Loveparade-Katastrophe war der Zorn Gottes


Andreas Brönnimann, einziger Nationalrat der Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU). (ZVG)

Berner Nationalrat: «Duisburg-Katastrophe war Gottes Wille»

Halbnackt tanzende Techno-Fans im Drogenrausch: ein gottloses Volk, findet EDU-Politiker Andreas Brönnimann. Kein Wunder also, schlug Gott strafend zu.

Von Simon HehliBlick.ch

Die frühere ARD-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman sorgt für Wirbel: Auf der Internetseite ihres Verlages erklärte sie am Sonntag, der Tod von 20 jungen Menschen an der Duisburger Loveparade sei gottgewollt gewesen (Blick.ch berichtete).

Die Entrüstung in Deutschland ist gross. Doch mit ihrer religiösen Wertung der Katastrophe steht Herman unter den Bibel-Fundis nicht alleine da – selbst in der Schweiz findet sie Unterstützung.

So erklärt der evangelikale EDU-Nationalrat Andreas Brönnimann (55) gegenüber Blick.ch, dass Techno-Paraden «schon in die Richtung von Sodom und Gomorrha» gingen. «Auf einer solchen Veranstaltung liegt sicher nicht Gottes Segen», betont der Mann aus Belp BE, angesprochen auf das tragische Ende des Grossanlasses.

Und fährt fort: «Ich als Christ sage: Gott hat das Unglück zugelassen, weil es ein gottloses Treiben war.» Denn die Bibel verurteile sexuelle Ausschweifungen und den Drogenkonsum klar, so das Mitglied der SVP-Fraktion im Nationalrat.

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14 Comments

  1. Eine schöne Erinnerung an das Lied der Lieder.
    Ich mag dieses Singen.

    Ansonsten hab ich wohl gerade Gott gefunden.
    Gut, gefunden ist übertrieben, aber ich weiß jetzt zumindest, was Gott ist.
    Gott ist ein Junkie!

    thanx

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  2. Also, meine Hypothese ist dawohl eher ein anderer Musikgeschmack.
    Würde man Daten erheben, würden wohl auch recht wenige (aktive) Atheisten dabei gewesen sein.

    Wir können jetzt hier gern die (von Religiösen aller Richtungen) vorausgesetzte Allmacht gottes diskutieren (ist er es nun, oder ist er es nicht – keine neue Frage, zugegeben…), oder aber über Dußlichkeit der organisatioren.
    Wenn man so ein Ding organisiert und dabei das Fachwissen der letzten 20 jahre ignorriert (grad in der Panikforschung gibt es viele wichtige Erkenntnisse – die dort GAR nicht beachtet wurden), und statt dessen eine (vermutete) Kontrollierbarkeit der Menschenmassen wichtig nimmt…

    in Berlin war ja eines der beklagten Probleme, daß die Raver zu wenig Sanitärangebote hatte, worauf sie die Parkanlagen verunreinigten, was ja auch problematisch ist – und dort nun waren die Leute im eingeschlossenen Kessel konzentriert, die parks waren in sauberer sicherheit – aber der Rest war halt idiotisch durchdacht, oder gar nicht.

    jau, vielleicht hätte man mal nach Mekka gucken sollen. Eine größere Ansammlung von Menschen, und hat ja auch schon genügend Erfahrungen mit solchen problemen….
    Nicht wahr?

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  3. Wir, die Vereinigung gemäßigter Muslime Deutschlands, verurteilen das gottlose Treiben bei der diesjährigen Loveparade aufs Schärfste! Für das, was passiert ist, trägt nicht Gott, sondern der Mensch die alleinige Verantwortung!

    Kein Moslem unter den Todesopfern – und das im muslimisch geprägten Duisburg. Nur ein Zufall…?

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  4. @peter paulus:

    Zwei kleine Hilfestellungen:
    *Womit fängt der Artikel an, und was steht im allerletzten Abschnitt?

    *Es ist nicht unüblich, Dinge nicht explizit beim Namen zu nennen, sondern zu umschreiben. Solche Umschreibungen müssen natürlich im Kontext des Autors/der Autorin verstanden werden.

    Gruß

    PS: Ich persönlich bin ja der Meinung, dass Terry Prattchets Aussagen über die mehrfache Verwendung von Ausrufezeichen ohne Abstriche auch auf Fragezeichen übertragbar ist.

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  5. hallo an alle

    anbei der artikel vom sonntag……….. wo bitte an welcher stelle steht das es der zorn gottes gewesen war?????????????????????????????

    25.07.2010

    Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg
    Eva Herman

    Die Loveparade in Duisburg ist zu einem Sodom und Gomorrha mit katastrophalen Folgen geworden: Mindestens neunzehn Tote, über 340 Verletzte. Bei einer Massenpanik wurden die jungen Menschen zertrampelt, stürzten von meterhohen Gerüsten herunter, über die sie sich hatten retten wollen, sie fielen bewusstlos um und gingen in den wildgewordenen Massen unter. Zu Recht werden die Toten und Verletzten nun beklagt, ein derartiges Unglück hatte es noch nie zuvor gegeben. Der frischgebackene Bundespräsident Wulff stellte in einer eiligen Reaktion schon kurz darauf »bestürzt« fest, dass eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, furchtbar sei. Friedliches Fest fröhlicher junger Leute? Wer die Loveparade kennt und wer der Berichterstattung am Samstagabend über mehrere Stunden im Fernsehen gefolgt ist, kommt allerdings zu einem völlig anderen Ergebnis:

    Dieses »friedliche Fest fröhlicher junger Menschen« ist in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW. Als handele es sich um eine Kultur-Veranstaltung auf höchstem Niveau, waren Politik und Medien, allen voran der öffentlich-rechtliche WDR, schon im Vorfeld um eine lückenlose Berichterstattung bemüht. Schließlich ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 geworden. Und die größte Tanzparty der Welt, die Loveparade, ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres! Stolz heißt es in den Vorankündigungen: »Die maximale Tongesamtleistung auf dem Gelände beträgt 750 000 Watt. Es handelt sich um eins der größten Beschallungssysteme, das je in Europa zum Einsatz kam.«

    Doch was ist das in Wahrheit für eine »Kulturveranstaltung«? Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance.

    Das ohrenbetäubende, stereotype Rave-Gehämmere, das nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun hat, zerschmettert ihnen über zahllose Stunden Trommelfelle und Nervenkostüme. Doch das scheint den 1,4 Millionen Partygästen nichts auszumachen. Sie wussten, was sie erwartet, haben sich freiwillig dazu entschieden, hierher zu kommen. Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst.

    BILD hatte im Internet schon lange zuvor getrommelt für die »geilste Party der Welt«! Und überträgt im Internet die Veranstaltung mit prominenten Moderatoren: Oliver Pocher und Lebensgefährtin Sandy Meyer-Wölden melden sich immer wieder aus dem »geilen Getümmel«, sie interviewen Promis wie die Klitschko-Brüder oder DSDS-»Stars«, und wollen diesem Sodom und Gomorrha damit das Flair einer »normalen Veranstaltung« verleihen. Viele anderen Medien wiederholen ständig das Motto der diesjährigen Loveparade: »The Art of Love«.

    Nachdem die Ausmaße des Unglücks deutlich werden, sprechen die betroffen wirkenden Moderatoren dann gebetsmühlenartig davon, dass die jungen Leute doch ganz friedlich und nur unter dem Motto der Liebe zusammengekommen seien. Liebe? Oder Triebe? Man muss nicht ausgesprochen prüde sein, um sich hier nach kurzer Zeit mit Grausen abzuwenden. Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung.

    Zudem, das wird auch schnell deutlich, birgt das »friedliche Fest fröhlicher, junger Menschen« in Wirklichkeit eine Menge Aggressionspotential. Der Alkohol und die Drogen wirken schnell, viele kommen bereits am Nachmittag in völlig verglastem Zustand an. Unkalkulierbar reagieren sie teilweise, als die Sicherheitskräfte eingreifen. Später wird sich herausstellen, dass an dem eingedrückten Zaun, an dem die »geilen Raver« (O-Ton BILD) von den Sicherheitskräften vorbeigeleitet werden sollten, die Wut sich entlud. Denn die Partygäste wollten sich eben nicht umleiten lassen, sondern sie wollten direkt und schnell Party machen, waren sie doch extra hergekommen, um so richtig die Sau raus zu lassen. Die Polizei und die Sicherheitskräfte, die ihr Bestes tun, werden von den Vollgedröhnten bepöbelt, beleidigt und angegriffen.

    Das ist die Kehrseite der Medaille über die Loveparade, die laut dem neuen Bundespräsidenten Wulff ein »friedliches Fest fröhlicher, junger Menschen« sein sollte. Man fragt sich, welche Veranstaltung der Mann wirklich meint? Den Musikantenstadl vielleicht? Niemand wird jetzt natürlich, angesichts der Zahl von nahezu zwanzig Toten und den weiteren zahlreichen, zum Teil schwerverletzten jungen Leuten, über die entfesselten Auswüchse der »geilsten Party der Welt« berichten, die symbolisch doch nur für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft steht. Kritik an dieser Veranstaltung war schließlich auch schon in den letzten Jahren politisch unkorrekt. Denn wir alle, die Jungen wie die Alten, sind doch »total cool«, oder? Wir, die Älteren, wollen doch nicht etwa als verstaubt gelten, indem wir eine solch witzige, lässige, total tolerante Veranstaltung schlechtreden, oder? Im Ruhrguide, dem Online-Magazin des Ruhrgebiets heißt es: Mit dem Motto »The Art of Love« stehen auch dieses Jahr alle Zeichen auf Liebe. Der ehemalige WDR-Intendant, Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung Ruhr.2010, betonte im Vorfeld die positive Auswirkung der Loveparade auf die Metropole Ruhr. Weiter heißt es: »Die massenhaften Pre- und Afterpartys, die wahrscheinlich das ganze Wochenende andauern, ergänzen, was an diesem Tag geschaffen wird: Eine riesige Party mit dem zwar inflationär gebrauchten, aber niemals zu vergessenen Wort Liebe.«

    Selten wurde ein Begriff mehr durch den Dreck gezogen als bei der Loveparade. Man fragt sich verzweifelt, welche Definition von »Liebe« die jungen Menschen durch derartige und leider selbstverständlich gewordene Falschbezeichnungen für das eigentlich Schönste und Höchste in dieser Schöpfung erhalten müssen? Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft »befreit« haben von allen Zwängen und Regeln, welche das »Individuum doch nur einengen«. Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsrnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt. Die Achtundsechziger haben ganze Arbeit geleistet!

    Viele sind durch das ausgeuferte Unglück ernüchtert und wach geworden, herausgerissen aus der falschen Traumwelt. Etliche der jungen Leute werden sich das nächste Mal genau überlegen, ob sie sich noch einmal auf eine solche »Massenparty« einlassen. Den Familien und Angehörigen der Toten gebührt tiefstes Beileid, sie haben schwerste Zeiten vor sich.

    Für die Zukunft wurden jedoch Weichen gestellt: Denn das amtliche Ende der »geilsten Party der Welt«, der Loveparade, dürfte mit dem gestrigen Tag besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste.

    in diesem sinne

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  6. naja, ist halt Binnenlogik.
    die Loveparade war Wille Gottes, die Katastrophe war Wille Gottes, und Eva und ihre Apologeten sind auch Wille Gottes.

    Dann sind die kritiker an den Kommentatoren aber auch Wille Gottes, also Leute wie wir.
    Liebe Eva, lieber Brönnimann, das ist für Euch nun bissl ein Dilemma, mir schon klar.
    Aber gegen Gottes Wille ist nun mal nichts zu machen.
    Wir machen weiter…
    mit unseren gottlosen Sachen.

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  7. Warum dürfen Religiöse Tote und Lebende als Religiöse unter dem Schutz der Rassismus-Strafnorm verunglimpfen und entwürdigen?

    Wenn jegliche intolerante Äusserung gegen Religiöse strafverfolgt wird, müssen unbedingt auch die religiösen Attacken, wie sie von Brönnimann und Hermann eben produziert wurden, mit Strafe belegt werden!

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  8. offenbar kennt der Knallkopf (dessen Partei übrigens in den 1970ern als Abspaltung der „Nationalen Aktion für Volk und Heimat“ entstand) sein Lieblingsbuch auch nur selektiv:

    1 Wende dich hin, wende dich her, o Sulamith! Wende dich hin, wende dich her, dass wir dich schauen!
    Was seht ihr an Sulamith

    beim Reigen im Lager?
    2 Wie schön ist dein Gang in den Schuhen,

    du Fürstentochter!
    Die Rundung deiner Hüfte ist wie ein Halsgeschmeide,

    das des Meisters Hand gemacht hat.
    3 Dein Schoß ist wie ein runder Becher,

    dem nimmer Getränk mangelt.
    Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen,

    umsteckt mit Lilien.
    4 Deine beiden Brüste sind wie junge Zwillinge von Gazellen.

    5 Dein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein.
    Deine Augen sind wie die Teiche von Heschbon

    am Tor Bat-Rabbim.
    Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon,

    der nach Damaskus sieht.
    6 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel.

    Das Haar auf deinem Haupt ist wie Purpur;

    ein König liegt in deinen Locken gefangen.
    7 Wie schön und wie lieblich bist du,

    du Liebe voller Wonne!
    8 Dein Wuchs ist hoch wie ein Palmbaum,

    deine Brüste gleichen den Weintrauben.
    9 Ich sprach: Ich will auf den Palmbaum steigen

    und seine Zweige ergreifen.
    Lass deine Brüste sein wie Trauben am Weinstock

    und den Duft deines Atems wie Äpfel;
    10 lass deinen Mund sein wie guten Wein,

    der meinem Gaumen glatt eingeht

    und Lippen und Zähne mir netzt.
    11 Meinem Freund gehöre ich

    und nach mir steht sein Verlangen.
    12 Komm, mein Freund, lass uns aufs Feld hinausgehen

    und unter Zyperblumen die Nacht verbringen,
    13 dass wir früh aufbrechen zu den Weinbergen und sehen,

    ob der Weinstock sprosst

    und seine Blüten aufgehen,
    ob die Granatbäume blühen.

    Da will ich dir meine Liebe schenken.
    14 Die Liebesäpfel geben den Duft,

    und an unsrer Tür sind lauter edle Früchte,
    heurige und auch vorjährige:

    Mein Freund, für dich hab ich sie aufbewahrt.

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  9. Drogen und sexuelle Ausschweifungen auf dem biblischen Index? Dafür hat der liebe Gott ja auch die gewalttätigen und menschenverachtenden Stellen mit hineingenommen, um die moralische Parität wieder herzustellen. Gott lässt halt doch mehr zu, als sich ein Schweizer Nationalrat vorzustellen getraut. Bisher dachte ich immer, es sind schon mal die Berge, die den klaren Blick verstellen. Jetzt weiß ich auch, daß es die Bibel ist, die noch weit mehr als die Alpen den Verstand im tiefen Tal zurücklassen…

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  10. Ich tu so etwas aber nicht, wenn ich zornig bin… ich HASSE es, falsch zitiert zu werden. Ich werde mir mal den Lektor der Bibel vorknöpfen…

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  11. Was soll das dumme Geschwätz ! Eva Herrmann und dem schweizerischen Nationalrat Brönnimann muss man doch mildernde Umstände zugute halten. Die wissen ja noch nicht mal, dass es überhaupt keinen Gott gibt !

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