das GeoForschungsZentrum Potsdam: „Dabei stellte sich heraus, dass der globale Meeresspiegelanstieg bei weitem nicht die Größenordnung annimmt wie von manchen befürchtet. Wie die Untersuchungen der Daten zeigen, steigt der Meeresspiegel weltweit durchschnittlich nur um zwei Millimeter pro Jahr. Der Anstieg um zwei Millimeter pro Jahr ist ein weltweiter Durchschnittswert. Weiterführende Studien am GFZ/D-PAF haben ergeben, dass der Meeresspiegelanstieg nicht gleichmäßig erfolgt, sondern erhebliche regionale Unterschiede aufweist. So stehen Meeresspiegelerhöhungen von bis zu einem Zentimeter pro Jahr im mittleren Indischen Ozean und im Südwestpazifik gleich große Meeresspiegelsenkungen im Zentralpazifik und im Golf von Bengalen gegenüber. Diese Zahlen machen deutlich, dass der weltweite Durchschnittswert von zwei Millimeter pro Jahr für sich allein betrachtet noch keine große Aussagekraft im Hinblick auf eine drohende Klimakatastrophe besitzt” Von einem Trend ist schon gar keine Rede…“
    http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=beitraege/puls_meeresspiegel.php

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  15. @Karsten:

    Was mich aber am meisten stört, ist dass Kritik an der Theorie der Steigerung des natürlichen Treibhauseffektes nicht gewünscht wird und die Kritiker als Verschwörungstheoretiker abgefertigt werden, statt deren Argumente zu wiederlegen.

    Das ist eine Behauptung im Stil der Kreationisten: „Kritik an der Evolutionstheorie ist nicht erlaubt, auf unsere Argumente geht keiner ein, und wer es wagt, der wird lächerlich gemacht und gefeuert!“ Und es stimmt genauso wenig – wenn man nur kurz im Internet sucht, findet man jede Menge Seiten, wo auf Gegenargumente zur anthropogenen Klimaerwärmung eingegangen wird (z. B. http://www.realclimate.org oder die Serie „How to talk to a Climate Sceptic“ hier: http://www.grist.org/article/series/skeptics/).

    Dass man sich in der Wissenschaftsgemeined über Gegner des anthropogenen Klimawandels oft einfach nur lustig macht, hat denselben Grund wie bei den Kreationisten: die meisten Gegen“argumente“ sind für jeden, der sich nur ein bisschen damit auskennt, offensichtlich falsch und/oder (absichtlich?) grob entstellend. Und da man ohne viel Mühe Antworten auf diese „Argumente“ finden kann, machen sich viele Leute eben nicht jedes mal extra die Arbeit, Antworten darauf zu geben… halt wie in Diskussionen mit Kreationisten auch!

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  16. @tischl: Der Anstieg des Meeresspiegels war bisher gerade mal einige Zentimeter – mit blossem Auge ist das kaum wahrnehmbar! Ausserdem ist das ein globaler Mittelwert – es gibt durchaus auch Stellen, an denen der Meeresspiegel weniger angestiegen oder sogar gesunken ist!

    Messungen dazu wurden z. B. vom Satelliten ERS-2 durchgeführt; im folgenden Artikel gibt’s einige Details dazu:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/5076322.stm

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  17. @ Kuro Sawai:
    “…Das Meeresspiegel-Beispiel ist chickenshit, ein Popanz…”

    Warum? Das Fehlen jeglicher Argumente in Deiner emotionalen Antwort unterstützt eigentlich nur meine Position. Außerdem hatte ich niemals den Klimawandel in Abrede gestellt, sondern nur den anthropogenen(!) Treibhauseffekt! Ansonsten hat Karsten alles Notwendige dazu geschrieben…

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  18. Zurück zum thema.

    Wenns nun wirklich um das Abwürgen der Grundlagenforschung geht?
    Dann ist das Gestreite hier und anderswo nur kontraproduktiv, weil streit um des Kaisers Bart.

    Wir sollten aufmerksam sein…

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  19. @Kuro
    Man muss auf keinen Fall Theologie studiert haben, um Religionskritik über zu „dürfen“. Aber die meisten Atheisten und Agnostiker, die ich kenne, kennen sich in der Bibel und der katholischen Kirche besser als die meisten „Gläubigen“ aus.
    Was ich damit sagen will: Wenn man eine Meinung zu einem Thema abgibt sollte man sich vorher eine eigene Meinung bilden, oder aber keinen Kommentar abgeben. Man kann sich natürlich nicht zu jedem Thema schlau machen, dafür gibt es einfach zu viele, aber wenn ich mich nicht mit einem Thema auskenne, halte ich es nach dem Grundsatz „Einfach mal die Fresse halten!“.
    Du stellst dich aber zu 100% hinter die Meinung des IPCC und dann erwarte ich auch ein wenig Substanz hinter deiner Meinung.
    Und das IPCC ist keine von Wissenschaftlern gegründete Vereinigung, es ist eine politische von den Vereinigten Nationen gegründetes Institut.
    Und ich nenne es ganz klar hysterisch, wenn gewarnt wird, dass Köln bald zur Küstenstadt wird (ok, das war auch die extremste Übertreibung 😉 ).
    Was mich aber am meisten stört, ist dass Kritik an der Theorie der Steigerung des natürlichen Treibhauseffektes nicht gewünscht wird und die Kritiker als Verschwörungstheoretiker abgefertigt werden, statt deren Argumente zu wiederlegen.
    Vom IPCC werden immer nur wieder Studien zu den möglichen Auswirkungen eines Klimawandels veröffentlicht, aber keine Studien zu den Ursachen. Das ist mein Hauptkritikpunkt!

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  20. @Kuro
    Dafür das du dich selber nie mit Klimaforschung beschäftigst hast (deine Aussage), bist du dir aber ziemlich sicher, ja hast quasi blindes Vertrauen in deine Quelle. Das passt nicht zu einem Skeptiker.
    Die Bewegung der Klimahysteriker hat wirklich einige Parallelen zu den Religionen, eine ist, dass man nichts kritisch hinterfragen darf, tut man es doch, wird man bestenfalls mit einer unwirschen Antwort ruhig gestellt, die persönlich diskreditieren soll. Dafür bist du ein sehr gutes Beispiel. 😉

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    1. @Karsten
      Tja, ich bin nicht professionell mit Klimaforschung befasst – genausowenig wie Du und weitere Diskutanten. Spricht das jetzt gegen mich und für dich? Wollte man deinen Einwurf gravierend nehmen, dürften also ab sofort nur noch Theologen und ausgewiesene Sachbuch-Autoren zur Religionskritik sprechen. Ei, wie überzeugend.

      Deine Schmähvokabel „Klimahysteriker“ zeigt allerdings deutlich, dass es dir nicht um konstruktive Kritik geht bei dieser Frage. Statt der von dir behaupteten Nähe der Klimaforschung zu den Religionen – eine andere „Bewegung“ als die der Wissenschaftler gibt es da nicht – sehe ich allerdings eine große Nähe der socalled Klimaskeptiker zu Sekten und Verschwörungstheoretikern.

      In dieser Frage bin ich klar parteilich pro Klimaforschung! Selbstverständlich ist und bleibt es jedermans gutes Recht, sich gegen Übertreibungen auszusprechen oder persönlich auf vorsichtige Distanz zur Klimaforschung zu gehen, weil sie den Lebensgenuss der Gegenwart trüben könnte. Aber gegen Pseudoskeptiker, die aus unausgegorenen Gründen Brandreden gegen Ökologie und Klimaforschung halten, werde ich mich immer wehren.

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  21. Klimawandel gab es immer und wird es auch immer geben, die Frage ist nur: Hat das menschliche Wirtschaften auf diesem Planeten Einfluss auf den natürlichen Wandel des Klimas? Inzwischen glaube ich nicht mehr an den anthropogenen Treibhauseffekt, vor allem seit dem ich die Gegenargumente auf der empfehlenswerten Seite „klimaskeptiker.info“ gelesen habe. Die ganze Bewegung der Klimahysteriker – einschließlich des IPCC – ist pseudoreligiös, es geht wie bei den „richtigen“ Religionen um Geld, Schuld, Macht, Untergang, Intrigen, Erlösung, Glauben… usw.

    Beispiel von klimaskeptiker.info:
    „…Wenn der Meeresspiegel anstiege, müsste es nicht jemand bemerken?

    Eine der am häufigsten verbreiteten alarmistischen Prognosen der AGW-Vertreter ist die Behauptung, als Folge „globaler Erwärmung” werde der Meeresspiegel global ansteigen. In der Realität findet diese Prognose keine Bestätigung.

    Während die übrigen Prognosen einen wechselhaften Eindruck machen (mehr Niederschläge oder Dürre, beides wird als prognostizierte Folge globaler Erwärmung angeboten) und bloße Wärme von vielen als vorteilhaft angesehen werden kann, ist der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels ausschließlich bedrohlich. Diese Prognose ist damit die schärfste Waffe des Alarmismus (..).

    Wenn der Anstieg des Meeresspiegel real wäre, müsste dann nicht irgendeiner der vielen Millionen Menschen, die an den Küsten der Kontinente wohnen, etwas davon bemerken? Und müsste der Meeresspiegelanstieg nicht problemlos überall nachweisbar sein?
    Steve Goddard besucht seit etwa 1960 regelmäßig den Pazifikstrand von La Jolla, The Cove, in Kalifornien. In 50 Jahren hat er keinen sichtbaren Anstieg des Meeresspiegels feststellen können. Auch beim Vergleich zwischen einer Aufnahme auf dem Jahr 1871 und einer aktuellen Aufnahme ist keine wesentliche Veränderung zu erkennen (..)

    Die Gegend von San Diego wird nicht durch das Abschmelzen von Gletschern entlastet, was zu einer Hebung führen könnte. Die geologischen Bedingungen führen zwar zu horizontalen Bewegungen, aber nicht zu vertikalen. Also: Die Küste hat sich nicht gehoben – der Meeresspiegel auch nicht.

    Der Meeresspiegelanstieg scheint ein Problem zu sein, das nicht existiert…!
    http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=einzelmeldung.php?nachrichtid=1034

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    1. @tischl
      Auf dem dir fremden Gebiet der Klimaforschung redest du ziemlich unter Niveau. Du merkst offenbar gar nicht mehr, dass du völlig subjektivistisch von deiner Befindlichkeit her bewertest. Ökologie geht dir auf die Nerven, also ist sie zu verdammen, alles erfundener Unsinn, um dich in deinem Lebensgenuss zu beeinträchtigen. Har har! Das Meeresspiegel-Beispiel ist chickenshit, ein Popanz. Das Abschmelzen der Poleiskappen, die Eisfreiheit der Nordwestpassage, die Bedrohung der Eisbären sind alles Märchen? Aber nur für Leichtgläubige und Pseudoskeptiker.

      Sogenannte Klimaskeptiker sind Makro-Quacks und Wissenschaftsverächter. Da beißt die Maus keinen Faden von ab.

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  22. man darf aber nicht vergessen, daß dieses eine Metadiskussion ist.
    Ich hatte ja schon erwähnt, daß ich etwas skeptisch bin.
    Aber das betrifft die Interpretationen, nicht die Grundlagenforschung. Grundlagenforschung ist immer wichtig (und soll derzeit überall irgendwie eingestampft werden, merkwürdig, weil sich alles nach verwertbaren Sachen umsieht… also sofort verwertbarer Forschung).

    Ich frag mich manchmal, ob es in dieser Diskussion nicht vielmehr darum geht…
    Nciht darum, ändert sich s Klima denn nun oder nicht (Veränderung ist das normalste derWelt…).

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