Unfug Atomstrom


Philippsburg2
Nuklearanlage (CC-by-sa/2.5/en by Lothar Neumann)

Ob es uns passt oder nicht, die Herausforderung der industrieverursachten Klimaverschiebung ist eine Überlebensfrage des 21. Jahrhunderts. Ob nach uns noch Generationen eine Umwelt bewohnen können, die nicht völlig instabil und lebensfeindlich geworden ist, entscheidet sich in den nächsten zwanzig Jahren. Und das hat eine planetare, menschenweltweite Dimension.

Auch wenn es keinen Spaß macht, mit pseudokritischen „Klimaskeptikern“ und ihren streitsüchtigen, kurzsichtigen Einwürfen zu tun zu haben, man muss da durch. Bauchnabel-Philosophen, die die Welt danach bewerten, was ihnen kurzfristig in den Kram passt, kann man bei diesem Thema nicht ernst nehmen.

Was auf der gesellschaftlichen Ebene die Bildungsfrage und die Durchsetzung einer säkularen, humanistischen Vernunft und Ethik ist, stellt sich auf der weltpolitischen Ebene als ökologische Frage. Dazu gehört auch die mit viel Lobby-Schmiergeld und Werbemaßnahmen lancierten Märchen vom „umweltfreundlichen“ und darüber hinaus billigen Atomstrom. Aus dem Nachbarland Schweiz kommen da bemerkenswert klare Statements.

Deutschlandradio Kultur

Die Frage, die über allem schwebt, ist letztendlich: Was sind die wahren Kosten des Atomstroms, und darüber spreche ich jetzt mit Jürg Buri. Er ist Geschäftsführer der Schweizerischen Energie-Stiftung und auch noch Präsident der Schweizer Allianz „Nein zu neuen AKW“.

Kitzler: Aber der Verbraucher sieht doch an seiner Rechnung, wenn er vergleicht, zu welchem Anbieter wechsele ich doch, dass Atomstrom immer noch günstiger ist als Ökostrom zum Beispiel. Was ist also daran falsch, die Atomenergie ist günstiger?

Buri: Also daran falsch ist erstens, dass das Strom ist aus abgeschriebenen Atomkraftwerken. Die sind natürlich in der Produktion heute gesehen spottbillig, absolut klar. Deshalb will man auch diese Laufzeitverlängerung in Deutschland. Aber das ist nicht zu vergleichen mit einer Investition in ein neues AKW.

Dazu kommt natürlich, dass je mehr Zeit ins Land geht, desto klarer wird auch, dass die Atomenergie ihren Preis gar nicht wirklich bezahlt. Jetzt kommen die teueren Rückbaukosten. In der Schweiz reden wir über die Entsorgung des Atommülls. Wir haben keine Lösung. Die Kosten werden in die Milliarden gehen.

Also die zweite Rechnung der Atomenergie, die wird in den nächsten zwei Jahrzehnten ganz massiv auf unsere Stromkonzerne, auf unsere Politik einschlagen, und deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Atomindustrie dieses Fenster von Klimaschutz-Debatte jetzt nutzt und eine letzte Chance quasi sieht, für ihre Technologie noch einmal an die Länder und an Mann und Frau zu bringen.

Kitzler: Einen Teil der Kosten haben Sie schon angesprochen. Ein anderer Teil sind zum Beispiel auch die Rückstellungen, die die Konzerne leisten müssen, für den Fall eines Atomkraftunfalls. In Deutschland sind da bisher zusammengekommen 29 Milliarden Euro, und versichert, habe ich gelesen, ist so eine 1.300 Megawatt-Anlage mit 2,5 Milliarden Euro. Sind das realistische Größen?

Buri: Ja, ich sage mal, die Haftpflichtversicherung eines großen Atomkraftwerks, die über zwei Milliarden geht, ist lächerlich. In der Schweiz gibt es Studien, die sagen, die Kosten könnten sich in etwa in die 4.000 Milliarden Schweizer Franken-Grenze hochschrauben. Logischerweise sind diese Atomkraftwerke massivstens unterversichert. Jeder, der ein Windkraftwerk baut, oder ein „Wellofhead“, muss eine bessere Haftpflicht haben als ein Atomkraftwerk, das ein Zerstörungspotential hat, das in dem Sinne eben gar nicht versicherbar ist, weil es so groß ist.

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33 Comments

  1. Hier prangert jemand mit Gutmenschenqualitäten die Kultur im Kern an.
    und obwohl ich diese speziellen Ansichten NICHT teile, die da geboten werden, möchte ich zu bedenken geben, daß ein wahrer Kern dran ist.

    Aber sicherlich nicht der, „die Menschen müßten einfach vegan leben, sich nur noch in handgewebte eigenproduktions-Tücher hüllen und nicht mehr so viel wollen…“
    natürlich kann man versuchen, sehr einfach und bescheiden zu leben.
    Dazu wäre aber unbedingt eines nötig: die Anzahl der vorhandenen Menschen reduzieren (sonst ist nicht genügend Garten für jeden und seine Gemüsekulturen vorhanden).

    DAS kanns wohl nicht sein. Bei aller Bescheidenheit, wer würde sich freiwilig ofern? Payoli etwa?
    Bei über 7 Milliarden lebenden Menschen geht es mit mittelalterlichen produktionsmethoden einfach nicht mehr.
    Und den Religiösen sei dank, daß es auch bald noch mehr Menschen sein werden…

    Da muß man sich einen guten Verteilerschlüssel ausdenken, um einen Teil nicht (wie derzeit noch üblich) einfach abkratzen zu lassen, nur weil der regen ausbleibt oder alles wegschwemmt…

    Nix gegen erneuerbare Energie. Aber da mußnoch einiges an Forschung reingesteckt werden…
    Bis dahin wären die unterkritischen Kernkraftwerke (unfähig zur Kernschmelze) eine Lösung.
    Meinethalben übergangsweise. Wer weiß, was die Forschung noch so bringt. Aber momentan?

    übrigens, was die Treibstoffe angeht. Wasserstoff wird nicht in absehbarer zeit kommen (hab letztens zufällig irgendwo in einem Physiker-Fachblatt, das ich frecherweise einfach mitlese, gesehen – die Speichermedien machen weitaus mehr Probleme als erhofft, gute Ergebnisse sind wohl nur Artefakte gewesen…).
    mein Favorit wäre Alkohol. die keramik-Materialien sind ausgereift genug, um Motoren für Alkohlverbrennung zu bauen.
    gibt wohl Versuchsanlagen. Aber da will die Industrie nicht ran, ehe nicht das Öl ganz ausgeht… Umstellungstrotz…
    Und Alkohol läßt sich problemlos aus organischem Abfall erzeugen – und zwar prinzpiell in jedem haushalt selbst. Der Gedanke gefällt auch nciht in einer Welt, wo die Zweckmäßigkeit sich dem Gewinnstreben unterwerfen muß…

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  2. @ Rheinlaender
    Dass unser ‚Ernaehren, Kleiden und Versorgen‘ gerade mit der ‚energieintensiven industralisierten Gesellschaft‘ ermöglicht werden soll, die uns dieses Energie- Schlamassl beschert hat, ist der Witz des Tages!
    Allein diese dämliche Fleischproduktion kostet um Faktor 10- 15 mehr Energie als pflanzliche Ernährung! Von all den Energieverbräuchen durch unnützes Kochen, Braten, Hochverarbeiten, oder gar durch den Wahnsinn, der in der Bekleidungsindustrie abgeht, ganz zu schweigen …

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  3. Entschuldige schon, lieber
    @Rheinlaender,
    aber dass das ‚Ernaehren, Kleiden und Versorgen‘ gerade die ‚energieintensive industralisierte Gesellschaft‘ brauchen soll, die uns erst dieses Energie- Schlamassl verursacht hat, ist der Witz des Tages!
    Allein der Energiebedarf dieser dämlichen Fleischproduktion ist schon um Faktor 10- 15 höher als der einer planzlichen Ernährung. Von den Energieverbräuchen all des sinnlosen Kochens, Bratens und Hochverarbeitens unserer Nahrung, oder gar dem Wahnsinn der in der Bekleidungsindustrie abgeht, will ich erst gar nicht reden.

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  4. @ Kuro Sawai:
    KS: „…Auch ich fände es angeraten, (..) über die offenkundige, aber verdrängte Unwirtschaftlichkeit der Nuklearkraftwerke zu diskutieren!…“

    Atomstrom als Brückentechnologie (nur um die geht es in D ja) ist vielleicht riskant und gefährlich, aber nicht teuer, im Gegenteil: „…Buri: Also daran falsch ist erstens, dass das Strom ist aus abgeschriebenen Atomkraftwerken. Die sind natürlich in der Produktion heute gesehen spottbillig, absolut klar. Deshalb will man auch diese Laufzeitverlängerung in Deutschland…“

    KS: „…Mit Erneuerbaren ist der gesamte Strombedarf gut abdeckbar…“

    Fraglich – aber selbst wenn, dann nur zu einem Preis, der die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen massiv gefährdet.

    WELT: „…Allein das, was in diesem Jahr auf die Dächer kommt (Solarenergie), verursacht Folgekosten von rund 26 Milliarden Euro – und dürfte die Stromrechnung aller Verbraucher im kommenden Jahr um 10 bis 12 Prozent verteuern…“
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8333597/In-Deutschland-muss-der-Solar-Irrwitz-aufhoeren.html

    Man könnte ja als Brückentechnologie auch moderne Gaskraftwerke nehmen, schon wegen der Versorgungssicherheit wird man aber auf einen Mix setzen müssen.

    BUND: „…Da viele Kohlekraftwerke über 40 Jahre alt sind und schnellstens stillgelegt werden müssen, bleibt noch eine kleine Lücke, die erst in zehn bis zwanzig Jahren von den erneuerbaren Energien und der KWK gefüllt werden kann. Für diese Übergangszeit sind auch Gaskraftwerke akzeptabel…“
    http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/klima_energie/kohlekraftwerke_stoppen/keine_stromluecke/bund_energiekonzept/

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  5. noch eins. Komisch, daß die „manipulierten“ Strompreise nur D betreffen.
    Hier bei uns ist der STrom entscheidend billiger. Sagen wir treffender: preisgünstiger.
    Wie verschieden das doch so in Europa ist, hm?

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  6. Noch ne Randbemerkung – ich bin keineswegs gegen die erneuerbaren. Ich hab schon als Kind unser Pumpspeicherwerk bewundert (aber das hat nur sinn, wenn man nachts anderweitig Energie hat, um die Wassermengen wieder hochzupumpen…).

    Ein gesunder Mix aus allem ist wohl vernünftig….

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  7. Kuro – die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
    Beleg steht noch aus. Die Preisentwicklung spricht auch eine recht deutliche Sprache…

    Dazu kommt – wer legt die alten KKWs fachgerecht flach und kümmert sich um den Müll?
    Dazu braucht es gut ausgebildete Leute.
    Daran mangelt es in D schon jetzt.
    Da kommen noch ganz andere Zeiten. Ihc beobachte das ja aus dem Ausland und tippe mal drauf, daß man dann auch auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sein wird. Vermutlich erst, wenns schon mal schiefging.

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  8. @Rheinlaender und Yerainbow
    Wie kommst ihr nur auf die Idee, dass gegen die Wirtschaftlichkeit von AKW zu argumentieren bedeutet, die Industriegesellschaft abzuschaffen? Mit Erneuerbaren ist der gesamte Strombedarf gut abdeckbar.

    @Sergej K.
    Danke für diese aktuelle Dokumentation zu den „industriellen“ Trugschlüssen der Energiekonzerne. Wir zahlen wegen der an der Strombörse manipulierten Daten alle zu hohe Strompreise.

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  9. hab übrigens grad ein hübsches Buch hier liegen, momen muß mal schnell gucken… Titel ist:
    Eneuerbare Energie
    https://www.amazon.de/Erneuerbare-Energie-Alternative-Energiekonzepte-Zukunft/dp/3527409734/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1279543309&sr=8-1-spell

    gibt einen ganz guten Überblick. Aber der Wirkungsgrad bei all diesen Energiearten liegt noch immer deutlich unter 50%.

    Fakt ist, ohne Energie gibts weder TV noch Bahnfahrt, und heizung im Winter fällt auch flach.
    Und eine Industrie ohne Energie… oha.
    und ich wage nicht, mir vorzustellen, was kommt, wenn die Industrie zusammenbrechen sollte. Wer weiß schon noch, wie man sich selbst versorgt? Wenns im Supermarkt nix mehr gibt….

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  10. @payoli

    Es geht primaer nicht um „lebenswerter“ machen, sondern primaer ums Ueberleben:

    8 Mio. Londoner oder ueber 10 Mio. Menschen zwischen Koeln und Dortmund lassen sich nur ernaehren, kleiden und versorgen mit einer energieintensiven industralisierten Gesellschaft. Diese benoetigt Energie – und zwar im erheblichen Masse. Man kann dort sicher sinnvoll kuerzen, aber an der Grundtatsache aendert dies nichts.

    Alleine die Kiste vor der Du sitzt wird irendetwas zwischen 200 und 500 Watt benoetigen, im Winter werden etliche kW notwendig sein, um selbst eine rudimentaere Wohnung auf halbwegs vernuenftigen Temperaturen zu halten, etc. pp.

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  11. Ja, zurück zum Thema!
    Bloß, warum beantwortet mir hier niemand meine eingangs gestellte Frage, die sehr wohl ganz massiv das Energie- Problem lösen würde?
    Allein schon wenn ich 90- 95% aller Krankenhäuser schließen könnte oder, wie hier angesprochen, aber von Unwissenden verteufelt, plötzlich alle MC- Patienten gesund wären …

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  12. Auch ich fände es angeraten, statt über off-topic Zeugs wie Babynahrung endlich wieder über die offenkundige, aber verdrängte Unwirtschaftlichkeit der Nuklearkraftwerke zu diskutieren!

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  13. Selbstverständlich meinte ich auch Muttermilch (und nach dem Abstillen dann Mischkost…).

    Ich kenne aber Vegetarier, die halten mandelmilch etc für die bessre Variante, dann Frisckornbrei etc.

    Ich habe Säuglinge mit solcher Ernährung gesehen… Äußerlich proper, aber die Muskulatur zu schwach, und über die Hirnentwicklung darf man gar nicht nachdenken…
    Deine Behauptung hingegen zum Thema MC ist bedenklich, und gefährlich.

    Da rate ich Dir, Dich beim Fachmann (mit Diplom, allerdings nicht von einer Titelschleuder) zu befragen.
    Ein Darm, der ständig entzündet ist, kann pflanzliche Kost noch schlechter aufspalten als ein gesunder. Und wir haben aus gutem Grund keine so langen Darm wie die Pflanzenfresser…
    Aber sei es drum. Erwachsene dürfen selbst entscheiden.

    Vielleicht zurück zum Thema?
    Strom aus der Steckdose…

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  14. @ bjoern
    Ja, natürlich werden geschmackliche Vorlieben gebildet oder verbildet! Warum sonst würden sich Aborigines- Kinder auf gebratene Engerlinge und unsere auf Nutella freuen?

    @ yerainbow
    Unser Ur- Instinkt funktioniert natürlich nur mit Ur-, d.h. natürlichen, Stoffen. Gegen die Zivilisationsdämlichkeit Reinigungsmittel mit Zitronen- Farbe und Geruch herzustellen hat der kindliche Ur- Instinkt natürlich keine Chance.
    Deine ‚evolutionär … eiweißreiche Ernährung‘ ist Unsinn pur! Muttermilch hat 1,8% Eiweiß und würde bis zum 5. Lebensjahr für einwandfreies Gedeihen reichen.

    MC- Patienten können mit rein veganer Rohernährung sogar geheilt werden. Dein ‚Gemüse bringt um‘- Gefasel ist einfach lächerlich …
    Weißt‘, ‚Wer heilt, hat Recht‘ heißt es, nicht: ‚Wer über Ungeheilte schwadroniert!‘ 😉

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    1. @payoli, hier werden keine Vorschriften gemacht, wer, was isst. Wenn du deine vegane Weltanschauung missionieren willst, tu das, aber nicht hier.
      Zumal ich mich des Verdachts nicht erwehren kann, dass die meisten von Euch einen gewaltigen esoterischen Klatsch haben.

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  15. @payoli: Was hat denn Geschmack mit (Ver-)Bildung zu tun?!? Willst du allen Ernstes behaupten, mir schmeckt Fleisch besser als Obst, nur weil ich so erzogen wurde, oder was?

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  16. … und über die „unverbildeten Ur-Instinkte“ von Kindern kann man sich mal beim Giftnotruf informieren.
    DORT kann man das am deutlichsten sehen….

    Jedenfalls bin ich mal gespannt, wie die entwicklung in D bezüglich Stromerzeugung gehen wird.
    Ihc sehe ja auch die Preisentwicklung.
    Ich lebe im ausland, und hier ist der Strom zum Glück wesenltich preiswerter…. tja…

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  17. Pythinsäure verschwindet NICHT durch einweichen.

    Das wäre auch ganz sinnlos.
    Sie verschwindet beim Keimungsprozeß (wird abgebaut, um die Keimung nicht zu behindern).

    halbwissen ist so ne Sache…

    säuglinge darf man aber nicht nur aus diesem Grund nicht vegetarisch ernähren. Sie sind evolutionär einfach nicht so konzipiert, sondern perfekt auf eiweißreiche Ernährung eingestellt. allerdings nicht auf jede, so daß Kuhmilch zu Problemen führt…

    In meiner Familie lebt ein Morbus-Crohn-Kranker. Den würde man mit Gemüse sogar umbringen, der braucht sein (hochwertiges) Fleisch.
    Und der Verdacht liegt nahe, daß sich bei ihm die äußerst unzulängliche Säuglingsernährung so krankheitsfördernd ausgewirkt hat.
    Ich habe schon einige fehlernährte Säuglinge gesehen… die sehen gesund aus. Aber das ist blanker Schein, der eben trügt.

    Ein Erwachsener hingegen darf seine Entscheidungen selbst treffen. Sogar dann, wenns ihm nicht gut tut. Das ist die Freiheit, die man nutzen kann.

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  18. Jaja, es gibt jede Menge an Verbildungen
    Lieber Bjoern 😉
    Aber unverbildete Kinder sind ein verlässliches ‚Anzeigeinstrument‘ unserer Ur- Instinkte!
    Harvey Diamond schrieb schon vor 20 Jahren in seinem ‚fit for life‘- Bestseller: ‚Setz ein Baby in einen Laufstall mit einer Karotte und einem Kaninchen. Wenn das Kind in den Hasen beißt und die Karotte streichelt schenk ich Dir ein Auto‘. Ich glaub nicht, dass er seither viele Autos verschenken musste 😉

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  19. @Payoli:

    Wem rinnt schon bei einem süßen Kaninchen oder einem Kalb das Wasser im Mund zusammen; bei einer Himbeere, einem Apfel aber sehr wohl.

    Nicht von dir auf andere schliessen! Wenn ich bei dem Anblick dran denke, wie Kaninchen / Kalb schmeckt, rinnt mir in der Tat das Wasser im Munde zusammen – passiert mir dagegen bei Obst kaum…

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  20. Liebe yerainbow,
    a) Pythinsäure verschwindet, wenn man die Samen/ Körner einweicht.
    b) Ich und meine Seminarteilnehmer leben ganz wunderbar ‚paradiesisch‘; warum sollte das heutzutage nicht mehr möglich sein?
    c) Man braucht keine Tiere zu essen um gut zu leben! Wem rinnt schon bei einem süßen Kaninchen oder einem Kalb das Wasser im Mund zusammen; bei einer Himbeere, einem Apfel aber sehr wohl.

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  21. Hi, Payoli, du schreibst in dem angegebenen Link, „Ein Samenkorn beispielsweise in die Erde gesteckt, ergibt eine wunderbar lebendige Pflanze, die wiederum keimfähige, lebendige Samen hervorbringt.
    Ein abgekochtes oder anderswie erhitztes Samenkorn in die Erde gesteckt ergibt eine tote, schimmelnde Masse ….“

    schon mal was von Pythinsäure gehört?
    einer der Gründe, warum Säuglinge keinen Frischkornbrei kriegen sollten, auch keine älteren Säuglinge…
    auch Pflanzen sind lebewesen, die ihr Überleben mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln sichern wollen… Die sind eben nicht dran interessier, ihre Saaten fressen zu lassen…

    und dann möchte ich echt sehen, wie du ein lebendes tierchen verspeist. Muß ja nicht gleich ein Kalb oder ein Kaninchen sein.
    Ich habe hier (eßbare) Prachtschaben, wie wäre es damit?

    Natürlich ist es ne hehre idee, den „energiehunger“ der Industrie mal zu stoppen.
    Ich frag mich aber ernsthaft, was kommt, wenn die Industrie zusammenbricht. Unsere Großeltern wußten noch, wie man sich selbst versorgt. Uns dürfte das schon viel schwerer fallen. Und wer es nicht schafft, nun ja, der macht sich auf dem Weg zum Kompostieren. Seines nicht überlebensfähigen Anteils.

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  22. Die Frage die bei diesem Thema für mich ganz am Anfang steht und mich fassungslos macht ist: ‚Wieso ist in den angeblich so aufgeklärten Informationsgesellschaften noch immer nicht klar, dass all dierer energiefressende Fortschritt unser Glück nicht vermehrt, unser Leben nicht wirklich lebenswerter macht?‘.
    Es ist so sonnenklar, dass unser Energiehunger bloß unsere Desinformation bezüglich Lebensqualität widerspiegelt. Deshalb:

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  23. Die einleitende Aussage ist zu drastig. Warum solle sich gerad in den nächsten 20 Jahren alles entscheiden??? Das scheint mir doch eine stark vermessene Aussage! Die erwarteten, negativen Effekte des Klimawandels sind in erster Linie naheliegende Schlussfolgerungen basierend auf guten Hypothesen und Simulationen. Vielleicht trifft es uns hart, vielleicht kommen wir aber auch ganz gut klar. Zur Frage des Überlebens tragen jedoch mehr Faktoren bei als nur der menschlich induzierte Klimawandel.

    Im Hinblick auf die Energiegewinnung ist sowohl die Kernkraft als auch die Verbrennung fossiler Energieträger nicht die perfekte Lösung! Dass die Kernkraft jetzt nicht so unglaublich günstig ist m.E kein vernichtendes Urteil, vielmehr ein Versuch die Technik auf neuem Wege zu korrumpieren. In unserem Pseudo-Öko/Bio-Deutschland hat die Kernkraft leider das Problem zusammen mit der Kategorie Gentechnik einen schweren Stand inne zu haben. Klarer Fall von mangelndem wissenschaftlichen Verständnis….

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  24. die fehlende Forschung hat weiterhin auch zur Folge, daß es zu wenig wirkliche Fachkräfte gibt, die die alten Kraftwerke unter einem hohen Sicherheitsstandard abbauen können.

    und natürlich die Entsorgung der Abprodukte ist ein Problem. Inzwischen gibt es weltweit vielfältig Forschung, wie man aus den gefährlichen Endprodukten weniger gefährliche machen kann (das ist möglich, aber dazu wiederum Fachmann befragen…).
    D hat es sich ja ziemlich leiht gemacht, den Müll einfach in ein altes Salzbergwerk einzulagern, das nun in nächster Zeit wohl absaufen wird.
    Es war nicht nötig, dieses Risiko einzugehen, aber nach dem Prinzip, was weg ist, brummt nicht mehr, wurde das Problem einfach ideologisch genehm zugedeckt.
    die zeit wird kommen, da die Sache teuer wird. Und man Technologie aus dem Ausland braucht – und das gibts auch nicht geschenkt, im Gegenteil.
    Hoher Bedarf an irgendwas läßt die Preise steigen.

    man darf gespannt bleiben.

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  25. Ich habe einiges an Kritik.

    Zum einen – wenn die Begriffe nicht klar sind, bzw falsch verwendet werden (aus ideologischen oder anderen Gründen).
    Atomstrom? Iss ein Schlachtruf, mehr nicht.

    Atomkraft ist chemische energie. Wer Physik und chemie in der Schule hatte, weiß das. Wer es nicht in der Schule hatte, sollte sich an den Spruch von Dieter Nuhr halten… „wovon man keine Ahnung hat – einfach mal Fresse halten…“

    Hier geht es eindeutig um Kernenergie.
    Der Artikel suggeriert einiges: er suggeriert, daß Windkrafträder und andere energiearten nebenwirkungsarm oder nebenwirkungsfrei wären.
    Dem ist aber nicht so. Von Windkrafträdern weiß man, daß sie das Mikroklima in direkter Umgebung des Windrades verändern. Nur redet da keiner drüber, iss nicht erwünscht.
    Daß sie Infraschall erzeugen können. ob Fledermausarten darunter leiden, ist meines Wissens nicht abschließend geklärt – und ohne Interesse daran finanziert keiner die forschung…
    (ob wir auf wichtige Tierarten verzichten können, zeigt sich hinterher dann genauer…)

    Photovoltaik ist in der herstellung enorm wasserbedürftig. die großen Mengen an Wasser, die zur Erzeugung von Solarzellen benötigt werden, müssen einen hohen Reinheitsgrad haben. Brauchwasser tut es also nicht.

    Usw, usw.

    Deutschland hat inzwischen ja den Anschluß an die Forschung verloren. Das hat verschiedenste Folgen. einerseits fehlen die Fachleute zum Betrieb der ollen Schüsseln, die es noch gibt.
    Die haben allerdings nicht den Sicherheitsstandard, den ein KKW eigentlich haben SOLLTE, zu unser aller Sicherheit.
    sondern sind reichlich veraltet.

    Die Industrie ist sogar froh über den Zustand. Sie feilschen nun erfolgreich über den Weiterbetrieb der ollen Dinger, die niedergelegt gehörten. Es ist für sie billiger, die Dinger ein wenig zu flicken – als neue, mit höheren Sicherheitsanforderungen, zu bauen.
    Stichwort unterkritische KKWs, die nicht fähig sind zur Kernschmelze (einfach mal nen Atomphysiker befragen, der kanns erklären…).
    Selbst wenn da eine große Boeing hineinrauscht, gibt es keine Kettenreaktion (auch danach mal einfach Fachmann befragen).

    und ob die „alternativen“ STromerzeuger tatsächlich den Bedarf decken können, das wird die zukunft zeigen. Das Problem liegt nämlich nicht nur in der Erzeugung von Strom, sondern auch in der Gleichmäßigkeit der Erzeugung – und dem nötigen Zwischenspeichern etc pp.
    Won Wetter und weiteren äußeren einflüssen abhängige Energieerzeuger könnten da so einige SChwierigkeiten haben…
    (dazu einen Ingenieur befragen, vielleicht bei ABB oä).

    einen Lobbyisten zu befragen ist jedenfalls vielleicht interessant, jedoch immer kritisch zu werten.

    Deutschland steuert energiemäßig schwierigen Zeiten entgegen.
    Die Schweiz eher nicht. Es gibt einen guten Grund, warum der hauptteil des Cern (europ. Kernforschungsinstitut) zu einem sehr großen Teil auf Schweizer Territorium errichtet wurde…
    (dazu halt mal direkt im Cern nachfragen….)

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