Künast – die grüne Esotante


Renate Künast, wikipedia

Die SPD initiiert im Sommerloch eine kleine mediale Explosion. Die Krankenkassen sollen auf Grund knapper Kassen homöopathische Leistungen nicht mehr bezahlen.

Karl Lauterbach, Gesundheitspolitiker der SPD hat die Brandfackel geworfen. Homöopathie, der Glaube an Zucker, Wasser und nicht näher bestimmbare Wirkstoffe. Nun ist ja die SPD so progressiv nicht. In einer Vielzahl von esoterischen Messen, Veranstaltungen fungieren SPD-Politiker als Schirmherren und schreiben den Esospinnern nette Worte in die Poesie-Alben. Homöopathie und Alternativmedizin sind nicht wissenschaftlich zu belegen. Heilungserfolge zweifelhaft und oftmals nicht zu reproduzieren, trotzdem ein Milliardenmarkt. Der Glaube ans Placebo versetzt bekanntlich Berge. Von Plutonium bis Hundescheisse reicht die Palette angeblich homöopathischer Wirkstoffe. All das wird bisher von den Krankenkassen bezahlt, billig sind solche Medikamente nicht.

Studien, welche in Großbritannien durchgeführt wurden, zeigen die Wirkungslosigkeit homöopathischer Produkte, das Wort Medikamente kommt einem schwer über die Lippen. Kollektive Selbstmordversuche, in England haben sich Gegner von Homöopathie und manch anderer Quackery Hochdosen von Wirkstoffen zugeführt, waren nicht von Erfolg gekrönt. Die Wirkungslosigkeit ist vielfach bewiesen, solch rationale Erkenntnis findet aber kaum oder keinen Zugang in irrational codierte Politikergehirne. Künast nun:

„Die pauschale Kritik verkennt, dass selbst die Schulmedizin in vielen Fällen auf die industrielle Nachahmung vieler Heilmittel zurückgreift, die es in der Natur kostenlos gibt.“

Da kann man locker sagen, Schnauze halten, oder einfach mal Ahnung haben. Politikkasper wie Künast bewerben sich dann auch noch um solche Posten wie den des regierenden Bürgermeisters von Berlin. Irrational, destruktiv und polemisch wird dem Wahlvolk Blödsinn vermittelt. Bei Frau Künast feiert die Idiotie fröhliche Urständ.

Berliner Zeitung

9 Comments

  1. Glaubulis sind keine Naturmedizin. DAS müssen wir den unwissenden Massen erstmal klar machen, leider ist dieser Glaube sehr verbreitet.

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  2. @ notatall

    Es ist durchaus kein Nachteil, wenn die Pharma-Industrie pflanzliche Heilmittel chemisch nachempfindet. Diese synthetischen Produkte haben gleichzeitig den Vorteil, dass sie nicht mit den natürlichen Giftstoffen, die Teile der Heilpflanzen enthalten (z.B. giftige Stängel) belastet sind. Zudem sind die Produktionskosten für Synthetik-Produkte billiger als die Gewinnung aus naürlichen Pflanzen. Ein Unterschied in der Wirksamkeit besteht nicht.

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  3. „Grüne Politik“ ist doch selbst ein Homöopathikum. Gut gemeint, bestenfalls völlig wirkungslos – meist aber schädlich.

    Andererseits hat Yerainbow recht, Homöopathie und Phytotherapie sind zwei paar Schuhe.

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  4. Der Vorstoß seitens der SPD kam für mich völlig überraschend, weil unerwartet. Dass sich „Die Grünen“ davon distanzieren würden, war mir sofort klar. In deren Reihen befinden sich schließlich mehr Esotanten und Esoonkels als in allen anderen Parteien zusammen genommen.

    Der SPD kann ich nur den guten Rat erteilen, erst mal in eine große Aufklärungskampagne zu investieren, da der Glaube an die Homöopathie (mangels fundierter Information) überaus weit verbreitet ist. Da werden die Leute von der SPD nämlich noch ihr blaues Wunder erleben. Beginnen sollte die SPD mit der Aufklärung in der eigenen Partei. So z.B. bei der SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang, Hofheim Ts., die jeweils als Schirmherrin für eine Esoterikmesse auftritt oder der SPD-Bürgermeisterin Christel Bergmann aus Bad Eilsen, die 2009 sogar eine Esoterikmesse in ihrer Gemeinde organisierte !!!

    Man kann nur hoffen, dass dieser SPD-Vorschlag sich nicht als Bumerang erweist, denn – wie erwähnt – der Glaube an homöopathische Globulis ist hierzulande weit verbreitet. Religion und Esoterik muss man mit der Homöopathie gleichsetzen, denn alle diese Disziplinen gehen aus einer gemeinsamen, unbewiesenen Glaubensbasis hervor. Es sind nichts anderes als von Menschen erdachte Fantasie-Konstrukte.

    PS: Es war übrigens die Fraktion „Die Grünen“, die 2003 im Bundestag das sog. Lebenshilfebewältigungsgesetz, welches den Psychomarkt regeln sollte, scheitern ließ. Die Heilpraktiker-Lobby innerhalb der Grünen hat da ihren starken Einfluß geltend gemacht.

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  5. die allgemeine Verwechslung von Phytotherapie (die sehr wirksam ist – man denke an Aspirin, das aus Weidenrinde gewonnen wurde, bevor es synthetisiert wurde… und so potente gifte wie Aconitum {Blauer Eisenhut} hervorbringt)
    und Homöopathie (deren Wirksamkeit ja angeblich durch Wegverdünnen des Wirkstoffes erzeugt wird) ist häufiger anzutreffen.

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  6. Zitat: „Politikkasper wie Künast bewerben sich dann auch noch um solche Posten wie den des regierenden Bürgermeisters von Berlin.“

    Geeigneter als Renate Künast ist niemand, ausser vielleicht noch Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu schlucken …“

    „Murus berlinensis – Murus-berl – Energetic Fields of Places“

    Die Berliner Mauer in homöopathischer Dosierung.

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  7. Faktisch falsch ist der Ausspruch nicht, nur geht er vollkommen am Thema vorbei. Also bitte erstmal nachdenken, worüber man eigentlich redet!

    Zwar gibt es tatsächlich Wirkstoffe, die solchen Natürlichen nachempfunden sind. Ein Beispiel wäre synthetisches THC (bzw. eine sehr ähnliche Substanz), welches aufgrund des Verbots Originals Cannabis Verwendung findet.

    Aber: Hier geht es nicht um Wirkstoffe, die aus der Natur gewonnen werden und von denen einige etwas taugen mögen (auch wenn sie nicht automatisch verträglicher sind als im Labor hergestellete). Hier geht es darum, dass es eigentlich keine Wirkstoffe gibt.

    Tipp: Einmal eine Packung eines homöopathischen Mittelchens kaufen und bei Bedarf mit TicTacs auffüllen. Kommt billiger und man hat denselben schönen Placeboeffekt! (Gut, der Betrug mag das Gewissen belasten, aber immerhin spart man sich die Nebenwirkungen, die bei Medikamenten auftreten, welche eine Hauptwirkung haben.)

    Ich habe absolut kein Problem damit, später mal mit meinen Kassenbeiträgen andere Patienten mitzufinanzieren. Aber ich will nicht, dass dieses Geld für Arzneien rausgeworfen wird, die nicht helfen!

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  8. Künast:
    „Die pauschale Kritik verkennt, dass selbst die Schulmedizin in vielen Fällen auf die industrielle Nachahmung vieler Heilmittel zurückgreift, die es in der Natur kostenlos gibt.“

    Was soll man sonst erwarten, aus „NIX wird eben NIX“ auch in den Köpfen von manchen Politikern!

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