WORMWOOD-blasphemisch, obszön, grotesk


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Wenn ein Werk „Die Chroniken von Wormwood“ heißt und von der Freundschaft zwischen Gottes und Satans Sohn handelt, ist nicht viel Ehrfurcht zu erwarten. Auch zwei weitere Comics zollen Gott wenig Respekt.

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Auch wenn die Sympathiewerte der katholischen Kirche nach zahlreichen Skandalen vielerorts, sagen wir, in etwa bei denen von der Bahn rangieren, erfreut sich Gott nebst Anhang im Comic großer Beliebtheit – „Prototyp“, Ralf Königs Interpretation der Schöpfungsgeschichte wurde auf dem Comicsalon in Erlangen ausgezeichnet, und aktuell spielen Gott oder sein eingeborener Sohn in drei höchst unterschiedlichen Comics eine Hauptrolle.

Ziemlich übel wird Gott & Co. in „Die Chroniken von Wormwood“ mitgespielt. Das neueste Werk des irischen Erfolgsautors Garth Ennis erzählt die Geschichte von Danny Wormwood, seines Zeichens Sohn Satans und einer Sterblichen, der Antichrist. Statt den Willen seines Vaters zu erfüllen, und den Weltuntergang herbei zu führen, produziert er TV-Serien und trinkt mit seinem Kumpel Jesus Christus in einer Bar. Jesus, dessen zweiter Versuch,, die Menschheit zu retten, katastrophal schief ging, ist ein wenig durcheinander im Kopf, seit ihm Polizisten des LAPD nach einer öffentlichen Predigt den Schädel eindellt haben.

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