Kinderschutz oder Werbetrick?


Kinderschutz-Software-Filter
Kinderschutz "Godblocker"-Logo

Was ist dran an der US-Erfindung Software-Filter „Godblock“? Ist es, wie die Betreiber sagen, eine nützliche Software, um Kinder vor Missionierung und „Gotteswahn“ im Internet zu schützen? Oder handelt es sich, wie genauso naheliegt, nur um eine weitere „clevere“ Geschäftsidee?

Ist es „Quack“ oder hat es tatsächlich eine spürbare Wirkung? Unter den im Verhältnis zu den USA nicht so arg christlich-missionarisch aufgeladenen europäischen Verhältnissen macht eine solche Filter-Methode nicht unbedingt überzeugend Sinn.

Da bei mir kein Nachwuchs auf dem Familien-PC surft, bin ich ohnehin kein Teil der Zielgruppe. Aber ich stelle es mal zur Diskussion. Vielleicht gibt es ja „Betroffene“, die ihren Senf dazu geben möchten. Überhaupt Internet-Filter ja oder nein? Werden die Religionsanhänger dann nicht dagegenhalten? Gibt es das schon im Religioten-Format? Nicht zuletzt ist das auch ein Stoff für witzig-sarkastische Kommentare, die ggf. kommen werden.

paperholic.com

Stop religious indoctrination with GodBlock: a web filter that blocks religious content.

It is targeted at parents and schools who wish to protect their kids from the often violent, sexual, and psychologically harmful material in many holy texts, and from being indoctrinated into any religion before they are of the age to make such decisions.

Systems: Windows XP/Vista | Mac OS X intel

Our recommendation: Give it a try! Secure, and easy to uninstall (… just in case you were not convinced).

4 Comments

  1. @tischl
    Ich bin ja selber durchaus nicht von der Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes überzeugt. Aber um die Sache fair und unvoreingenommen zu beurteilen, muss man die Bedingungen des Kulturkampfes in den USA miteinbeziehen. Man wird dort mit religiös-fundamentalistischen Werbe-Botschaften tatsächlich ziemlich „bombardiert“. Und 8-Jährige sind keineswegs so wehrhaft wie Erwachsene.

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  2. „…GodBlock will test each page that your child visits before it is loaded, looking for passages from holy texts, names of religious figures, and other signs of religious propaganda…“
    http://godblock.com/#what

    Software statt Erziehung – was sind das nur für Eltern, die so einen Mist installieren?
    Den Brightsblog o.ä. werden diese so „geschützten“ Jugendlichen dann sicher niemals zu Gesicht bekommen…

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  3. Hm, warum wohl, gibts das Dingens nur für Win und MacOS? :mrgreen:
    Ansonsten kann man, wenn man es wirklich ernst meint und seine Kinder vor religiöser Bullshistic bewahren will die Filterfunktion seines Browsers nutzen. Und/oder die Interneteinstellungen des BS entsprechend tunen.
    Wie auch immer, Gottes Zoo ist groß, und wer sich das Tuning eben nicht zutraut, kann diese Software nutzen. Der kommerzielle Effekt ist da wohl Nebensache.

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